Ab dem 7. September 2026 sollen Köln und Aachen eine direkte ICE-Verbindung nach Antwerpen bekommen. DB und SNCB kündigen zwei tägliche Züge je Richtung an. Sie ergänzen das bisherige Brüssel-Angebot und halten unterwegs auch am Brüsseler Flughafen.

In Köln oder Aachen einsteigen und bis Antwerpen-Centraal im selben Zug bleiben: Das ist die wesentliche Erleichterung der angekündigten ICE-Verbindung. Wer mit Gepäck oder Kinderwagen reist, muss unterwegs nicht noch einmal alles zusammenpacken und zum Anschlusszug bringen. Aus einer Reise mit Zugwechsel wird auf diesem Abschnitt eine durchgehende Fahrt – ohne dass Antwerpen dafür der einzige Halt unterwegs sein muss.
Vorgesehen sind täglich zwei Züge von Köln nach Antwerpen und zwei in Gegenrichtung. DB und SNCB nennen den 7. September 2026 als Starttermin. Es geht dabei um den angekündigten Beginn des Angebots, nicht um eine hier bereits bestätigte erste Fahrt. Für den Einsatz auf der Strecke kündigt die Deutsche Bahn den ICE 3neo an.
Antwerpen ergänzt das bisherige Brüssel-Angebot
Die neue Route führt von Köln über Aachen, Liège, Leuven und den Brüsseler Flughafen nach Antwerpen-Centraal. Sie ergänzt die bestehenden ICE-Verbindungen zwischen Brüssel, Köln und Frankfurt. Das bisherige Angebot wird also nicht durch eine andere Linienführung ersetzt. Vielmehr kommt eine durchgehende Verbindung hinzu, die weitere belgische Ziele an Köln und Aachen anschließt.
Das ist für Antwerpen eine konkrete Veränderung gegenüber bisherigen DB-Reisen, bei denen etwa in Brüssel ein Umstieg nötig war. Neu ist allerdings die ICE-Direktverbindung, nicht die Bahnverbindung zwischen Deutschland und Antwerpen überhaupt. Der Fortschritt liegt hier in der Durchbindung: Die Reisenden erreichen Antwerpen mit diesem Angebot ohne den bisher auf solchen Verbindungen erforderlichen Zugwechsel.
Die Erweiterung hat bereits eine Ankündigungsgeschichte. Die DB führte die zusätzlichen Antwerpen-Zugpaare in ihren Informationen zum Fahrplanwechsel für Nordrhein-Westfalen auf. Im Februar folgte die Ankündigung der Zusammenarbeit mit Brussels Airlines. Der Flughafenhalt und die Weiterfahrt nach Antwerpen gehören damit zu derselben Angebotsentwicklung; es handelt sich nicht um zwei voneinander unabhängige neue Strecken.
Wichtig für das Verständnis der Route ist der Halt am Brüsseler Flughafen. Er ist nicht mit den Innenstadtbahnhöfen Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid oder Bruxelles-Nord/Brussel-Noord gleichzusetzen. Die Antwerpen-Züge sind deshalb keine bloße Verlängerung jeder bisherigen Brüssel-Fahrt. Sie verbinden die Reise nach Antwerpen mit der Anbindung von Leuven und dem Flughafen.
Was die durchgehende Fahrt tatsächlich erleichtert
Der Nutzen lässt sich auch ohne versprochene Minutenersparnis benennen: Wer in Köln oder Aachen einen dieser Züge nimmt, muss auf dem Weg nach Antwerpen keinen Anschlusszug erreichen. Damit entfällt ein Übergang, der sonst zur Reise gehört – vom Aussteigen über den Weg zum nächsten Gleis bis zum erneuten Einsteigen. Das ist eine praktische Vereinfachung, aber kein Beleg für höhere Pünktlichkeit oder eine grundsätzlich kürzere Reisezeit.
Mit zwei täglichen Fahrten je Richtung bleibt die Direktverbindung ein begrenztes Zusatzangebot, kein dichter Takt. Auch macht sie nicht ganz Nordrhein-Westfalen umsteigefrei erreichbar: Köln und Aachen sind die deutschen Halte, aus anderen Städten kann ein Zubringer nötig bleiben. Ob die neue Fahrt zeitlich und preislich passt, hängt vom konkreten Reisetag ab. Für die laufende Orientierung unterwegs erklärt unser Beitrag über Reiseinformationen und Anschlussplanung im DB Navigator, wie Fahrplan, Gleiswechsel und Störungsmeldungen zusammenspielen.
Der Flughafenhalt erfüllt zusätzlich eine eigene Aufgabe. DB und Brussels Airlines kündigen ein Express-Rail-Angebot an, bei dem sich Bahn- und Flugreise gemeinsam buchen lassen. Die angekündigte Anschlussgarantie bei Verspätungen gehört ausdrücklich zu diesem kombinierten Angebot, nicht zu separat gekauften Tickets. Aktuelle Detailbedingungen sind durch die vorliegenden Ankündigungen nicht geklärt.
Für Antwerpen-Reisende bleibt der Flughafen dagegen ein Zwischenhalt; ein Flugticket brauchen sie nicht. Entscheidend ist, ob eine der beiden täglichen Direktfahrten zur eigenen Reise passt. Dann wird aus Köln oder Aachen eine durchgehende Bahnfahrt bis Antwerpen-Centraal. Der Gewinn besteht nicht in einem pauschalen Versprechen von schnellerem oder günstigerem Reisen, sondern darin, Antwerpen mit einem Zugwechsel weniger zu erreichen.
Quellen und weiterführende Informationen
- SNCB International: ICE-Angebot mit angekündigter Direktverbindung Antwerpen–Köln
- Deutsche Bahn: Neue Verbindung über den Flughafen Brüssel und Kooperation mit Brussels Airlines
- Deutsche Bahn: Ankündigung der zusätzlichen Antwerpen-Zugpaare für Nordrhein-Westfalen
- Brussels Airlines: Ankündigung des gemeinsamen Express-Rail-Angebots
Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.