FRITZ!OS 8.51: Neue Smart-Home-Routinen einrichten

FRITZ!OS 8.51: Neue Smart-Home-Routinen für die FRITZ!Box einrichten

FRITZ!OS 8.50 und 8.51 bringen Routinen mit mehreren Auslösern, Geofencing und Überlastschutz. Welche FRITZ!Box das Update hat und wie es klappt.

Von Wolfgang

06. Nov. 20268 Min. Lesezeit

Weißer WLAN-Router auf einem Holz-Sideboard im abendlichen Flur, daneben eine weiße smarte Zwischensteckdose mit eingeschalteter Stehlampe
Weißer WLAN-Router auf einem Holz-Sideboard im abendlichen Flur, daneben eine weiße smarte Zwischensteckdose mit eingeschalteter Stehlampe

Mit FRITZ!OS 8.50 und 8.51 lernen Smart-Home-Routinen der FRITZ!Box mehrere Auslöser und reagieren auf den Standort aller Bewohner. Smarte Steckdosen schalten bei Überlast ab. Noch haben aber längst nicht alle Modelle das Update.

FRITZ! verteilt seit dem 29. September 2026 das große Update FRITZ!OS 8.50, inzwischen auch in der Version 8.51. Für das Smart Home bringt es drei Neuerungen, die im Alltag einen Unterschied machen. Routinen können mehrere Auslöser kombinieren, fertige Abläufe für Abwesenheit und Urlaub lassen sich per Standort starten, und die Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 schalten sich bei Überlast ab. Welche Box das Update schon hat und wie die Einrichtung gelingt, zeigt dieser Überblick.

Kurz gesagt

Mit FRITZ!OS 8.50 und 8.51 startet eine Routine erst dann, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, zum Beispiel wenn der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Die Zonen dafür legen Nutzer in der FRITZ!App Smart Home an. Laut den Update-Dateien von FRITZ! vom 6. November 2026 haben bisher vor allem neuere Modelle wie die FRITZ!Box 7690, 7530 AX, 6690 Cable und 6670 Cable die neue Version.

Was FRITZ!OS 8.50 und 8.51 im Smart Home ändern

FRITZ! hat das Update am 29. September 2026 vorgestellt. Der Roll-out begann mit der FRITZ!Box 7690 und soll laut Hersteller in den folgenden Wochen alle aktuellen FRITZ!Box- und FRITZ!Repeater-Modelle erreichen. Neben dem Smart Home betrifft das Update auch Internet, Telefonie und Heimnetz.

Im Smart Home sind drei Funktionen neu. Routinen unterstützen Wenn-Dann-Verknüpfungen mit mehreren Auslösern. Häufige Abläufe wie „Haus verlassen“, „Nach Hause kommen“ oder „Urlaub“ lassen sich mit wenigen Klicks anlegen und über Zonen auslösen. Dazu kommt eine Überlastschaltung für die smarten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210.

In der Pressemitteilung kündigte FRITZ! die mehreren Auslöser noch für das nächste Update an. Die Update-Datei der FRITZ!Box 7690 führt sie inzwischen bereits für FRITZ!OS 8.50 auf. Die Version 8.51 enthält die Funktion ebenfalls.

Welche FRITZ!Box das Update schon hat

FRITZ! veröffentlicht zu jeder Firmware eine Infodatei mit Versionsnummer und Release-Datum. Die folgende Tabelle beruht auf diesen Dateien für den deutschen Markt, abgerufen am 6. November 2026. Provider-Geräte können davon abweichen, weil Netzbetreiber Updates oft selbst verteilen.

Modell Aktuelle Version laut FRITZ! Release-Datum
FRITZ!Box 7690 FRITZ!OS 8.50 29.09.2026
FRITZ!Box 7530 AX FRITZ!OS 8.50 22.10.2026
FRITZ!Box 5690 XGS FRITZ!OS 8.51 03.11.2026
FRITZ!Box 7632 FRITZ!OS 8.51 04.11.2026
FRITZ!Box 6690 Cable FRITZ!OS 8.51 05.11.2026
FRITZ!Box 6670 Cable FRITZ!OS 8.51 05.11.2026
FRITZ!Box 7590 und 7590 AX FRITZ!OS 8.25 26.03.2026
FRITZ!Box 7510 und 7583 FRITZ!OS 8.26 Juli 2026
FRITZ!Box 7530, 7520, 7682, 6660 Cable, 6591 Cable, 5590 Fiber, 5530 Fiber, 4060 FRITZ!OS 8.25 März bis Juli 2026

Welche Version installiert ist, zeigt die Benutzeroberfläche unter fritz.box auf der Übersichtsseite. Bei eingeschalteter automatischer Aktualisierung kommt das Update laut Hersteller von selbst.

