Cache leeren & Cookies löschen: iPhone, Android, Windows & Mac


Seiten laden plötzlich falsch, ein Login klappt nicht mehr oder ein Shop zeigt alte Preise? Oft hilft es, den Cache leeren und Cookies zu löschen. Dabei entfernst du gespeicherte Zwischenstände (Cache) und kleine Website-Dateien (Cookies), die Browser für Tempo und Komfort anlegen. In dieser Anleitung gehst du Schritt für Schritt durch die wichtigsten Wege auf iPhone (Safari/Chrome), Android (Chrome), Windows (Edge/Chrome) und Mac (Safari/Chrome). Am Ende weißt du, wie du Browserdaten komplett oder nur für eine einzelne Website entfernst – ohne unnötig Passwörter oder Lesezeichen zu verlieren.

Einleitung

Du tippst eine Adresse ein, aber statt der erwarteten Seite erscheint ein leeres Layout. Oder du wirst auf einem Portal ständig wieder ausgeloggt. Vielleicht zeigt dein Smartphone bei einer Website immer noch die alte Version, obwohl Freunde längst ein neues Design sehen. Solche Probleme wirken erst mal mysteriös – und haben oft eine simple Ursache: Dein Browser hält an gespeicherten Daten fest, die nicht mehr sauber zur aktuellen Website passen.

Cache und Cookies sind grundsätzlich sinnvoll. Der Cache speichert Teile einer Website (Bilder, Skripte, Dateien), damit sie beim nächsten Besuch schneller lädt. Cookies merken sich zum Beispiel Logins, Warenkörbe oder Spracheinstellungen. Wenn diese Daten jedoch beschädigt sind, zu alt werden oder sich eine Website stark verändert, kann das Ergebnis nerven: Fehlermeldungen, falsche Inhalte, endlose Weiterleitungen oder Formulare, die nicht abschicken.

Die gute Nachricht: Du musst dafür weder Apps löschen noch ein Gerät zurücksetzen. Ein gezieltes Löschen der Browserdaten bringt viele Seiten wieder „auf Anfang“. Wichtig ist nur, dass du weißt, was du löschst – und ob du alles oder nur eine bestimmte Website zurücksetzt. Genau dabei führt dich die Anleitung sicher durch.

Grundlagen und Überblick

Damit du die richtige Option auswählst, lohnt ein kurzer Überblick. Cache (Zwischenspeicher) ist wie ein kleiner Vorrat an Website-Bausteinen auf deinem Gerät. Das spart Zeit und Datenvolumen, weil nicht alles bei jedem Besuch neu geladen werden muss. Cookies sind kleine Textdateien, mit denen Websites dich wiedererkennen können – zum Beispiel, um eingeloggt zu bleiben oder Einstellungen zu speichern.

Beides kann man einzeln oder gemeinsam löschen. Das ist hilfreich, wenn eine Website spinnt, du Werbe-Tracking reduzieren willst oder du einen Browser „aufräumen“ möchtest. Gleichzeitig hat das Nebenwirkungen: Nach dem Löschen von Cookies wirst du auf vielen Seiten abgemeldet, und manche Websites fragen erneut nach Cookie-Zustimmung.

Am schonendsten ist meistens: erst die Daten einer einzelnen Website löschen – und nur bei Bedarf danach alles.

Die Menünamen unterscheiden sich je nach System und Browser, das Prinzip ist aber überall ähnlich: Du findest es unter „Datenschutz“, „Website-Daten“ oder „Browserdaten löschen“. Auf iPhone und iPad liegt Safari besonders oft in der Einstellungen-App, während Chrome und Edge ihre Optionen direkt im Browser anbieten.

Wenn du mehrere Geräte nutzt, hilft eine kleine Orientierung: Auf iPhone ist Safari häufig der Standard, auf Android fast immer Chrome. Auf Windows ist Edge vorinstalliert, auf dem Mac ist Safari eng ins System integriert. Die Schritte unten sind so formuliert, dass du dich auch bei leicht abweichenden Versionen zurechtfindest.

Option oder Variante Beschreibung Geeignet für
Nur Cache löschen Entfernt zwischengespeicherte Dateien, Logins bleiben meist erhalten. Seiten zeigen alte Inhalte, Bilder fehlen, Layout ist kaputt.
Cookies löschen Setzt Website-Anmeldungen und viele Einstellungen zurück. Login-Probleme, ständiges Ausloggen, Cookie-Hinweise hängen fest.
Alles (Cache + Cookies) Kompletter Neustart für Websites im Browser. Hartnäckige Fehler, Weiterleitungs-Schleifen, „Seite funktioniert nicht“.
Nur eine Website löschen Entfernt Daten gezielt für eine Domain, der Rest bleibt unangetastet. Wenn nur ein Dienst Probleme macht, z. B. Shop oder Portal.

