Auf einen Blick
Zoom führt Zoom KI-Avatare im Umfeld seines AI-Companion-Ausbaus für Geschäftskunden ein. Die Funktion erstellt aus Skripten und aufgezeichneten Vorlagen kurze Videoclips. Für Unternehmen bedeutet das mehr automatisierte Video-Kommunikation, zunächst aber vor allem außerhalb laufender Meetings.
Das Wichtigste
- Zoom bietet benutzerdefinierte KI-Avatare für Zoom Clips an, also für vorproduzierte Video-Beiträge.
- Das Zusatzpaket “Custom AI Companion” wurde von Zoom mit 12 US-Dollar pro Nutzer und Monat angekündigt.
- Betroffen sind vor allem Unternehmenskunden mit Zoom Workplace. Die Funktion war von Zoom für die erste Jahreshälfte 2025 angekündigt und ist nun Teil des ausgebauten Angebots.
Zoom erweitert sein KI-Angebot
Zoom hat seine KI-Avatar-Funktion für Geschäftskunden in das Büro-Paket rund um den AI Companion aufgenommen. Die Avatare erzeugen kurze Videoclips auf Basis eines Skripts und einer zuvor aufgenommenen Personenvorlage. Damit verschiebt Zoom einen Teil geschäftlicher Kommunikation von Live-Terminen hin zu automatisch erzeugten Video-Updates.
Was Zoom veröffentlicht hat
Zoom hatte den “Custom AI Companion” im Oktober 2024 angekündigt. Nach Unternehmensangaben umfasst das Zusatzpaket unter anderem benutzerdefinierte Avatare für Zoom Clips, die auf einem kurzen Referenzvideo des Nutzers basieren. Im Zoom-Blog beschreibt das Unternehmen die Funktion als Werkzeug für asynchrone Beiträge wie interne Updates, Schulungen oder Produktinformationen. Für zahlende Zoom-Workplace-Konten nennt Zoom ein Standardkontingent von bis zu drei Minuten Avatar-Clips. Mit dem Zusatzpaket steigt dieses Kontingent laut Zoom auf bis zu 18 Minuten pro Monat. Jeder KI-erzeugte Clip erhält nach Angaben des Unternehmens ein sichtbares Wasserzeichen.
Folgen für Unternehmen und Nutzer
Für Unternehmen in Deutschland und der EU ist vor allem der Einsatzbereich entscheidend. Die derzeit bestätigte Avatar-Funktion zielt auf Zoom Clips und damit auf vorab erzeugte Videos, nicht auf einen frei dokumentierten Live-Avatar für reguläre Meetings. Zoom verknüpft das Angebot mit seinem AI Companion, der in berechtigten Bezahlplänen enthalten ist. Erweiterte Anpassungen kosten extra. Zugleich verweist Zoom auf Schutzmechanismen gegen Missbrauch und erklärt, Inhalte aus Meetings, Chats, Audio oder Video nicht zum Training eigener oder fremder Modelle zu verwenden.
Wie Zoom das Angebot weiter ausbaut
Zoom verbindet die Avatar-Funktion mit weiteren Ausbauplänen für den AI Companion. Dazu gehören laut Produktankündigung firmenspezifische Anpassungen, Datenanbindungen und zusätzliche Automatisierungsfunktionen. Offen bleibt bislang, ob und wann Zoom über Clips hinaus einen breiter dokumentierten Live-Einsatz von KI-Avataren in Meetings anbietet. Bestätigt ist vorerst der Einsatz im Rahmen asynchroner Videoformate.
Einordnung
Zoom KI-Avatare sind gestartet, aber der praktische Schwerpunkt liegt auf automatisch erzeugten Clips und nicht auf einer grundlegenden Umstellung laufender Videokonferenzen. Für Unternehmen erweitert Zoom damit sein Arbeitsplatz-Paket um ein weiteres KI-Werkzeug mit klarer Preis- und Produktlogik.