Auf einen Blick
Nvidia Rubin ist laut Nvidia bei CES als “in full production” angekündigt worden. Die Plattform kombiniert mehrere neue Chips, darunter die Rubin‑GPU und die Vera‑CPU. Produkte auf Rubin‑Basis sollen Partnern ab dem zweiten Halbjahr 2026 bereitstehen, unabhängige Tests und Lieferdetails fehlen noch.
Das Wichtigste
- Nvidia hat die Rubin‑Plattform als „in full production“ angekündigt; Partnerverfügbarkeit ist für H2 2026 geplant.
- Kerndaten: NVL72‑Rack mit 72 Rubin‑GPUs und 36 Vera‑CPUs; NVLink6: 3,6 TB/s pro GPU; Rubin‑GPU bis zu 50 PetaFLOPS (NVFP4).
- Nvidias Effizienzversprechen (bis zu 4× weniger GPUs für MoE, bis zu 10× niedrigere Inferenzkosten) sind Herstellerangaben ohne unabhängige Verifikation.
Einleitung
Am 5. Januar 2026 stellte Nvidia bei der CES die Rubin‑Plattform vor und erklärte die Chips „in full production“. Die Ankündigung signalisiert Produktionsreife, aber Nvidia nennt H2 2026 als Zeitraum für Partnerprodukte. Das Thema ist relevant für Cloud‑Anbieter, Rechenzentren und Firmen mit hohen KI‑Bedarfen.
Was neu ist
Nvidia präsentierte eine Rack‑skalierbare Plattform aus sechs ko‑designten Chips. Kern ist die Rubin‑GPU, ergänzt durch die Vera‑CPU, NVLink6‑Switches und spezialisierte Netzwerk‑ und DPU‑Komponenten. Die Topologie NVL72 fasst 72 Rubin‑GPUs und 36 Vera‑CPUs pro Rack. Nvidia nennt technische Spitzenwerte wie 3,6 TB/s NVLink‑Bandbreite pro GPU und bis zu 50 PetaFLOPS Inferenzleistung (NVFP4). Die Firma sagt außerdem, Rubin sei “in full production”; konkrete Kundenauslieferungen nennt Nvidia ab dem zweiten Halbjahr 2026.
Was das bedeutet
Für Betreiber großer KI‑Workloads könnten Rubin‑Systeme niedrigere Token‑Kosten und mehr Durchsatz bringen — Nvidia nennt bis zu 10× niedrigere Inferenzkosten und bis zu 4× weniger GPUs für MoE‑Training. Diese Zahlen stammen jedoch aus Herstellerangaben. Unabhängige Benchmarks fehlen aktuell noch. Praktische Auswirkungen hängen vom Software‑Stack, Workload‑Mix und Lieferbarkeit ab. Cloud‑Provider dürften zuerst Zugang anbieten; für eigene Rechenzentren bleiben Investitions‑ und Betriebskosten (Strom, Kühlung, Integration) wichtige Prüfgrößen.
Wie es weitergeht
In den kommenden Monaten sollten Partnerankündigungen und erste Tests Aufschluss über Verfügbarkeit und Leistung geben. Wichtige Indikatoren sind unabhängige Benchmarks (z. B. MLPerf oder spezialisierte Rechenzentrumstests), Lieferangaben von Foundrys sowie Berichte großer Cloud‑Provider. Unternehmen mit dringendem Bedarf können Proof‑of‑Concepts mit Partnern planen, um reale Token‑Kosten und Latenz zu messen, bevor sie größere Kapazitäten buchen.
Fazit
Nvidia hat mit der Rubin‑Ankündigung Produktionsreife signalisiert und einen klaren Zeitrahmen genannt: Partnerprodukte ab H2 2026. Die technischen Daten deuten auf deutlich mehr Leistung und Effizienz als bisherige Systeme hin. Allerdings sind die wichtigsten Kosten‑ und Leistungsversprechen bislang Herstellerangaben; unabhängige Validierung ist nötig.
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