Wer nicht warten will, kann in der Oberfläche auf „Update starten“ klicken, sobald die neue Version für das eigene Modell bereitsteht. Wie ein Router-Update sicher abläuft, beschreibt unser Ratgeber zu FRITZ!OS 8.25.

Routinen mit mehreren Auslösern einrichten

Eine Routine verbindet einen Auslöser mit einer Aktion. Als Auslöser dienen etwa ein Smart-Home-Gerät, eine Uhrzeit oder ein Telefonanruf. Die Aktion ist eine zuvor gespeicherte Vorlage oder ein Szenario, also zum Beispiel ein Satz von Einstellungen für Heizkörperregler und Steckdosen.

Angelegt wird eine Routine in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box im Menü „Smart Home“ unter „Automatisierung“. Dort wählen Nutzer zuerst einen Namen, dann den Auslöser und die Bedingung, etwa einen Schaltzustand oder eine Temperatur. Danach folgen die Aktion und auf Wunsch eine zeitliche Verzögerung. Nach der Kontrolle der Zusammenfassung wird die Routine gespeichert und muss anschließend noch aktiviert werden.

Neu ist, dass sich mehrere Auslöser verknüpfen lassen. FRITZ! nennt als Beispiel eine Routine, die erst startet, wenn der letzte Bewohner mit seinem Smartphone das Haus verlassen hat. Bisher hätte schon das erste Handy, das die Zone verlässt, die Heizung herunterregeln können. Für Familien und Wohngemeinschaften ist das die nützlichste Änderung des Updates.

Ältere Versionen haben die Routinen schon schrittweise erweitert. Laut Update-Datei der FRITZ!Box 7690 lassen sie sich unter anderem durch eine feste oder astronomische Uhrzeit, eine erreichte Soll-Temperatur oder ein Ereignis der FRITZ!Box auslösen. Mit der neuen Verknüpfung lassen sich diese Bausteine nun kombinieren.

Zonen in der FRITZ!App Smart Home anlegen

Die Standortfunktion läuft über die FRITZ!App Smart Home auf dem Smartphone. Laut FRITZ! braucht sie mindestens iOS 17.0 oder Android 10.0. Außerdem muss die App dauerhaft auf den Standort zugreifen dürfen.

In der App führt das Menü zum Punkt „Geofencing“. Dort legen Nutzer einen neuen Ablauf an, geben ihm einen Namen und ziehen die Karte so, dass die Zone das eigene Zuhause abdeckt. Den Radius stellen sie selbst ein. Danach wählen sie, ob der Ablauf beim Betreten oder beim Verlassen der Zone startet und welche Vorlage, welches Szenario oder welche Routine er auslöst.

Jedes Smartphone im Haushalt braucht dafür die App und die Freigabe des Standorts. Fehlt ein Gerät, kann die Routine den Bewohner nicht berücksichtigen. Was beim Datenschutz und bei der Genauigkeit von Zonen zu bedenken ist, haben wir am Beispiel von Geofencing bei Homematic IP beschrieben.

Drei Beispiele für sinnvolle Routinen

Wie die neuen Möglichkeiten im Alltag aussehen können, zeigen drei Beispiele. Sie beruhen auf den Auslösern und Aktionen, die FRITZ! in Update-Datei und Wissensdatenbank beschreibt. Die genauen Werte muss jeder Haushalt an die eigene Wohnung anpassen.

Ziel Auslöser Aktion
Heizung herunterregeln, wenn niemand zu Hause ist Letztes Smartphone verlässt die Zone Vorlage mit abgesenkter Temperatur für alle Heizkörperregler
Wohnung vor der Rückkehr anwärmen Erstes Smartphone betritt die Zone Vorlage mit Komforttemperatur, Licht im Flur einschalten
Im Urlaub bewohnt wirken Astronomische Uhrzeit wie der Sonnenuntergang Lampe an einer smarten Steckdose einschalten

Bei Heizkörperreglern ist die Verzögerung wichtig. Wer nur kurz zum Bäcker geht, will nicht, dass die Wohnung sofort auskühlt. Eine verzögerte Routine startet erst, wenn die Bedingung eine Weile erfüllt bleibt.

