Auf einen Blick
Slowenien hat den Treibstoffverkauf an Tankstellen vorübergehend begrenzt. Beim Treibstoff Limit Slowenien dürfen private Fahrzeuge laut Regierung noch 50 Liter pro Tag tanken, Unternehmen und andere priorisierte Nutzer 200 Liter. Die Maßnahme soll Engpässe an einzelnen Stationen abfedern.
Das Wichtigste
- Die slowenische Regierung hat den Spritverkauf an Tankstellen am Sonntag vorübergehend begrenzt.
- Für Privatfahrzeuge gilt ein Limit von 50 Litern pro Tag, für Unternehmen und priorisierte Nutzer 200 Liter.
- Betroffen sind Autofahrer und gewerbliche Nutzer, nachdem an einzelnen Tankstellen Engpässe gemeldet wurden.
Regierung reagiert auf leere Zapfsäulen
Slowenien hat den Verkauf von Kraftstoff an Tankstellen vorübergehend eingeschränkt. Nach Angaben der Regierung dürfen private Fahrzeuge seit Sonntag nur noch 50 Liter pro Tag tanken. Für Unternehmen und andere priorisierte Nutzer wie Landwirte liegt die Grenze bei 200 Litern. Auslöser waren Engpässe an einzelnen Tankstellen.
Verkaufsmengen sind landesweit begrenzt
Die Regierung erklärte laut Reuters, das Land verfüge insgesamt über ausreichende Kraftstoffvorräte und die Lager seien gefüllt. Das Problem liege beim Transport zu den Tankstellen. Reuters berichtete zudem über verstärkte Nachfrage durch grenzüberschreitendes Tanken und Hamsterkäufe. Bereits in der Vorwoche hatten einzelne Anbieter wie MOL Slovenia den Verkauf an manchen Stationen eingeschränkt.
Maßnahme soll Versorgung an Tankstellen stabilisieren
Die Begrenzung zielt darauf, verfügbare Mengen gleichmäßiger auf die Stationen zu verteilen und abrupte Leerstände zu vermeiden. Für private Autofahrer bedeutet das, dass größere Vorratskäufe vorerst nicht mehr möglich sind. Gewerbliche Nutzer und andere als vorrangig eingestufte Gruppen erhalten mit dem höheren Limit mehr Spielraum für den laufenden Betrieb.
Beschränkung gilt bis auf Weiteres
Ein Enddatum für die Maßnahme nannte die Regierung zunächst nicht. Damit bleibt offen, wie lange das Treibstoff Limit Slowenien in Kraft bleibt. Maßgeblich dürfte sein, ob sich die Belieferung der Tankstellen in den nächsten Tagen normalisiert.
Eingriff nach Preismaßnahme im März
Die Verkaufsbegrenzung ist der zweite größere Eingriff in den slowenischen Kraftstoffmarkt in diesem Monat. Anfang März hatte die Regierung bereits die Verbrauchsteuer gesenkt und Kraftstoffpreise vorübergehend gedeckelt. Nun steht nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit an einzelnen Stationen im Vordergrund.