Wirtschaft

RWE liefert Flughafen München Windstrom per PPA

Stand: 10. March 2026, 14:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Der Flughafen München hat mit RWE ein RWE PPA über 40 Gigawattstunden Offshore-Windstrom pro Jahr…

Von Wolfgang

10. März 20262 Min. Lesezeit

RWE liefert Flughafen München Windstrom per PPA
Stand: 10. March 2026, 14:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Der Flughafen München hat mit RWE ein RWE PPA über 40 Gigawattstunden Offshore-Windstrom pro Jahr vereinbart. Der Vertrag läuft zehn Jahre. Der Strom soll aus dem Nordseecluster A kommen und den Flughafen nach Angaben der Unternehmen ab 2027 teilweise mit erneuerbarer Energie versorgen.

Das Wichtigste

  • RWE Supply & Trading und die Flughafen München GmbH haben ein Stromabnahmeabkommen für Offshore-Windstrom geschlossen.
  • Der Vertrag umfasst 40 Gigawattstunden pro Jahr über eine Laufzeit von zehn Jahren.
  • Geliefert werden soll Strom aus dem Offshore-Windpark Nordseecluster A, dessen Inbetriebnahme RWE für Anfang 2027 ankündigt.

Vertrag für Strom aus der Nordsee

RWE und der Flughafen München haben eine langfristige Stromliefervereinbarung für Offshore-Windenergie bekanntgegeben. Nach Angaben von RWE sichert sich der Flughafen damit 40 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Für den Airport ist das ein weiterer fester Bezugsvertrag für erneuerbare Energie, für RWE ein neuer Abnehmer aus der Verkehrsinfrastruktur.

Umfang und Herkunft des Stroms

RWE veröffentlichte die Vereinbarung am Dienstag. Der Vertrag läuft zehn Jahre und bezieht sich auf Strom aus dem Offshore-Projekt Nordseecluster A. Der Windpark hat nach Unternehmensangaben eine Leistung von 660 Megawatt und liegt rund 50 Kilometer nördlich von Juist in der Nordsee. RWE plant die Inbetriebnahme für Anfang 2027. Das jährliche Liefervolumen von 40 Gigawattstunden entspricht laut Unternehmen rechnerisch dem Strombedarf von rund 12.000 Haushalten. RWE beziffert die mögliche CO2-Einsparung auf etwa 13.000 Tonnen pro Jahr.

Folgen für Versorgung und Beschaffung

Das Abkommen bindet einen Teil des Strombezugs des Flughafens langfristig an ein konkretes Offshore-Projekt. Solche PPAs verschieben die Beschaffung weg vom kurzfristigen Großhandelsmarkt hin zu länger planbaren Liefermengen. Für Betreiber großer Infrastruktur ist das vor allem bei Kostenplanung und Emissionsbilanz relevant. Angaben zum Preis machten die Parteien nicht.

Nächste Schritte bis zur Lieferung

Entscheidend ist nun der Baufortschritt von Nordseecluster A. RWE erwartet den Start des Windparks Anfang 2027. Mit der Inbetriebnahme würde die vereinbarte Strommenge in die Versorgung des Flughafens einfließen. Einzelheiten zur technischen Abwicklung und zum genauen Lieferbeginn bleiben bislang offen.

Einordnung

Die Vereinbarung zeigt, dass PPAs im deutschen Energiemarkt auch für große Verkehrsinfrastruktur an Bedeutung gewinnen. Der Vertrag zwischen RWE und dem Flughafen München ist klar umrissen: zehn Jahre Laufzeit, 40 Gigawattstunden jährlich und ein fest benanntes Offshore-Projekt als Quelle.