
Apple bringt das MacBook Pro erstmals mit OLED-Bildschirm und Touch-Bedienung. In Deutschland kostet das neue Modell mindestens 3.299 Euro. Das bisherige MacBook Pro bleibt im Angebot und ist günstiger.
Apple hat am 28. Oktober 2026 ein neues MacBook Pro mit dem Namen MacBook Pro mit PROLED XDR Display vorgestellt. Es ist der erste Mac, den Nutzer über den Bildschirm per Finger bedienen können. Für Käufer in Deutschland stellt sich die Frage, ob sich der Aufpreis lohnt oder ob das ältere Modell reicht.
Kurz gesagt
Das neue MacBook Pro hat ein Tandem-OLED-Display, einen Touchscreen und die Chips M5 Pro oder M5 Max. Es kostet in Deutschland ab 3.299 Euro und wird laut Apple ab dem 6. November ausgeliefert. Wer keinen Touchscreen und kein OLED braucht, bekommt das bisherige MacBook Pro mit M5 Pro ab 2.899 Euro.
Was das neue Display kann
Apple verbaut erstmals ein sogenanntes Tandem-OLED-Panel mit zwei selbstleuchtenden Pixelschichten. Laut Pressemitteilung erreicht es bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit für HDR- und SDR-Inhalte und ein Kontrastverhältnis von 10.000.000 zu 1. Die Bildwiederholrate passt sich zwischen 10 und 120 Hz an.
Zum Vergleich nennt Apple für das bisherige MacBook Pro mit Mini-LED-Bildschirm ein Kontrastverhältnis von 1.000.000 zu 1 und bis zu 1.600 Nits Spitzenhelligkeit. Neu ist außerdem die Abdeckung des Farbraums Adobe RGB zusätzlich zu P3. Das ist vor allem für Fotografen und Druckvorstufe interessant.
Die Bildschirme wachsen leicht. Das kleine Modell misst 14,2 Zoll, das große 16,3 Zoll in der Diagonale. Eine Option mit Nanotexturglas gegen Spiegelungen gibt es weiterhin gegen Aufpreis.
Touch und Dynamic Island auf dem Mac
Der Touch-Sensor sitzt laut Apple direkt im Displaypanel. Nutzer können wischen, zoomen und Fenster per Fingertipp verschieben. Viele bestehende Apps funktionieren sofort, weil macOS Berührungen automatisch als Klicks umsetzt.
Ein neu entwickeltes Scharnier soll das Display beim Tippen stabil halten. Apple nennt zudem Drittanbieter-Apps wie Microsoft Word, Zoom oder Adobe Lightroom, die Touch unterstützen sollen. Diese Anpassungen sind laut Fußnote aber erst später in diesem Jahr verfügbar.
Die Dynamic Island vom iPhone kommt ebenfalls auf den Mac. Dort zeigt sie Live-Aktivitäten wie Anrufe, Musik oder AirDrop-Anfragen an. Den neuen Sprachassistenten Siri AI bietet Apple laut Fußnote der Pressemitteilung bislang nicht auf Deutsch an.
Leichter, schneller und mit mehr Speicher
Das 14-Zoll-Modell wiegt laut Apple 1,38 kg und ist damit rund 230 g leichter als bisher. Das 16-Zoll-Modell kommt auf 1,82 kg, etwa 320 g weniger. Die Batterielaufzeit gibt Apple mit bis zu 24 Stunden an, gemessen in eigenen Tests im September 2026.
Im Inneren arbeiten die Chips M5 Pro oder M5 Max mit bis zu 128 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Der SSD-Speicher lässt sich auf bis zu 16 TB erweitern. An Anschlüssen bietet das Gerät drei Thunderbolt-5-Ports, HDMI, einen SDXC-Kartenleser, MagSafe und eine Kopfhörerbuchse.
Mit dem M5 Pro lassen sich bis zu drei externe Displays anschließen, mit dem M5 Max bis zu vier. Per Schnellladen erreicht der Akku laut Apple in 30 Minuten bis zu 50 Prozent. Drahtlos funkt das Gerät mit WLAN 7 und Bluetooth 6.
Das kostet das neue MacBook Pro in Deutschland
Im deutschen Apple Online Store kostet das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro ab 3.299 Euro. Das 16-Zoll-Modell mit M5 Pro startet bei 3.899 Euro. Mit M5 Max verlangt Apple für das 16-Zoll-Gerät ab 5.599 Euro.
Beim 14-Zoll-Modell mit M5 Max zeigt der Store 5.199 Euro an. In der deutschen Pressemitteilung nennt Apple dagegen 5.119 Euro. Käufer sollten den Preis im Warenkorb prüfen, bevor sie bestellen.
Das Nanotexturglas kostet beim 14-Zoll-Modell mit M5 Pro 165 Euro Aufpreis, die Konfiguration liegt dann bei 3.464 Euro. Studierende und Lehrkräfte zahlen laut Apple für das 14-Zoll-Einstiegsmodell 3.129 Euro. Im Store steht das Gerät mit dem Hinweis, dass es ab dem 6. November erhältlich ist.
Das bisherige MacBook Pro als Alternative
Apple verkauft das MacBook Pro mit Mini-LED-Display parallel weiter. Das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro kostet im Store ab 2.899 Euro, also 400 Euro weniger als das neue Einstiegsmodell. Beim 16-Zoll-Gerät mit M5 Pro liegt der Unterschied mit 3.399 zu 3.899 Euro bei 500 Euro.
Noch günstiger ist das 14-Zoll-Modell mit dem M6 Chip ab 2.299 Euro. Für Büroarbeit, Programmierung oder gelegentliche Videobearbeitung reicht diese Leistung in vielen Fällen. Wichtig ist bei jedem Mac die Wahl des Arbeitsspeichers, weil er sich später nicht aufrüsten lässt. Wie viel Speicher lokale KI-Anwendungen brauchen, erklärt unser Ratgeber zu Speicher und lokaler KI.
Für wen sich Kaufen oder Warten lohnt
Das neue Modell richtet sich vor allem an Foto- und Videoprofis, die ein farbgenaues Display unterwegs brauchen. Auch Musiker und Grafiker profitieren von der Touch-Bedienung. Für sie kann der Aufpreis von 400 bis 500 Euro gerechtfertigt sein.
Wer vor allem mit Tastatur und Trackpad arbeitet, hat vom Touchscreen wenig. Hier ist das bisherige Modell die vernünftigere Wahl. Bei einem Gerät für mehrere Jahre lohnt auch ein Blick auf Reparatur und Folgekosten, wie unser Beitrag zum MacBook-Kauf zeigt.
Abwarten kann sinnvoll sein, bis erste unabhängige Tests zu Display und Akkulaufzeit vorliegen. Die Angaben zu Helligkeit und Laufzeit stammen bislang allein von Apple. Wer grundsätzlich ein aufrüstbares Gerät sucht, findet in unserem Text über modulare Laptops Alternativen.
Wer umsteigt, kann seinen alten Computer über das Programm Apple Trade In in Zahlung geben. Den Wert des eigenen Geräts zeigt Apple online an. Vor dem Wechsel sollte ein vollständiges Backup stehen, etwa mit Time Machine.
Quellen
- Apple Newsroom (DE), Pressemitteilung vom 28. Oktober 2026
- Apple Newsroom (US), Pressemitteilung vom 28. Oktober 2026
- Apple Store Deutschland, MacBook Pro mit PROLED XDR Display
- Apple Store Deutschland, MacBook Pro
- Apple Deutschland, MacBook Pro Modellvergleich
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