Eine neue Wundauflage soll mehr können als abdecken. Fraunhofer IKTS entwickelt ein Vlies, das mehrere Wirkstoffe aufnehmen soll. Die interessante technische Frage ist dabei, wo sie sitzen: Einige brauchen Schutz im Inneren, andere sollen an der Oberfläche wirken.
Innen schützen, außen wirken
Nach der Fraunhofer-Mitteilung vom 1. Oktober sollen Bakteriophagen, Proteine und sogenannte MXene in eine elektrogesponnene Auflage eingebracht werden. Die empfindlichen biologischen Bestandteile benötigen Schutz in den Fasern. MXene sollen dagegen möglichst außen sitzen. Der Ort im Material gehört damit zur Funktion.

Die Kombination entsteht erst
Das Team bringt die Komponenten derzeit einzeln ein und prüft ihre Aktivität, bevor es sie kombiniert. Die Werkstoffentwicklung und Wirkstoffintegration sollen bis Mai 2027 abgeschlossen werden. Klinische Partner für spätere Zulassungstests werden gesucht. Eine nachgewiesene Behandlung mit einem fertigen Produkt beschreibt die Mitteilung noch nicht.
Ein Verbund für unterschiedliche Aufgaben
Das M-ERA.NET-Projekt AntiMicroMXen verbindet Fraunhofer IKTS mit Partnern der polnischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Lettland und NanoCarbonTech. Das technische Versprechen liegt in einer abgestimmten Materialarchitektur: Mehrere Komponenten sollen sich ergänzen, ohne bei Herstellung und Anwendung ihre Funktion zu verlieren.
Quellen
- Fraunhofer-Gesellschaft: Innovative Pflaster lassen Wunden schneller heilen, 2026-10-01.
- ERA-LEARN / M-ERA.NET: AntiMicroMXen: Projekt und Partner, abgerufen am 2. Oktober 2026.
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