Viele Nutzer suchen gezielt nach längeren Clips oder Anleitungen – und bekommen stattdessen kurze “Shorts” serviert. Wer YouTube Shorts ausblenden möchte, findet seit Anfang 2026 neue Hebel: Neben dem etablierten Feedback‑Button (“See fewer Shorts”) berichten mehrere Medien von einem zusätzlichen Suchfilter, mit dem sich Suchergebnisse auf “Videos” statt “Shorts” begrenzen lassen. Der Text erklärt, wie die Optionen aktuell funktionieren, welche Workarounds helfen und worauf du achten solltest, damit deine Suche wieder relevante Langform‑Videos liefert.
Einleitung
Du suchst ein YouTube‑Tutorial und findest nur kurze Clips, die nicht helfen? Das Problem ist verbreitet: Kurzform‑Videos (Shorts) werden von der Plattform prominent angeboten und können Suchtreffer überlagern. Seit Anfang 2026 berichten verschiedene Medien, dass YouTube eine zusätzliche Steuerung in der Suche testet, mit der sich Short‑Form‑Ergebnisse vermeiden lassen. Offizielle Hilfetexte beschreiben schon länger die Feedback‑Option „See fewer Shorts“, die Empfehlungsfeeds beeinflussen soll. Praktisch zeigt sich aber: Verfügbarkeit und Wirkung variieren je nach Gerät, Account und Rollout‑Phase. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Methoden zu kennen – von der schnellen Eingriffsoption im Drei‑Punkte‑Menü bis zur Nutzung von Filter‑Optionen (wenn verfügbar) auf Desktop und Mobil.
Warum Shorts häufiger auftauchen und was YouTube steuert
Shorts sind Kurzvideos mit einer vertikalen Form und einer maximalen Länge von etwa 60–90 Sekunden. YouTube fördert dieses Format systemseitig: der Shorts‑Feed, bevorzugte Platzierung auf der Startseite und eine starke Ausspielung in Empfehlungen sorgen dafür, dass Kurzform auch bei regulären Suchanfragen sichtbar wird. Das passiert, weil YouTube nicht strikt zwischen “Suchergebnis” und “Empfehlung” trennt: dieselben Signale (Suchbegriff, Relevanzsignale, Nutzerverhalten) wirken auf beides.
Die Plattform bietet zwei Arten von Nutzerkontrollen: Feedback‑Schalter im UI und systemseitige Filter. Die Feedback‑Funktion “See fewer Shorts” ist bereits dokumentiert im YouTube‑Hilfecenter; sie erlaubt, bestimmte Kurzvideos aus dem Home‑ oder Watch‑Next‑Feed zu entfernen und so das Empfehlungsprofil zu beeinflussen. Medienberichte vom Januar 2026 beschreiben zusätzlich einen neuen Suchfilter im Bereich “Type” (Auswahl “Videos” vs. “Shorts”), der gezielt Short‑Form aus Suchresultaten ausklammern soll. Wichtiger Hinweis: Diese Filter wurden offenbar phasenweise ausgerollt; nicht alle Nutzer sehen die Option gleichzeitig. Das erklärt widersprüchliche Wahrnehmungen in Foren und Tests.
Die Kombination aus Feedback‑Buttons und neuen Search‑Filtern ist ein schrittweiser Versuch, die Entdeckungserfahrung für Nutzer zu differenzieren.
Technisch bleibt eines unklar: YouTube veröffentlicht keine detaillierten Angaben, wie stark Rückmeldungen wie “See fewer” die Ranking‑Signale verändern. Community‑Berichte deuten an, dass das Ausblenden oft kosmetisch wirkt und die zugrundeliegende Empfehlungsgewichte nur langsam oder partiell angepasst werden.
Eine kurze Tabelle hilft, die Optionen einzuordnen:
| Merkmal | Wirkung | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| See fewer Shorts | Feedback an Empfehlungssystem (Home/Watch Next) | Breit verfügbar, Effekt variiert |
| Search “Type” Filter (Videos vs. Shorts) | Suchtreffer können auf Long‑Form begrenzt werden | Phasenweiser Rollout; nicht überall sichtbar |
Praktische Schritte: Shorts in der Suche ausblenden
Je nach Gerät stehen unterschiedliche Eingriffe zur Verfügung. Die Reihenfolge hier ist so gewählt, dass du zuerst die Plattform‑Eigenmöglichkeiten prüfst, dann alltägliche Einstellungen anpasst und zuletzt auf Workarounds zurückgreifst.
1. Suche nach einem Filter („Type“ / „Videos“)
Auf Desktop und in manchen mobilen Versionen erscheint im Suchergebnis ein Filter‑Menü („Type“ oder „Filters“). Wenn vorhanden, wähle “Videos” statt “Shorts”. Das ist die sauberste Methode, weil sie Short‑Form bereits auf der Suchergebnis‑Ebene ausschließt. Falls du die Option nicht siehst: die Funktion wird offenbar gestaffelt ausgerollt.
2. Feedback‑Button nutzen („See fewer Shorts” / “Not interested”)
Bei jedem Short findest du im Drei‑Punkte‑Menü die Option „See fewer Shorts“ oder „Not interested“. Diese Rückmeldung geht an YouTubes Empfehlungssystem. Bei häufiger Nutzung kann sich das Feed‑Profil verändern; teste, ob weniger Shorts in Home und Watch‑Next erscheinen.
