Automobil

Rollator im Bus: Rheinbahn lädt zum Training in Mettmann

Am 18. September übt die Rheinbahn in Mettmann Busfahrten mit Rollator: vom Einstieg bis zur Hilfe. Was geplant ist und wie die Anmeldung funktioniert.

Von Wolfgang

08. Sep. 20264 Min. Lesezeit

Rollator im Bus: Rheinbahn lädt zum Training in Mettmann

Am 18. September übt die Rheinbahn in Mettmann Busfahrten mit Rollator: vom Einstieg bis zur Hilfe. Was geplant ist und wie die Anmeldung funktioniert.

Ein abgesenkter Bus erleichtert den Einstieg. Wer mit einem Rollator unterwegs ist, muss danach aber auch einen geeigneten Sitzplatz erreichen, den Ausstieg vorbereiten und bei Bedarf Hilfe bekommen. Diese Abläufe stehen im Mittelpunkt einer Rollatorenschulung der Rheinbahn: Am 18. September 2026 soll sie von 10 bis 14 Uhr an der Bushaltestelle Jubiläumsplatz, Steig 3, in Mettmann stattfinden.

Das Angebot gehört zur Europäischen Mobilitätswoche im Kreis Mettmann. Es richtet sich an ältere Menschen und an Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, die einen Rollator oder Gehstock nutzen. Gemeinsam wird mit viel Zeit und Ruhe geübt; hinzu kommt individuelle Beratung. Dabei geht es um mehr als die Schwelle an der Bustür: Die einzelnen Schritte sollen so vertraut werden, dass sich eine Fahrt im Alltag möglichst selbstständig bewältigen lässt.

Von der Haltestelle bis zum Sitzplatz

Die Vorbereitung beginnt schon vor dem Einstieg. Wo steht man sicher und so, dass das Fahrpersonal einen gut sehen kann? Wie gelangt man in den Bus und anschließend zu einem geeigneten Sitzplatz? Die angekündigte Schulung behandelt diese Fragen ebenso wie Sicherheitsvorkehrungen, den Ausstieg und die Möglichkeiten, Hilfe zu erhalten. Wer bei einem dieser Schritte unsicher ist, kann das in der Beratung ansprechen.

Die Fahrzeugtechnik unterstützt den Einstieg. Nach Angaben der Rheinbahn sind ihre Busse Niederflurbusse, haben also einen niedrig liegenden Fahrzeugboden. Zusätzlich können sie sich absenken, um den Höhenunterschied beim Einsteigen zu verringern. Als barrierefreien Einstieg nennt die Rheinbahn bei ihren Bussen die zweite Tür. Damit diese Hilfen im Alltag nützen, muss man jedoch auch wissen, wo sie verfügbar sind und wie man sie anfordert.

Für den Ausstieg verweist die Rheinbahn auf den niedrig angebrachten Knopf mit Rollstuhl-Symbol. Fahrgäste sollen ihn vor dem Aussteigen drücken, damit das Fahrpersonal den Bus absenkt. Der Knopf verbindet damit einen eigenen Vorbereitungsschritt mit der technischen Unterstützung. Das Training bietet Gelegenheit, solche Abläufe in Ruhe zu besprechen und zu üben, statt Fragen erst während einer regulären Fahrt klären zu müssen.

Warum der Rollator keinen Bussitz ersetzt

Mit dem Einstieg ist die Fahrt noch nicht sicher bewältigt. Ein Rollator unterstützt beim Gehen, seine Sitzfläche ersetzt während der Busfahrt aber keinen Fahrgastsitz. Einen ausdrücklichen Sicherheitshinweis dazu gibt die MTV in ihrer Rollatorbroschüre für den Main-Taunus-Kreis: Auch wenn kein freier Bussitz verfügbar ist, soll man während der Fahrt niemals auf der Rollatorsitzfläche sitzen. Bei einer Notbremsung besteht ein hohes Verletzungsrisiko.

Als ergänzende Orientierung empfiehlt die MTV einen regulären Sitzplatz in der Nähe und das Festhalten während der Fahrt. Sie rät außerdem, andere Fahrgäste freundlich um Unterstützung oder einen Sitzplatz zu bitten. Wer beim Ein- oder Aussteigen Hilfe benötigt, soll das Fahrpersonal ansprechen. Hilfe zu organisieren gehört damit ebenso zur Vorbereitung wie das Wissen um Türen und Bedienelemente.

In Mettmann ist die Suche nach einem geeigneten Sitzplatz ausdrücklich Teil des angekündigten Trainings. Das ist wichtig, weil der erleichterte Zugang allein die anschließende Fahrt noch nicht löst. Die individuelle Beratung soll helfen, eigene Unsicherheiten abzubauen und Hilfestellungen für den Alltag zu finden – vom sichtbaren Standort an der Haltestelle bis zur Frage, wen man um Unterstützung bitten kann.

Übung hilft – die Haltestelle muss ebenfalls passen

Vertraute Abläufe können die Busnutzung erleichtern, eine ungünstige Haltestelle verändern sie jedoch nicht. Die Rheinbahn unterscheidet zwischen barrierefreien und teilweise barrierefreien Haltestellen. Die MTV nennt bauliche Gestaltung, enge Straßen und parkende Autos als mögliche Ursachen für größere Abstände zwischen Bus und Bordstein. Das sind allgemeine Grenzen des Einstiegs, keine festgestellten Mängel am Jubiläumsplatz.

Für eine ganze Fahrt lohnt sich deshalb auch der Blick auf den weiteren Weg und mögliche Umstiege. Bei bestellbaren Verkehren kann es beispielsweise wichtig sein, den Rollator schon bei der Buchung anzugeben. Welche Fragen dabei zu beachten sind, zeigt unser Beitrag über Buchung und Mitnahmebedingungen beim Rufbus im VGN-Gebiet. Dort gelten eigene regionale Regeln; der Beitrag ist eine Vertiefung zur Fahrtvorbereitung, keine Anleitung für die Rheinbahn.

Wer am Training in Mettmann teilnehmen möchte, findet im offiziellen Programm zwei Anmeldewege: telefonisch unter 02104 99-2612 oder per E-Mail an mobilitaet@kreis-mettmann.de. Fragen zu möglichen Kosten, einer Anmeldefrist und freien Plätzen lassen sich dort ebenfalls stellen. Zum Termin am Freitag, 18. September, von 10 bis 14 Uhr am Jubiläumsplatz, Steig 3 können Teilnehmende ihre Fragen zur eigenen Busnutzung mitbringen. So lässt sich konkret klären, welche Abläufe sie selbst bewältigen können und wo sie Unterstützung brauchen.

Quellen und weiterführende Informationen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.