Abschalten bei Überlast für smarte Steckdosen

Die zweite Neuerung betrifft die Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210. Mit der Funktion „Abschalten bei Überlast“ schaltet die FRITZ!Box eine Steckdose aus, wenn ein angeschlossenes Gerät eine festgelegte Leistung für eine festgelegte Dauer überschreitet. Beide Werte bestimmen Nutzer selbst.

FRITZ! begründet die Funktion mit der Sicherheit. Sie kann helfen, wenn an einer Steckdose plötzlich ein Gerät mit hoher Leistung hängt oder ein Gerät mehr zieht als üblich. Eine Sicherung im Stromkreis oder einen Fehlerstromschutzschalter ersetzt sie nicht. Laut Hersteller soll auch die angekündigte Indoor-Steckdose FRITZ!Smart Energy 201 die Funktion bekommen.

Sinnvoll ist ein Grenzwert, der etwas über dem normalen Verbrauch des angeschlossenen Geräts liegt. Den normalen Verbrauch zeigt die FRITZ!Box für die Steckdose an. Wie sich smarte Steckdosen grundsätzlich sicher einrichten lassen, erklärt unser Ratgeber Smarte Steckdose einrichten.

Weitere Änderungen, die Nutzer kennen sollten

Das Update bringt einen DNS-Filter. Damit kann die FRITZ!Box den Zugriff von Geräten im Heim- und Gastnetz auf bestimmte Internetadressen sperren. Nutzer können dafür öffentlich verfügbare Filterlisten einlesen, etwa gegen Werbung, Tracker, Schadsoftware oder Phishing-Seiten.

Für Telefone gibt es einen „Einfachen Modus“ am FRITZ!Fon. Er reduziert die Menüs auf das Telefonieren und erlaubt bis zu vier Notfallkontakte, die das Telefon im Ernstfall nacheinander anruft. FRITZ! richtet den Modus ausdrücklich an ältere und weniger technikaffine Menschen.

Eine Änderung in Version 8.51 kann im Heimnetz auffallen. Die Domain „fritz.box“ wird nicht mehr standardmäßig über DHCP an die Geräte verteilt. Wer Geräte im Netz bisher nur mit ihrem kurzen Namen aufgerufen hat, muss eventuell den vollständigen Namen eingeben.

Die Benutzeroberfläche selbst bleibt laut Update-Datei unter fritz.box erreichbar, zusätzlich unterstützt die Box Namen wie fritzbox.local. Wer die FRITZ!Box 5690 Pro als Matter-Bridge nutzen möchte, findet Hinweise in unserem Beitrag zur Matter-Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro.

Checkliste für die Einrichtung

  • In der Oberfläche unter fritz.box die installierte FRITZ!OS-Version prüfen.
  • Automatische Updates einschalten oder das Update manuell starten, sobald es für das eigene Modell verfügbar ist.
  • Vor dem Update eine Sicherung der Einstellungen speichern.
  • Vorlagen und Szenarien für Heizung, Licht und Steckdosen anlegen, bevor Routinen gebaut werden.
  • FRITZ!App Smart Home auf allen Smartphones im Haushalt installieren und den Standortzugriff dauerhaft erlauben.
  • Zone um das Zuhause mit passendem Radius anlegen und die Routine für den letzten Bewohner testen.
  • Für Steckdosen mit Heizgeräten oder Werkzeug einen Überlast-Grenzwert über dem Normalverbrauch setzen.
  • Nach Version 8.51 prüfen, ob Geräte im Heimnetz unter ihren Namen weiter erreichbar sind.

Einordnung

Die neuen Routinen beheben eine Schwäche der bisherigen Automatisierung. Bisher reagierte das Smart Home auf einzelne Ereignisse, jetzt kann es den Haushalt als Ganzes berücksichtigen. Vor allem bei der Heizungssteuerung mit Thermostaten von FRITZ! zahlt sich das aus.

Besitzer älterer Modelle wie der 7590 müssen noch warten. FRITZ! hat den Roll-out für alle aktuellen Modelle angekündigt, nennt aber keine Termine je Gerät. Bis dahin funktionieren bestehende Routinen unverändert weiter.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.