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Google Fotos Backup einrichten: automatisch sichern & Speicherplatz sparen

Google Fotos Backup aktivieren: automatisch sichern, Qualität wählen, Speicher freigeben – und prüfen, ob wirklich alle Fotos gesichert sind.

Von Wolfgang

24. Jan. 20267 Min. Lesezeit

Google Fotos Backup einrichten: automatisch sichern & Speicherplatz sparen

Kurz erklärt: Google Fotos Backup einrichten

In der Google Fotos App rechts oben auf dein Profilbild tippen, dann „Google Fotos-Einstellungen“ (iPhone: „Einstellungen“) → „Sicherung“ und den Schalter einschalten. Wähle dort die Sicherungsqualität („Originalqualität“ oder „Speicherplatz sparen“). Fertig ist die Sicherung, wenn unter dem Profilbild „Sicherung abgeschlossen“ steht. Erst dann solltest du mit „Speicherplatz auf dem Gerät freigeben“ lokale Kopien löschen. Kostenlos sind bis zu 15 GB pro Google-Konto, geteilt mit Gmail und Google Drive.

Vorab: Speicher, Konto, Dateien

Google Fotos lädt Bilder und Videos vom Smartphone in dein Google-Konto hoch. Dort sind sie auf jedem Gerät abrufbar, auf dem du angemeldet bist, und bleiben privat, solange du sie nicht teilst. Drei Punkte solltest du vor dem Einschalten kennen:

  • Speicher: Jedes Google-Konto hat bis zu 15 GB kostenlosen Speicher. Diesen teilen sich Google Fotos, Google Drive und Gmail. Ist er voll, musst du Speicher freigeben oder mehr kaufen.
  • Ein Konto: Fotos und Videos lassen sich laut Google immer nur in einem Google-Konto sichern. Prüfe deshalb, ob in der App das richtige Konto angemeldet ist, etwa das private statt des beruflichen.
  • Dateigrenzen: Gesichert werden Fotos bis 200 MB bzw. 200 Megapixel und Videos bis 10 GB. Unterstützt sind gängige Formate wie JPG, HEIC, PNG, WebP und die meisten RAW-Dateien.

Für den ersten großen Upload empfiehlt sich WLAN und ein angeschlossenes Ladegerät. Je nach Datenmenge kann die erste Sicherung lange dauern.

Sicherung auf Android einschalten

  1. Google Fotos öffnen und im gewünschten Google-Konto anmelden.
  2. Rechts oben auf das Profilbild oder die Initiale tippen.
  3. „Google Fotos-Einstellungen“ → „Sicherung“ antippen.
  4. „Sicherung“ aktivieren.
  5. Optional unter „Einstellungen“ → „Geräteordner für die Sicherung“ festlegen, welche Ordner zusätzlich zur Kamera gesichert werden, etwa Screenshots oder Messenger-Bilder. Mit „Alle Geräteordner sichern“ werden auch neu angelegte Ordner automatisch gesichert.
  6. Unter „Mobile Datennutzung“ bestimmst du, ob und wie viel über Mobilfunk hochgeladen wird. Videos über mobile Daten und die Sicherung beim Roaming lassen sich dort getrennt abschalten.

Wichtig auf Android: Ist für die Fotos-App die Akkuoptimierung aktiv, kann die Sicherung laut Google stocken. Abhilfe schafft ein Blick in die Android-Einstellungen. Dort nach „Akkuoptimierung“ suchen und für „Fotos“ „Nicht optimieren“ wählen. Alternativ in den App-Infos unter „Akkunutzung verwalten“ „Uneingeschränkt“ einstellen. Die Bezeichnungen variieren je nach Hersteller.

Mehr Platz auf dem Gerät schaffst du zusätzlich mit unserer Anleitung Android-Speicher aufräumen.

Sicherung auf dem iPhone einschalten

  1. Google Fotos aus dem App Store installieren, öffnen und anmelden.
  2. Rechts oben auf das Profilbild oder die Initialen tippen.
  3. „Einstellungen“ → „Sicherung“ antippen und „Sicherung“ aktivieren.
  4. Fragt die App nach Zugriff auf deine Fotos, erlaube den Zugriff auf alle Fotos. Nachträglich geht das in den iOS-Einstellungen unter „Datenschutz“ → „Fotos“ → „Google Fotos“.

Auf dem iPhone läuft die Sicherung am zuverlässigsten, wenn die App geöffnet und das Gerät am Strom ist. Google bietet dafür einen Stand-by-Modus an, den die App per Benachrichtigung vorschlägt. Bei mehr als 50 ausstehenden Elementen kannst du außerdem „Gerätedisplay aktiviert lassen“ wählen. Gesichert wird vom neuesten zum ältesten Foto. Willst du Fotos und Videos vom iPhone zusätzlich automatisch auf ein eigenes NAS sichern, findest du die Schritte in unserer Anleitung iPhone automatisch auf NAS sichern – Schritt-für-Schritt ohne iCloud.

Originalqualität oder Speicherplatz sparen?

Die Sicherungsqualität legst du in den Sicherungseinstellungen fest. Beide Varianten werden auf deinen Google-Speicher angerechnet.