Vorbereitung und Voraussetzungen

Bevor du löschst, lohnt eine kurze Vorbereitung. So vermeidest du, dass du dich später aussperrst oder unnötig Daten verlierst. In den meisten Fällen ist das Ganze ungefährlich – aber Cookies können Logins entfernen, und manche Seiten nutzen sie für Zwei-Faktor-„Vertrauen“ auf einem Gerät.

Diese Checks kosten weniger als eine Minute und sparen später Nerven:

  • Wichtige Logins bereithalten: Wenn du Passwörter nicht im Passwortmanager gespeichert hast, notiere sie sicher oder stelle sicher, dass du Zugriff auf deine E-Mail für „Passwort vergessen“ hast.
  • Wähle zuerst die kleinste Maßnahme: Wenn möglich, lösche nur die Daten der betroffenen Website. Das reicht oft schon.
  • Browser schließen und neu öffnen: Manchmal reicht ein Neustart des Browsers, besonders nach Updates.
  • Prüfe, ob du im richtigen Browser bist: Auf iPhone kann ein Link in Safari öffnen, obwohl du sonst Chrome nutzt (oder umgekehrt).
  • Synchronisation im Blick behalten: Wenn du Chrome/Edge mit Konto synchronisierst, bleiben Lesezeichen und Passwörter normalerweise erhalten. Trotzdem: Lösche nicht aus Versehen „Passwörter“ oder „Formulardaten“ mit.

Wenn du ein Problem reproduzieren willst (zum Beispiel ein kaputter Login), hilft als Vorab-Test auch ein privates Fenster: In Safari heißt das „Privates Surfen“, in Chrome/Edge „Inkognito“ bzw. „InPrivate“. Damit siehst du schnell, ob alte Daten schuld sind. Wenn es im privaten Fenster funktioniert, ist Löschen oft die richtige Lösung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Unten findest du die Wege für die gängigsten Kombinationen. Die Menüpunkte können je nach Sprache und Version minimal abweichen. Orientiere dich an den Schlüsselwörtern „Datenschutz“, „Website-Daten“ und „Browserdaten löschen“.

  1. iPhone/iPad (Safari): Verlauf, Cookies und Website-Daten löschen
    Öffne die Einstellungen-App > scrolle zu Safari > tippe auf Verlauf und Websitedaten löschen und bestätige. Laut Apple entfernt das Verlauf, Cookies und andere Website-Daten in einem Schritt. Wenn du gezielt vorgehen willst: Einstellungen > Safari > Erweitert > Website-Daten und lösche einzelne Einträge oder „Alle Website-Daten entfernen“.
  2. Android (Chrome): Cache und Cookies löschen
    Öffne Chrome > tippe auf das Drei-Punkte-Menü (oben rechts) > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Browserdaten löschen. Wähle einen Zeitraum (für einen „Reset“ meist „Gesamte Zeit“) und setze Häkchen bei Cookies und Websitedaten sowie Bilder und Dateien im Cache. Bestätige anschließend das Löschen.
  3. iPhone (Chrome): Browserdaten löschen
    Öffne Chrome > tippe auf das Drei-Punkte-Menü > Einstellungen > Datenschutz > Browserdaten löschen. Wähle mindestens Cookies, Websitedaten und Zwischengespeicherte Bilder und Dateien. Achte darauf, Passwörter nicht auszuwählen, wenn du sie behalten möchtest.
  4. Windows (Microsoft Edge): Cache und Cookies löschen
    Öffne Edge > klicke auf (drei Punkte) > Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste > im Bereich „Browserdaten löschen“ auf Zu löschende Elemente auswählen. Wähle den Zeitraum (z. B. „Gesamte Zeit“) und aktiviere Cookies und andere Websitedaten sowie Zwischengespeicherte Bilder und Dateien. Dann Jetzt löschen.
  5. Windows oder Mac (Chrome): Browserdaten löschen
    Öffne Chrome > Drei-Punkte-Menü > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Browserdaten löschen. Im Tab „Einfach“ reichen meist Cookies und andere Websitedaten plus Bilder und Dateien im Cache. Bestätige mit „Daten löschen“.
  6. Mac (Safari): Website-Daten gezielt entfernen
    Wenn du nicht „alles“ löschen willst, ist das Entfernen von Website-Daten oft die sauberste Lösung. In Safari findest du die Verwaltung von Website-Daten in den Safari/Datenschutz-Einstellungen (je nach macOS-Version leicht unterschiedlich benannt). Suche nach Website-Daten verwalten oder einem ähnlichen Punkt, wähle eine Website aus und entferne deren Daten. Danach Safari einmal schließen und erneut öffnen.

