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Neue Umfrage: KI-Werbung fällt bei vielen durch

65 Prozent bewerten KI-erstellte Werbung negativ, meldet eine neue Civey-Befragung. Wie Anzeigen beim Publikum ankommen, ist jedoch eine andere Frage als ihr Verkaufserfolg.

Von Wolfgang

21. Sep. 20262 Min. Lesezeit

Neue Umfrage: KI-Werbung fällt bei vielen durch

Eine Werbeanzeige kann technisch aufwendig sein und trotzdem auf Vorbehalte stoßen. In einer neuen Civey-Befragung für die Marketingmesse DMEXCO bewerten 65 Prozent der befragten Verbraucher KI-erstellte Werbung negativ. Das berichtet die am 17. September veröffentlichte Auswertung.

Auf der Unternehmensseite zeigen sich andere Erwartungen: 28 Prozent der befragten Marketing- und Kommunikationsentscheider wollen KI in den kommenden zwölf Monaten stärker zur Erstellung von Inhalten einsetzen. Das sind Pläne einer anderen Befragungsgruppe. Sie zeigen, weshalb die Frage nach der Akzeptanz solcher Anzeigen für Werbetreibende relevant ist.

Ein Urteil ist noch kein Kassenbon

Was verrät die Skepsis über den nächsten Einkauf? Zunächst wenig. Wer eine Werbeform ablehnt, hat damit noch keine Kaufentscheidung getroffen. Um Verkäufe zu untersuchen, müsste man beobachten, ob Menschen nach einer Anzeige tatsächlich kaufen, und einen geeigneten Vergleich vornehmen. Eine Bewertungsfrage kann diesen Schritt nicht ersetzen.

Zwei Felder unterscheiden Bewertung, also was Menschen sagen, von Kaufverhalten, also was Menschen tun; dazwischen steht ein Ungleichheitszeichen.
KI-generierte Erklärungsgrafik: Eine geäußerte Bewertung und ein beobachteter Kauf sind unterschiedliche Messgrößen.

Wie unterschiedlich Reaktionen ausfallen können, zeigt eine im Februar veröffentlichte Studie von Yuting Shi und Zhibin Jiang. In drei Onlineexperimenten untersuchten sie Hinweise auf KI-generierte Werbebilder. Solche Kennzeichnungen konnten über wahrgenommene Neuartigkeit positiv wirken, über geringere wahrgenommene Authentizität zugleich negativ. Etwas kann also neuartig erscheinen und weniger echt wirken.

Im ersten Experiment sahen die Teilnehmenden identische Anzeigen für einen Luftbefeuchter, mit oder ohne KI-Hinweis. Ausgewertet wurden 149 gültige Antworten. Gemessen wurden unter anderem Einstellungen und Kaufabsichten, keine tatsächlichen Verkäufe. Die Experimente erklären auch nicht, warum die deutschen Befragten negativ antworteten. Sie zeigen vielmehr, weshalb ein einziges allgemeines Urteil nicht alle Reaktionen auf konkrete Anzeigen abbildet.

Was über die Befragung bekannt ist

Civey befragte vom 14. Juli bis 22. August online 5.000 Erwachsene in Deutschland sowie separat 1.000 privatwirtschaftliche Marketing- und Kommunikationsentscheider. Laut DMEXCO wurden die Ergebnisse quotiert und gewichtet; die statistische Fehlerspanne beträgt je nach Frage 2,5 bis 6,4 Prozentpunkte. Den genauen Wortlaut der KI-Werbefrage und ihre einzelne Fehlerspanne nennt die Mitteilung nicht.

Die neue Zahl beschreibt damit einen deutlichen Vorbehalt in der Befragung. Ob eine bestimmte Anzeige überzeugt, lässt sich daraus noch nicht ablesen.

Das Titelbild ist ein KI-generiertes Symbolbild; es zeigt keine tatsächlich befragte Person oder reale Werbekampagne.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.