Automobil

Neue Lkw-Ladeparks an A2 und A7: So funktioniert der Ladestopp

In Lehrte und Dorfmark öffnen zwei Ladeparks für elektrische Lastwagen. Was Ladepunkte, Höchstleistung und nutzbare Plätze bedeuten.

Von Wolfgang

07. Nov. 20263 Min. Lesezeit

Illustration eines elektrischen Lastwagens an einer Ladestation

Elektrische Lastwagen können an zwei weiteren Autohöfen in Niedersachsen laden: in Lehrte an der A2 und in Dorfmark an der A7. Zusammen bieten die neuen Anlagen sechs Ladepunkte für schwere Fahrzeuge. Wie schnell ein einzelner Lkw tatsächlich Strom aufnehmen kann, hängt allerdings nicht allein von der Zahl an der Säule ab.

Die Tank-&-Rast-Tochter mblty hat die Parks nach Angaben des Unternehmens vom 6. November in Betrieb genommen. Beide Standorte liegen an Autohöfen mit Gastronomie und sanitären Einrichtungen. Fahrer können die Ladezeit damit mit einer Pause verbinden.

Vier Ladepunkte in Lehrte, zwei in Dorfmark

Am ROSI’S Autohof Lehrte stehen laut Betreiber vier Ladepunkte für E-Lkw zur Verfügung. Sie sind für jeweils bis zu 340 Kilowatt ausgelegt. Zugleich können drei Lastwagen auf den dafür vorgesehenen Plätzen laden. Die vier Anschlüsse sind also nicht gleichbedeutend mit vier gleichzeitig nutzbaren Stellplätzen.

Die Plätze sind als Durchfahrt angelegt: Ein Sattelzug kann vorwärts hinein- und nach dem Laden wieder herausfahren. Das erspart das Abkoppeln des Anhängers. Zusätzlich gibt es in Lehrte acht Ladepunkte für Elektroautos. Ein Lastmanagement verteilt nach Angaben von Tank & Rast die verfügbare Energie zwischen den Ladepunkten für Pkw und Lkw.

Schematischer Vergleich der Lkw-Ladepunkte in Lehrte und Dorfmark
Die Standorte im Vergleich: Die Leistungsangaben beschreiben Obergrenzen pro Ladepunkt. In Lehrte sind drei Lkw-Plätze gleichzeitig nutzbar. (Quelle: KI generiert)

In Dorfmark, rund 60 Kilometer nördlich von Hannover, liegen die zwei Lkw-Ladepunkte am Autohof an der A7. Beide können gleichzeitig genutzt werden und sind jeweils auf bis zu 400 Kilowatt ausgelegt. Auf der anderen Straßenseite befindet sich nach Unternehmensangaben ein eigener Ladepark für Pkw.

Was die Kilowattzahl bedeutet

Kilowatt, kurz kW, beschreibt die elektrische Leistung: also wie schnell Energie übertragen wird. Die Angabe „bis zu“ bezeichnet hier eine technische Obergrenze des Ladepunkts. Sie verspricht weder, dass jedes Fahrzeug diese Leistung aufnehmen kann, noch dass sie während der gesamten Ladepause anliegt.

Die Ladeleistung verändert sich während eines Ladevorgangs. Der ADAC beschreibt bei seinen Pkw-Messungen, dass unter anderem Ladezustand und Temperatur die Leistung beeinflussen und sie bei zunehmendem Füllstand typischerweise sinkt. Diese Messungen sind keine Ladezeitmessung der neuen Lkw-Parks. Sie machen aber verständlich, warum ein Höchstwert allein keine verlässliche Pausendauer liefert.

Für die Planung zählt deshalb neben der Leistung auch, ob ein geeigneter Platz frei ist und was das jeweilige Fahrzeug aufnehmen kann. Für Lehrte nennt der Betreiber zudem eine gemeinsame Verteilung der verfügbaren Energie; eine feste Leistung für jeden parallel ladenden Lkw lässt sich aus den Höchstwerten nicht ableiten.

Ein Ladestopp ist auch ein Parkplatz

Bei einem schweren Fahrzeug muss der Platz zum Gespann passen. Die Durchfahrtsplätze in Lehrte zeigen, wie sich die Anlage darauf einstellen soll. In Dorfmark befinden sich die neuen Anschlüsse auf dem Lkw-Parkplatz. An beiden Autohöfen gibt es nach Angaben des Betreibers Möglichkeiten zum Essen und sanitäre Einrichtungen.

Die beiden neuen Standorte ergänzen damit das Angebot an den betroffenen Autobahnen. Über tatsächliche Auslastung, Ladezeiten einzelner Lkw oder allgemeine Preise macht die Mitteilung keine belastbare Aussage. Für eine konkrete Fahrt bleiben Fahrzeugdaten und die aktuellen Bedingungen am Ladepunkt entscheidend.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.