3. Verlauf und Personalisierung prüfen
Entferne oder pausiere die Watch‑ und Suchhistorie, wenn der Account viele kurze Videos angesehen hat. Eine saubere Historie hilft dem Algorithmus, deine Präferenz für längere Inhalte zu lernen. Alternativ kannst du ein separates Konto nur für gezielte Suche verwenden.
4. Browser‑Workarounds (Web)
Auf dem Desktop helfen Browser‑Extensions oder benutzerdefinierte Filter (z. B. CSS‑/uBlock‑Regeln), die sichtbaren Elemente zu verbergen. Das ist technisch möglich, hat aber Nachteile: Extensions greifen in die Darstellung ein, ändern nicht immer die Recommendation‑Signale und sind Dritt‑Software.
5. Prüfen und dokumentieren
Wenn du die Filteroption testest, notiere Suchbegriffe, Gerät und Zeitstempel; mache Screenshots. So lässt sich später nachvollziehen, ob eine Filter‑Änderung tatsächlich Wirkung hatte. Für weiterführende Tipps zu Such‑ und Einstellungsoptimierung siehe unsere Tipps und Tricks und das Tutorial‑Archiv unter Tutorials.
Chancen und Risiken für Nutzer und Creator
Für Nutzer ist die Möglichkeit, Shorts gezielt auszublenden, zunächst ein Zugewinn an Kontrolle: Wer tiefergehende Antworten sucht, erreicht schneller längere Erklärvideos, Tests und Reviews. Das reduziert Frust bei Suchanfragen, die auf konkrete Informationen abzielen.
Creator erleben auf zwei Ebenen Effekte: Long‑Form‑Producer könnten wieder besser über die Suche gefunden werden; Shorts‑Produzenten verlieren potenziell etwas Such‑Traffic, bleiben aber im Kurzform‑Feed relevant. Das verschiebt nur die Verteilung von Discovery‑Kanälen und verlangt eine angepasste Distribution (z. B. Playlists, Transkripte, Such‑SEO für lange Formate).
Risiken bestehen in der ungleichmäßigen Verfügbarkeit der Filter: Bei gestaffeltem Rollout profitieren zuerst Nutzer in Testgruppen. Außerdem ist die algorithmische Wirkung von „See fewer“ nicht öffentlich quantifiziert; Community‑Berichte legen nahe, dass kosmetisches Ausblenden möglich ist, ohne dass interne Ranking‑Gewichte massiv verändert werden. Damit bleibt das Nutzererlebnis teilweise inkonsistent.
Für Publisher bedeutet das: Behalte wichtige KPIs im Blick (organische Search‑Impressions, CTR, Watch Time). Wenn Suchfilter stärker genutzt werden, verschiebt sich womöglich organischer Traffic zugunsten von längeren Videos. Strategisch lohnt sich eine Mischung aus optimierter Suche (Titel, Transkripte, Kapitelmarken) und gezielter Kurzform‑Verbreitung in eigenen Kanälen.
Wie sich die Entdeckung von Videos verändern könnte
Die Einführung eines Search‑Type‑Filters ist symptomatisch für ein größeres Problem: Plattformen müssen kurzformatige Inhalte und klassische Videos gleichzeitig bedienen. Ein flexibles Such‑UX‑Design, das Nutzerpräferenzen ernst nimmt, führt zu besserer Auffindbarkeit von Fach‑ und Lerninhalten. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, Empfehlungen und Suche transparent zu halten.
Erwartbare Entwicklungen in den nächsten Monaten:
- Breiteres Rollout von Search‑Filtern über verschiedene Plattformen (Web, Android, iOS) und regional gestaffelte Verfügbarkeit;
- Feinere Filteroptionen, zum Beispiel “Only long videos” oder Filter nach Dauer sowie Priorisierung nach “Popularity” statt nur reiner View‑Count;
- mehr Werkzeuge für Creator, um Long‑Form‑Inhalte für Suche zu optimieren (automatische Kapitel, bessere Transkripte).
Für dich als Nutzer heißt das: Beobachte, ob neue Filter auftauchen, und nimm dir Zeit für kurze Tests. Wer langfristig bessere Suchergebnisse will, kombiniert Feedback‑Signale, saubere Nutzungsgewohnheiten (History) und gelegentliche Konto‑Aufräumaktionen.
Fazit
YouTube Shorts auszublenden ist seit 2026 einfacher geworden, weil YouTube Nutzerwerkzeuge erweitert hat: das bewährte “See fewer Shorts” bleibt eine sinnvolle, wenn auch teils langsame Maßnahme, und mediale Beobachtungen berichten von einem neuen Search‑Filter, der Suchergebnisse auf “Videos” begrenzt. Weil die Einführung gestaffelt ist, hilft nur ein pragmatisches Vorgehen: zuerst nach vorhandenen Filtern suchen, Feedback‑Optionen konsequent nutzen und, falls nötig, Browser‑Workarounds oder separate Konten testen. Creator sollten ihre Auffindbarkeit durch klassische Such‑SEO (Titel, Transkript, Kapitel) stärken. Beobachte offizielle YouTube‑Quellen und dokumentiere Veränderungen mit Screenshots, um Wirkungen zuverlässig zu bewerten.
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