Automobil

VW ID. Tiguan: Elektrischer SUV bringt physische Tasten zurück

Volkswagen stellt den elektrischen ID. Tiguan vor. Neben bis zu 600 Kilometern WLTP-Reichweite rückt die Bedienung mit echten Tasten in den Mittelpunkt.

Von Wolfgang

10. Okt. 20264 Min. Lesezeit

Konzeptionelle Illustration zum Thema VW ID. Tiguan: Elektrischer SUV bringt physische Tasten zurück

Volkswagen bringt einen bekannten Namen in seine Elektroflotte: Der am 9. Oktober vorgestellte ID. Tiguan soll Anfang 2027 die Modelle ID.4 und ID.5 ablösen. Der Vorverkauf startet nach Herstellerangaben am 13. Oktober, in Deutschland zu Preisen ab 42.695 Euro. Auffällig ist neben dem neuen Namen vor allem die Bedienung: Wichtige Funktionen erhalten wieder physische Tasten. Volkswagen

Das betrifft das Lenkrad, die Klimabedienung und die Fensterheber. Für die Lautstärke und den Wechsel von Sendern oder Titeln nennt VW einen Regler in der Mittelkonsole. Die Neuerungen richten den Blick auf eine Frage, die im Auto sehr praktisch ist: Welche Handlung lässt sich im Fahren schnell und eindeutig auslösen?

Ein Knopf hat einen Ort

Ein Touchscreen kann viele Funktionen auf derselben Fläche anbieten. Das spart separate Bedienelemente und erlaubt unterschiedliche Ansichten. Eine feste Taste besitzt dagegen eine gleichbleibende Position und einen fühlbaren Druckpunkt. Der Finger bekommt eine Rückmeldung, während die Augen sich wieder der Straße zuwenden können.

Das lässt sich an der Temperaturregelung erklären. Wer im Innenraum die Wärme verändern möchte, muss die Funktion zunächst finden und anschließend den gewünschten Wert einstellen. Bei einer eigenen Tastenleiste sind diese Schritte räumlich gebündelt. Bei einer Bildschirmoberfläche hängt der Weg zusätzlich davon ab, welche Ansicht gerade geöffnet ist.

Entscheidend ist die Zuordnung. Eine gut erkennbare Taste erleichtert eine häufige Handlung. Ein unklar beschrifteter Knopf kann trotzdem Fragen aufwerfen. Ebenso kann ein übersichtlich gestalteter Bildschirm für seltene Einstellungen sinnvoll sein. Die passende Mischung entsteht aus den Aufgaben, die Menschen während einer Fahrt erledigen.

Volkswagen beschreibt für den ID. Tiguan vier Fensterheberschalter auf der Fahrerseite und ein Lenkrad mit physischen Tasten. Die Klimagrundfunktionen wandern in eine Tastenleiste in der Mittelkonsole. Damit werden mehrere wiederkehrende Eingriffe unmittelbar erreichbar. Ausstattungsbeschreibung

Reichweite und Leistung hängen an der Version

VW kündigt für die Modellreihe bis zu 220 Kilowatt Leistung, entsprechend 299 PS, und bis zu 600 Kilometer WLTP-Reichweite an. Auch eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen gehört zu den genannten Eckdaten. Diese Höchstwerte sind versionsabhängig. Für einen konkreten Kaufvergleich zählen deshalb die Angaben der jeweils ausgewählten Ausführung. Technische Eckdaten

Eine Reichweitenzahl dient als gemeinsame Vergleichsgröße. Auf der eigenen Strecke verändern Geschwindigkeit, Temperatur und Nutzung des Fahrzeugs den Energiebedarf. Besonders ein Anhänger verändert die Aufgabe deutlich: Das Auto bewegt zusätzliche Masse und muss je nach Aufbau auch einen größeren Luftwiderstand überwinden. Die passende Version ergibt sich daher aus dem geplanten Einsatz.

Prinzipdarstellung von Tastenbedienung und Rekuperation im Elektroauto
Bedienung und Energierückgewinnung als Prinzipbild; keine Wiedergabe des konkreten Modells. (Quelle: KI generiert)

Verzögern bis zum Stillstand

Zum angekündigten Funktionsumfang gehört One-Pedal-Driving, also eine starke Verzögerung beim Zurücknehmen des Fahrpedals bis zum Stillstand. Dabei kann der elektrische Antrieb Bewegungsenergie zurückgewinnen. Der Motor arbeitet in dieser Phase als Generator und führt elektrische Energie zur Batterie zurück.

Für Fahrer verändert das den Ablauf einer alltäglichen Handlung. Statt Beschleunigung und Verzögerung stets über zwei getrennte Pedale zu dosieren, lässt sich ein Teil der Geschwindigkeitsregelung über das Fahrpedal erledigen. Wie angenehm sich das anfühlt, hängt auch von der Abstimmung der Verzögerung ab. Diese Frage wird sich bei Fahrten mit dem Serienmodell beantworten lassen.

Die beiden Neuerungen betreffen unterschiedliche Ebenen. Rekuperation verändert den Umgang mit der Bewegung des Fahrzeugs. Physische Tasten verändern den Zugang zu seinen Funktionen. Gemeinsam machen sie deutlich, dass sich ein Elektroauto auch durch die Bedienung im Alltag unterscheidet.

Bei der Bedienung lohnt sich außerdem der Blick auf die Reihenfolge eines Handgriffs. Wie schnell findet man eine Funktion, wie eindeutig verändert sich der Wert, und wo erscheint die Rückmeldung? Diese drei Schritte lassen sich am stehenden Auto ausprobieren. Wer das vor der Entscheidung bewusst prüft, vergleicht mehr als die Anzahl der Bildschirme. Gerade häufige Funktionen wie Temperatur und Lautstärke zeigen, ob eine Oberfläche zu den eigenen Gewohnheiten passt.

Wer den ID. Tiguan nach dem Vorverkaufsstart vergleicht, kann deshalb mit zwei konkreten Prüfungen beginnen: Welche Ausführung passt zu Strecke und Anhängerbedarf, und sind die häufigsten Handgriffe an den erwarteten Stellen erreichbar? Die neue Modellbezeichnung ist schnell verstanden. Ihren praktischen Wert müssen Reichweite, Ausstattung und Bedienung zusammen einlösen.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.