Auf einen Blick
Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC warnt vor Ridstar Q20 und Q20 Pro. Beim E-Bike Rückruf kommt es nicht zu einer Einigung mit dem Hersteller, stattdessen rät die Behörde, die Räder sofort nicht mehr zu nutzen und die Batterien auszubauen. Anlass sind gemeldete Brände, Verletzungen und Sachschäden.
Das Wichtigste
- Die CPSC hat am 23. März eine Stop-Use-Warnung für Ridstar Q20 und Q20 Pro veröffentlicht.
- Die Behörde nennt 11 Brandereignisse, darunter eine Verbrennung, fünf Fälle von Rauchgasinhalation und mehr als 40.000 US-Dollar Sachschaden.
- Betroffen sind Käufer in den USA. Der Hersteller Huizhou Xingqishi Sporting Goods Co., Ltd. habe einem akzeptablen Rückruf nicht zugestimmt.
CPSC veröffentlicht Stop-Use-Warnung für Ridstar
Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC hat Verbraucher am Montag aufgefordert, die E-Bikes Ridstar Q20 und Q20 Pro sofort nicht mehr zu verwenden. Nach Angaben der Behörde können Batterie und Verkabelung in Brand geraten. Die CPSC erklärte zugleich, der Hersteller Huizhou Xingqishi Sporting Goods Co., Ltd. habe einen aus Sicht der Behörde akzeptablen Rückruf verweigert.
Elf gemeldete Brände und mehr als 40.000 Dollar Schaden
Die Behörde verweist auf 11 gemeldete Brandfälle. Dabei seien eine Person verbrannt worden und fünf weitere hätten Rauch eingeatmet. Zudem beziffert die CPSC den bisherigen Sachschaden auf mehr als 40.000 US-Dollar. Die betroffenen E-Bikes wurden nach Behördenangaben über Amazon, Ridstar.net und Walmart.com verkauft. Verbraucher sollen die Batterie umgehend ausbauen und nach lokalen Vorgaben für gefährliche Abfälle entsorgen. Eine Stückzahl nannte die Behörde nicht.
Warnung ersetzt keinen formalen Rückruf
Der Fall ist für den US-Markt relevant, weil die Behörde mit einer öffentlichen Warnung auftritt, obwohl kein abgestimmter Rückruf zustande kam. Damit bleibt die CPSC bei der Aufforderung, das Produkt nicht weiter zu nutzen. Für betroffene Kunden bedeutet das vor allem ein akutes Sicherheitsproblem beim Umgang mit den Batterien und die Notwendigkeit, sie fachgerecht zu entsorgen.
Behörde hält an sofortigem Nutzungsstopp fest
Als nächster bestätigter Schritt gilt bisher die laufende öffentliche Sicherheitswarnung der CPSC. Die Behörde fordert Verbraucher weiter auf, die Räder nicht mehr zu fahren und die Batterien zu entfernen. Ob es nachträglich doch noch zu einem formalen Rückruf oder zu einer anderen Abhilfemaßnahme kommt, ist bislang offen.
Sicherheitsfall im wachsenden E-Bike-Markt
Die Warnung zeigt, dass US-Behörden bei Batterie- und Kabelbränden auch ohne Einigung mit dem Hersteller öffentlich eingreifen. Für den E-Bike-Markt ist das vor allem ein Produktsicherheitsfall mit unmittelbaren Folgen für Vertrieb, Nutzung und Entsorgung.