Woran erkennst du, dass es geklappt hat? Typisch ist: Du wirst auf betroffenen Seiten einmal neu angemeldet, Cookie-Banner erscheinen erneut, und Seiten laden beim ersten Aufruf etwas langsamer – danach wieder normal. Bei Darstellungsfehlern hilft zusätzlich ein Neuladen: am Computer oft mit „Neu laden“ im Browser, auf dem Handy einfach die Seite aktualisieren.

Tipps, Fehlerbehebung und Varianten

Manche Probleme bleiben trotz Löschung bestehen – dann liegt die Ursache nicht (nur) im Cache. Mit diesen Varianten kommst du meist weiter, ohne gleich drastisch zu werden.

1) Nur eine Website macht Ärger? Dann lösche gezielt deren Daten. Das ist der beste Kompromiss aus Wirkung und Komfort. Apple bietet dafür in iOS/iPadOS die Liste der Website-Daten in den Safari-Einstellungen. Auch Edge und Chrome haben Optionen, Website-Daten über die Datenschutz- bzw. Website-Einstellungen gezielt zu entfernen.

2) Nach dem Löschen bist du überall ausgeloggt: Das ist normal, wenn Cookies weg sind. Prüfe, ob du einen Passwortmanager nutzt (iCloud-Schlüsselbund, Google Passwortmanager oder einen Drittanbieter). So kommst du schnell wieder rein, ohne Passwörter zu raten.

3) Die Seite lädt immer noch „komisch“: Teste ein privates Fenster (Inkognito/InPrivate/Privat). Wenn es dort auch kaputt ist, kann die Website selbst gerade Probleme haben oder ein Content-Blocker greift ein. Deaktiviere testweise Erweiterungen wie Werbeblocker für diese Seite (ohne dauerhaft auf Schutz zu verzichten).

4) Edge/Chrome: Automatisch beim Schließen löschen: In Edge kannst du laut Microsoft einstellen, welche Daten beim Beenden entfernt werden. Das ist praktisch auf gemeinsam genutzten PCs, kann aber nerven, wenn du jeden Tag neu einloggen musst. Für viele ist ein Mittelweg gut: Cookies behalten, Cache regelmäßig löschen.

5) Datenschutz-Realität kurz eingeordnet: Cookies sind nicht per se „schlecht“. Viele sind technisch nötig (z. B. für Logins). Wenn du Tracking reduzieren willst, ist es oft wirksamer, Drittanbieter-Cookies zu blockieren und nur problematische Website-Daten zu löschen, statt ständig alles zu entfernen.

Wenn du noch tiefer einsteigen willst: Auf TechZeitGeist findest du ergänzende Grundlagen – etwa zum Thema Browser-Sicherheit im Alltag und zu Datenschutz-Einstellungen auf Smartphone und PC. (Hinweis: Diese Links dienen als thematische Startpunkte, falls du weiterstöbern möchtest.)

Fazit

Cache und Cookies sind im Alltag nützlich, können aber genau dann stören, wenn sich eine Website verändert oder gespeicherte Daten beschädigt sind. Mit einem gezielten Reset bekommst du Darstellungsfehler, Login-Schleifen und „alte“ Inhalte oft in wenigen Minuten in den Griff. Am besten startest du klein: erst eine einzelne Website zurücksetzen, dann – falls nötig – Cache und Cookies insgesamt löschen. So bleibt der Rest deines Browsers aufgeräumt, ohne dass du unnötig überall neu anfangen musst. Wenn du nach dem Löschen wieder sauber einloggen kannst und die Seite korrekt lädt, hast du das Ziel erreicht – und kannst den Browser wieder ganz normal nutzen.


Probier es mit der Website aus, die gerade Probleme macht, und schreib dir kurz auf, welche Variante geholfen hat – das hilft auch anderen, wenn du die Erfahrung teilst.

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