Die Energieaufsicht in New Jersey hat die Zusammenarbeit mit PJM beim bisherigen Netzausbauplan für Offshore-Wind beendet. Betroffen ist das seit 2021 laufende Verfahren zur gebündelten Anbindung geplanter Projekte. Für neue Vorhaben fehlt damit vorerst der bisherige Übertragungsrahmen.
Das Wichtigste
- Die New Jersey Board of Public Utilities hat das bisherige State-Agreement-Approach-Verfahren mit PJM Interconnection beendet.
- Der seit 2021 laufende Plan sollte die Netzanbindung von Offshore-Wind-Projekten koordinieren und bis zu 7.500 Megawatt bis 2035 unterstützen.
- Betroffen ist der bisherige Übertragungsrahmen für künftige Projekte. Ein Ersatzmodell blieb zunächst offen.
Behörde beendet Verfahren mit PJM
Der New Jersey Netzausbauplan für Offshore-Wind-Projekte ist im bisherigen Format gestoppt. Die New Jersey Board of Public Utilities hat die Zusammenarbeit mit PJM Interconnection im sogenannten State Agreement Approach beendet. Das Verfahren sollte den Netzanschluss geplanter Offshore-Windparks bündeln und den Ausbau von bis zu 7.500 Megawatt bis 2035 vorbereiten.
Damit endet der staatlich angestoßene Planungsrahmen, mit dem New Jersey Übertragungsprojekte wettbewerblich auswählen und koordinieren wollte. Der Schritt betrifft die Netzplanung für neue Vorhaben, nicht die bestehende Stromversorgung im Bundesstaat.
7.500 Megawatt waren das offizielle Ausbauziel
Auf der Website der Behörde ist der State Agreement Approach als 2021 gestartetes Verfahren beschrieben. Ziel war eine koordinierte Anbindung großer Offshore-Wind-Kapazitäten an das Übertragungsnetz. Die NJBPU nannte dabei ausdrücklich das Ziel, bis zu 7.500 Megawatt Offshore-Wind-Leistung bis 2035 zu ermöglichen.
Nach offiziellen Angaben endete die Einreichungsfrist für Projektvorschläge am 17. September 2021. Ein Leitfaden für Bieter folgte am 24. September 2021. Der Ansatz sollte Kosten senken und Eingriffe an Land durch gebündelte Netzinfrastruktur begrenzen.
Entwickler und Netzplanung sind betroffen
Betroffen sind vor allem Entwickler geplanter Offshore-Windparks, beteiligte Netzunternehmen und die staatliche Planung neuer Einspeisepunkte. Für diese Projekte entfällt der bisherige Rahmen, der mehrere Vorhaben über einen koordinierten Übertragungsansatz zusammenführen sollte.
Bisheriger Sonderweg für die Netzanbindung fällt weg
RTO Insider berichtete unter Verweis auf die Behörde, die vorgesehene Infrastruktur sei im aktuellen Umfeld nicht mehr notwendig. Unabhängig von der Begründung entfällt damit das Verfahren, das New Jersey seit 2021 für die gebündelte Netzanbindung neuer Offshore-Wind-Projekte genutzt hat.
Weiteres Vorgehen ist noch unklar
Bestätigt ist bisher das Ende des Abkommens mit PJM. Ob New Jersey auf einzelne Anschlusslösungen, eine neue Ausschreibung oder ein anderes Planungsmodell setzt, ist noch unklar. Weitere formale Schritte müssen in Beschlüssen der NJBPU oder in PJM-Planungsunterlagen festgehalten werden.
Die Entscheidung betrifft den Planungsweg
Der Vorgang ist für den Stromnetz-Ausbau in New Jersey relevant, weil Offshore-Wind-Ziele und Netzanschlüsse im bisherigen Verfahren eng verknüpft waren. Die Entscheidung beendet nicht automatisch einzelne Windprojekte. Sie ändert aber den bisher vorgesehenen Weg, neue Kapazitäten an das Übertragungsnetz anzubinden.