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TSMCs Zwei-Nanometer-Chips erreichen acht Prozent des Waferumsatzes

TSMC meldet für das dritte Quartal einen wachsenden Beitrag seiner neuesten Fertigungstechnik. Der Umsatzanteil zeigt den Produktionshochlauf, lässt sich aber nicht als Anteil aller ausgelieferten Chips lesen.

Von Wolfgang

16. Okt. 20264 Min. Lesezeit

Fotorealistisch anmutender großer Halbleiterwafer in Reinraumumgebung, eine klare Mikrochipebene als zurückhaltende grafische Ergänzung.

Ein neues Chipverfahren wird wirtschaftlich sichtbar, wenn es mehr als einzelne Muster liefert. Bei TSMC entfielen im dritten Quartal 2026 acht Prozent des Waferumsatzes auf die Zwei-Nanometer-Technik. Das Unternehmen veröffentlichte die Quartalszahlen am 15. Oktober. Der Gesamtumsatz lag bei 46,72 Milliarden US-Dollar.

Für die Einordnung der acht Prozent zählt das Wort Waferumsatz. Ein Wafer ist die Halbleiterscheibe, auf der viele Chips hergestellt werden. Der Umsatzanteil beschreibt den Wert der entsprechenden Fertigungsleistungen. Er verrät weder unmittelbar den Anteil aller produzierten Chips noch, wie viele Endgeräte damit ausgestattet werden.

Unterschiedliche Verfahren laufen gleichzeitig

Die neue Generation ersetzt ältere Fertigungsverfahren nicht schlagartig. TSMC nennt für drei Nanometer einen Anteil von 33 Prozent am Waferumsatz, für fünf Nanometer 28 Prozent und für sieben Nanometer zehn Prozent. Zusammen mit den acht Prozent für zwei Nanometer ergeben diese Kategorien 79 Prozent.

Dass mehrere Generationen parallel wichtig bleiben, folgt aus den unterschiedlichen Aufgaben von Chips. Ein Bauteil muss zu seinem Leistungsbedarf, seinen Kosten und seinem vorgesehenen Einsatz passen. Die neueste Technik ist ein möglicher Baustein dieser Entscheidung. Bestehende Entwürfe und eingeführte Fertigungsprozesse bleiben daneben Teil des Produktionssystems.

Die Bezeichnung in Nanometern ordnet dabei eine Prozessgeneration ein. Für die Eigenschaften eines fertigen Produkts reicht dieses Etikett allein nicht aus. Chiparchitektur, Speicheranbindung und Gehäuse spielen ebenfalls mit. Wer einen Laptop oder ein Smartphone beurteilt, benötigt deshalb Angaben zum tatsächlichen Gerät und dessen gemessener Leistung.

Schematische Wafer verdeutlichen den Unterschied zwischen Anzahl der Chips und ihrem Umsatzbeitrag.
Schematische Darstellung: Schematische Wafer verdeutlichen den Unterschied zwischen Anzahl der Chips und ihrem Umsatzbeitrag. (Quelle: KI generiert)

Acht Prozent sind keine Stückzahl

Umsatzanteile und Produktionsmengen können sich erheblich unterscheiden. Das lässt sich an einem vereinfachten Beispiel zeigen: Wenn eine Fertigungsleistung pro Scheibe teurer ist als eine andere, kann sie denselben Umsatz bereits mit weniger Scheiben erreichen. Auch die Anzahl nutzbarer Chips pro Scheibe hängt vom konkreten Entwurf und der Fertigung ab.

Für eine Umrechnung wären daher weitere Informationen nötig. Man müsste unter anderem Preise, Produktmischung und Größen der jeweiligen Chips kennen. Der veröffentlichte Anteil ist als wirtschaftliche Kennzahl aussagekräftig, beantwortet aber eine andere Frage als eine Zählung von Prozessoren.

Der Hochlauf einer neuen Technik lässt sich trotzdem daran beobachten. Wenn das Verfahren erstmals einen sichtbaren Teil des Geschäfts trägt, ist es in der laufenden Produktion angekommen. Die Größe dieses Beitrags sollte man mit derselben Definition über mehrere Quartale vergleichen. Dann bleibt erkennbar, ob der Anteil wächst und wie sich die übrigen Generationen daneben entwickeln.

Auch ein Vergleich über mehrere Quartale sollte den Nenner im Blick behalten. Der Anteil einer neuen Technik kann steigen, weil ihr eigener Umsatz wächst, weil andere Verfahren weniger beitragen oder weil beides zusammenkommt. Für das Verständnis eines Hochlaufs ist deshalb hilfreich, neben der Mischung auch die Entwicklung des Gesamtgeschäfts zu betrachten. Ein Prozentwert erzählt immer eine Beziehung.

Wachstum hängt auch an der Währung

TSMC weist das jährliche Umsatzwachstum sowohl in Taiwan-Dollar als auch in US-Dollar aus. Die Werte liegen bei 50,9 beziehungsweise 41,2 Prozent. Beide Angaben gehören zu derselben Berichtsperiode, verwenden aber unterschiedliche Währungen. Wer die Entwicklung vergleicht, muss deshalb auf die gewählte Basis achten.

Ein ähnlicher Unterschied besteht zwischen Ergebnis und Ausblick. Für das vierte Quartal erwartet die Unternehmensleitung einen Umsatz zwischen 52,3 und 54,3 Milliarden US-Dollar. Das ist die aktuelle Planungsspanne des Managements. Das dritte Quartal ist dagegen abgeschlossen und Teil des veröffentlichten Zahlenwerks.

Für Technikinteressierte liegt die zentrale Entwicklung in der Mischung der Verfahren. Zwei Nanometer tragen bereits zum Geschäft bei, während drei und fünf Nanometer zusammen den deutlich größeren Anteil stellen. Der Übergang zu einer neuen Generation findet somit innerhalb einer laufenden, vielfältigen Produktion statt.

Das erklärt auch, warum Chipfortschritt selten an einem einzigen Startdatum hängt. Zwischen der Vorstellung eines Verfahrens und seiner breiten Nutzung liegen Entwurfsentscheidungen, Fertigungsaufbau und die Einführung passender Produkte. Die Quartalszahlen zeigen einen Ausschnitt dieses Weges: Der neue Prozess gewinnt einen messbaren Platz, während das übrige Geschäft weiterläuft.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.