Option Was passiert Sinnvoll für
Originalqualität Fotos und Videos werden in der Auflösung gespeichert, in der sie aufgenommen wurden. Fotos über 16 MP, Videos über 1080p, Bearbeitung, große Ausdrucke
Speicherplatz sparen Fotos über 16 MP werden auf 16 MP verkleinert, Videos über 1080p auf 1080p reduziert. Fotos können dabei in ein anderes Format wie JPG umgewandelt werden. Alltagsfotos, knapper Speicher. 16-MP-Fotos lassen sich laut Google bis etwa 60 × 40 cm gut drucken

In manchen Ländern bietet Google zusätzlich die Stufe „Express“ (3 MP, 480p) an. Taucht sie in deinen Einstellungen nicht auf, ist sie in deiner Region nicht verfügbar. Fotos, die vor dem 1. Juni 2021 in „hoher Qualität“ (heute „Speicherplatz sparen“) gesichert wurden, zählen weiterhin nicht zum Speicher.

Bereits in Originalqualität gesicherte Fotos lassen sich nachträglich verkleinern: auf photos.google.com unter „Einstellungen“ → „Speicherplatz verwalten“ → „Vorhandene Fotos und Videos in die Qualität ‚Speicherplatz sparen‘ konvertieren“. Das geht einmal pro Tag und ändert nicht die Qualität künftiger Uploads.

Prüfen, ob wirklich alles gesichert ist

Tippe auf dein Profilbild. Steht dort „Sicherung abgeschlossen“, ist alles hochgeladen. Oben in der Fotoansicht zeigt die App außerdem Zwischenstände wie „Fotos werden gesichert“ oder „Sicherung angehalten“. Ein Tipp darauf liefert Details.

Für einzelne Bilder: Foto öffnen, Dreipunkt-Menü → „Info“, nach unten zu „Details“ scrollen. Unter „Gesichert“ stehen Status und Größe. Ein durchgestrichenes Cloud-Symbol bedeutet, dass das Element nicht gesichert ist und auch keine Sicherung ansteht. Ein einzelnes Foto sicherst du manuell über „Jetzt sichern“.

Ein schneller Praxistest: Neues Foto aufnehmen, kurz warten und prüfen, ob es auf photos.google.com erscheint.

Speicherplatz auf dem Handy freigeben

Die Sicherung allein löscht nichts vom Gerät. Dafür gibt es auf Android die Funktion „Speicherplatz auf dem Gerät freigeben“: Profilbild antippen → „Speicherplatz auf dem Gerät freigeben“. Die App zeigt, wie viel Platz frei wird, und entfernt nur lokale Kopien bereits gesicherter Elemente. Fotos und Videos, die nicht älter als 30 Tage sind, behält Google unter Umständen auf dem Gerät.

Danach siehst du die Bilder weiterhin in Google Fotos und auf photos.google.com. Nicht sichtbar sind sie in der Galerie-App des Herstellers, offline oder ohne Anmeldung in Google Fotos. Wer viel offline unterwegs ist, sollte das bedenken.

Weitere Tipps gegen vollen Speicher auf beiden Systemen: iPhone- und Android-Speicher voll: So machst du Platz.

Wenn der Google-Speicher voll ist

Ist das 15-GB-Kontingent ausgeschöpft, gibt es zwei Wege: aufräumen oder Speicher kaufen. Zum Aufräumen schlägt das Speicherverwaltungstool von Google Fotos Kandidaten vor, etwa unscharfe Fotos, Screenshots und große Videos. Auch Gmail und Drive belegen denselben Speicher.

Mehr Speicher gibt es über Google One. Die Preise laut Google (Deutschland, Stand 15.10.2026):

Abo Speicher Monatlich Jährlich
Basic 100 GB 1,99 € 19,99 €
Google AI Plus 2 TB 9,99 € 99,99 €
Google AI Pro 5 TB 21,99 € 219,99 €

Den Speicher eines Abos kannst du mit bis zu fünf weiteren Personen teilen. Achtung: Wer mindestens zwei Jahre in Google Fotos inaktiv ist, riskiert laut Google, dass Inhalte gelöscht werden.

Sicherung hängt: die häufigsten Ursachen

  • Speicher voll: Bei vollem Google-Speicher meldet die App „Nicht genügend Speicher für ein Backup vorhanden“. Aufräumen oder Speicher erweitern.
  • Falsches Konto: Die App zeigt alle Fotos auf dem Gerät an, unabhängig vom angemeldeten Konto. Das heißt nicht, dass sie gesichert sind. Konto über das Profilbild prüfen.
  • Nur WLAN eingestellt: Ohne WLAN wartet die Sicherung. Bei Bedarf über den Sicherungsstatus „Mobile Daten aktivieren“ antippen.
  • Akkuoptimierung (Android): Für die Fotos-App deaktivieren, siehe oben.
  • Fotozugriff eingeschränkt (iPhone): In den iOS-Einstellungen Google Fotos Zugriff auf alle Fotos geben.
  • Datei zu groß oder Format nicht unterstützt: Grenzen von 200 MB/200 MP für Fotos und 10 GB für Videos beachten.

Zum Schutz der gesicherten Bilder gehört ein gut abgesichertes Google-Konto mit starkem Passwort und Bestätigung in zwei Schritten. Wer gerade das Handy wechselt, findet die passenden Schritte in unserer Anleitung Neues Android-Handy einrichten: Daten vom alten Smartphone übertragen.

Quellen

Hinweis: Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft. Stand: 15.10.2026