Auf einen Blick
Statkraft hat in Cushaling im irischen County Offaly einen netzgekoppelten Vier-Stunden-Batteriespeicher offiziell in Betrieb genommen. Der Batteriespeicher Irland soll schneller Regelenergie bereitstellen, Windstrom besser nutzbar machen und die Reserve im Stromnetz erhöhen.
Das Wichtigste
- Statkraft hat am 17. Februar 2026 den Speicherstandort Cushaling offiziell eröffnet.
- Der Betreiber spricht vom ersten netzgekoppelten Vier-Stunden-Batteriespeicher in Irland. Zur Leistung nennen Berichte 20 bis 22,8 Megawatt.
- Betroffen ist vor allem das irische Stromsystem. Der Speicher soll Reserve und Netzstabilität kurzfristig verbessern.
Neuer Speicher geht ans Netz
Statkraft hat in Irland einen neuen Großbatteriespeicher offiziell gestartet. Der Standort Cushaling in County Offaly ist laut Unternehmen der erste netzgekoppelte Vier-Stunden-Batteriespeicher des Landes. Für das Stromsystem bedeutet das zusätzliche Reserveleistung, die binnen Sekunden abrufbar ist und Schwankungen aus Windstrom ausgleichen soll.
Offizielle Inbetriebnahme in Cushaling
Nach Angaben von Statkraft wurde die Anlage am 17. Februar eröffnet und mit dem bestehenden Windpark in Cushaling verbunden. Das Unternehmen beziffert die Reaktionszeit mit rund 0,1 Sekunden. Der irische Sender RTE nennt eine Leistung von 22,8 Megawatt. In Fachberichten wird teils von 20 Megawatt bei vier Stunden Speicherdauer gesprochen. Unstrittig ist die Einordnung als Vier-Stunden-System, das Strom zeitversetzt ins Netz zurückgeben kann.
Folgen für Netzbetrieb und Versorgung
Für Endkunden in Deutschland ändert sich dadurch unmittelbar nichts. Auf EU-Ebene ist der Schritt dennoch relevant, weil Irland wie andere Länder mehr Wind- und Solarstrom in ein stabiles Netz einpassen muss. Ein Speicher dieser Art kann kurzfristige Frequenzschwankungen dämpfen, Einspeisespitzen aus erneuerbaren Anlagen abfangen und Reservekapazität bereitstellen, ohne dass dafür sofort konventionelle Kraftwerke hochfahren müssen.
Weitere Speicher im System eingeplant
Der irische Netzbetreiber EirGrid rechnet in seiner aktuellen Versorgungsanalyse bis 2030 mit deutlich mehr Speicherkapazität im System. Genannt werden 1.800 Megawatt Leistung und 4.760 Megawattstunden Energie über verschiedene Speicheranlagen. Damit bleibt Cushaling ein Einzelprojekt mit Signalwirkung für den weiteren Ausbau, ist aber nur ein kleiner Teil der geplanten Reserve.
Einordnung
Mit Cushaling ist in Irland ein neuer Batteriespeicher in den Regelbetrieb gegangen. Die Anlage stärkt die kurzfristige Netzreserve und zeigt, wie Stromsysteme mit hohem Anteil erneuerbarer Energien zusätzliche Flexibilität aufbauen. Offen ist bislang nur die genaue Nennleistung, die je nach Bericht leicht unterschiedlich angegeben wird.