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New Yorker Studie findet Hinweise auf Methanverluste beim Heizen und Kühlen

Luftmessungen deuten auf übersehene Gasverluste in Gebäuden hin. Eine neue Studie schätzt die Quote für den untersuchten Großraum auf 1,7 Prozent.

Von Wolfgang

16. Sep. 20263 Min. Lesezeit

KI-Symbolbild einer New Yorker Stadtsilhouette mit aufgeschnittenem Gebäude und Gasheizung; Überschrift Methanverluste in New York.

Im Großraum New York entsteht offenbar ein erheblicher Teil der Methanemissionen erst bei der Nutzung von Erdgas. Darauf deutet eine am 14. September veröffentlichte Studie in Atmospheric Chemistry and Physics hin. Das Team um Yuwei Zhao von der Columbia University fand besonders häufig Messsignale, die zu unvollständiger Verbrennung passen. Für die Suche nach vermeidbaren Emissionen rücken damit Heizungs- und Kühlanlagen in den Blick.

Die Forschenden schätzen den verbrauchsabhängigen Verlust auf 1,7 Prozent des gelieferten Methans, mit einer Unsicherheit von plus/minus 0,6 Prozentpunkten im 95-Prozent-Konfidenzintervall. Die Zahl beschreibt eine regionale Schätzung aus Luftmessungen und Gaslieferdaten. Sie ist kein gemessener Wirkungsgrad einzelner Heizungen.

Drei Gase verraten mehr als eines

Nach der Erläuterung der Columbia Climate School wertete das Team stündliche Methanmessungen von 2023 und 2024 aus. Ein Messturm auf Long Island erfasst bei westlichem Wind Luft aus Manhattan und dem westlichen Teil der Insel. Zusätzliche Messkampagnen erfassten Methan, Ethan und Kohlenmonoxid gemeinsam.

Ethan hilft dabei, Erdgas als Quelle einzugrenzen. Steigt zugleich Kohlenmonoxid mit dem Methan an, spricht das für unvollständige Verbrennung. Das ist ein anderer Ansatz als die Suche nach einem undichten Rohr direkt an der Straße. Auffällig waren erhöhte Emissionen während der Heizperiode und erneut im Sommer. Manche großen Gebäude nutzen Erdgas auch zum Kühlen.

Schema mit drei Messgrößen: Methan als gesuchtes Treibhausgas, Ethan als Hinweis auf Erdgas und Kohlenmonoxid als Hinweis auf unvollständige Verbrennung.
KI-generiertes Schema: Die gemeinsame Messung hilft bei der Quellenzuordnung. Die Grafik zeigt keine Messdaten.

Die Quellenzuordnung hat Grenzen

Schon eine 2024 veröffentlichte Untersuchung mit NIST-Beteiligung hatte festgestellt, dass Emissionsverzeichnisse die erdgasbezogenen Methanemissionen der Region unterschätzen. Die neue Arbeit untersucht genauer, welche Vorgänge dazu beitragen könnten. Die ältere Studie bestätigt jedoch nicht unabhängig die jetzt geschätzte Verlustquote.

Auch die öffentlichen Gutachten zur neuen Arbeit zeigen, wo Vorsicht nötig ist: Die Vermischung von Luft und die gewählten Auswertungsschwellen beeinflussen die Zuordnung. Häufig beobachtete Verbrennungssignale liefern keine genaue Aufteilung der gesamten Emissionsmenge auf einzelne Geräte. Die Endfassung ist begutachtet; eine Vorabversion lag bereits seit Mai vor.

Die Autoren bewerten das ungenutzte Gas zu den regionalen Endkundenpreisen von 2023 und 2024 mit rund 300 Millionen US-Dollar jährlich. Daraus folgt weder eine garantierte Ersparnis noch eine entsprechende Verlustquote für Deutschland. Der praktische Hinweis der Studie ist enger: Wer städtische Methanemissionen senken will, sollte genauer untersuchen, was nach dem Gaszähler geschieht und welche Anlagen unverbranntes Gas abgeben.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.