Technik

iPhone Duo startet: Die Apps lernen das Falten.

Apple startet am 23. Oktober den Verkauf des iPhone Duo. Neue App-Layouts teilen die Faltfläche auf; wichtige Updates sollen erst später folgen.

Von Wolfgang

23. Okt. 20264 Min. Lesezeit

Faltbares Smartphone als Illustration mit Artikelüberschrift

Apple bringt das iPhone Duo am heutigen 23. Oktober in den Verkauf. Zum Start zeigt der Hersteller, wie Apps den faltbaren Bildschirm nutzen sollen: Bei Prime Video läuft der Film oben, während unten Zusatzinformationen erscheinen. Wer das neue Gerät wegen einer bestimmten App kaufen möchte, sollte auf deren Zeitplan achten. Die angekündigten Anpassungen kommen in mehreren Schritten.

Ein Bildschirm kann auch ein Bedienpult sein

In Apples Vorstellung der App-Anpassungen wird das Prinzip anschaulich. Netflix lässt Clips vom äußeren auf das innere Display wechseln. Prime Video verteilt Film und Zusatzinformationen auf die beiden Hälften des angewinkelten Geräts. Bei Zoom sollen geteilte Inhalte und Gesprächsteilnehmer gleichzeitig sichtbar sein. Das sind unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage: Was fängt eine App mit zusätzlichem Platz an?

Einfach alles zu vergrößern wäre die naheliegende Lösung. Interessanter wird es, wenn die zusätzliche Fläche einen zweiten Zweck bekommt. Ein Video benötigt eine gut sichtbare Bühne, seine Bedienung dagegen erreichbare Schaltflächen. Trennt man beides räumlich, muss die Bedienung das Bild weniger überlagern. Bei einer Besprechung können Präsentation und Gesichter nebeneinander stehen. Die Bildschirmfläche wird zur Aufteilung einer Aufgabe.

Drei schematische Faltzustände mit demselben Segelbootmotiv und getrenntem Bedienbereich
Schematische Darstellung: Beim Öffnen entsteht mehr Bildfläche; angewinkelt können Inhalt und Bedienung getrennte Bereiche nutzen. Die Illustration zeigt keine originale App-Oberfläche. (Quelle: KI generiert)

Öffnen, nebeneinander arbeiten, wieder zuklappen

Die deutsche Produktseite nennt ein inneres Display mit 7,6 Zoll Diagonale. Innen- und Außendisplay haben laut Apple dasselbe Seitenverhältnis. Das erleichtert einen proportionalen Wechsel der Darstellung: Ein Bild muss beim Öffnen nicht allein wegen eines anderen Seitenverhältnisses völlig neu zugeschnitten werden. Eine angepasste Bedienoberfläche kann den gewonnenen Raum darüber hinaus anders verteilen.

Mit Split View lassen sich zwei Apps nebeneinander verwenden. Apple zeigt etwa, wie ein Bild aus der Fotomediathek in Mail gezogen wird. Das unterscheidet sich von einer App, die ihre eigenen Werkzeuge neu anordnet: Im ersten Fall teilen zwei Programme den Platz, im zweiten nutzt ein Programm mehrere Bereiche. Für den Alltag ist diese Unterscheidung hilfreich. Wer zwei Informationen vergleichen möchte, braucht etwas anderes als jemand, der ein Video mit einer dauerhaft sichtbaren Werkzeugleiste bearbeitet.

Das angewinkelte Gerät kann außerdem auf dem Tisch stehen. Apple beschreibt diese Haltung unter anderem für Filme und freihändige Anrufe. Welche Anordnung angenehm ist, hängt damit auch davon ab, ob das Telefon gehalten oder abgestellt wird.

Der Verkaufsstart ist kein gemeinsamer Update-Termin

Für Word und Outlook nennt Apple die kommenden Wochen. Bei den Spielen sollen UnGodly und die Duo-Anpassung von Zenless Zone Zero im November folgen. Im App Store sollen optimierte Angebote das Kennzeichen „Made for iPhone Duo“ tragen. Die Ankündigung ist deshalb vor allem eine Übersicht über geplante Möglichkeiten; eine bestimmte deutsche App-Version sollte vor dem Kauf gesondert geprüft werden.

Wie dieses Kennzeichen entsteht, erläutert Apples Entwicklerhinweis vom 5. Oktober: Entwickler können optimierte Apps bereits einreichen. Wenn sie passende Duo-Screenshots in App Store Connect hinterlegen, zeigt die Produktseite ein entsprechendes Badge. Apple verlangt solche Screenshots für eingereichte Apps und Spiele ab April 2027.

Die Vorbereitung betrifft auch die Software selbst. Apple verweist auf Xcode 27.1 und dessen Unterstützung für das neue Gerät. Mit Device Hub können Entwickler das Verhalten in unterschiedlichen Haltungen und Ausrichtungen ansehen. Dazu kommen Vorgaben für Screenshots und Vorschauvideos sowie eine Vorschau der Store-Darstellung. Hinter dem größeren Bildschirm steckt also auch Arbeit an Layout und Präsentation.

Für Interessierte lohnt sich ein Blick auf die gezeigten Ansichten ihrer wichtigsten Apps. Entscheidend ist, ob dort tatsächlich mehr gleichzeitig verständlich wird. Preise und Bestelltermine ordnet unser Überblick zur iPhone-Duo-Vorbestellung ein.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.