Technik

NASA bestellt drei weitere ISS-Flüge bei SpaceX für 946 Millionen Dollar

Der Auftrag umfasst auch Rückkehr und Rettungsbereitschaft an der Raumstation. Die zusätzlichen Missionen erweitern NASAs Flugplanung, während Boeings ebenfalls für ISS-Flüge vorgesehene Starliner-Kapsel weiter auf ihre Zulassung wartet.

Von Wolfgang

20. Sep. 20262 Min. Lesezeit

NASA bestellt drei weitere ISS-Flüge bei SpaceX für 946 Millionen Dollar

Der Auftrag umfasst auch Rückkehr und Rettungsbereitschaft an der Raumstation. Die zusätzlichen Missionen erweitern NASAs Flugplanung, während Boeings ebenfalls für ISS-Flüge vorgesehene Starliner-Kapsel weiter auf ihre Zulassung wartet.

NASA hat SpaceX mit drei weiteren Besatzungsflügen zur Internationalen Raumstation ISS beauftragt. Für Crew-15, Crew-16 und Crew-17 samt zugehörigen Leistungen sind insgesamt 946 Millionen US-Dollar vereinbart. Laut der Mitteilung vom 18. September sollen die Missionen 2027 und 2028 einsatzbereit sein; der Leistungszeitraum reicht bis 2030. Feste Starttage nennt die Behörde nicht.

Die Summe bezahlt mehr als drei Raketenstarts. Zum Paket gehören Bodenbetrieb, Flug und Betrieb im Orbit, Rückkehr, Bergung und Frachttransport. Solange die Kapsel an der ISS angedockt ist, gehört auch ihre Funktion als Rettungsfahrzeug dazu. Ein Preis pro Astronaut lässt sich aus dieser Gesamtsumme deshalb nicht einfach ablesen.

Transport als Dienstleistung

Mit der Erweiterung steigt die Zahl der bei SpaceX beauftragten Missionen im betreffenden NASA-Programm auf 17. Der Vertragswert beträgt nun insgesamt 5,92 Milliarden Dollar. Im Mai hatte NASA zunächst ihre Kaufabsicht angekündigt; jetzt meldet sie die Vergabe.

Das Geschäftsmodell erklärt die NASA-Prüfstelle Office of Inspector General: Die Unternehmen besitzen ihre Fahrzeuge, die Behörde kauft Transportleistungen. Für die Forschung im All zählt dabei die gesamte Verbindung zwischen Erde und Station. Ein erfolgreicher Start allein bringt eine Besatzung noch nicht wieder nach Hause.

Drei Schritte des Transportpakets: Start und Anreise, Betrieb an der ISS mit Rettungsbereitschaft, Rückkehr und Bergung.
KI-generierte schematische Übersicht des Leistungsumfangs. Die Abfolge zeigt keine Flugbahn und keinen verbindlichen Missionszeitplan.

Ein zweites US-System bleibt eine offene Aufgabe

Zusätzliche Flüge lösen allerdings nicht automatisch das Problem einer technischen Alternative. In ihrem Überblick vom 10. September hält die Prüfaufsicht fest: SpaceX besitzt die erforderliche Zulassung seit 2020, Boeings Starliner hat sie weiterhin nicht. Bei dessen Tests traten unter anderem Heliumlecks und Probleme mit dem Antrieb auf.

Bereits im Juni hatte die Prüfstelle festgestellt, dass NASA noch nicht genügend Flüge für die volle Besatzungsversorgung bis 2030 bestellt hatte. Der neue Auftrag ergänzt dieses Flugangebot. Ob damit jeder spätere Bedarf gedeckt ist, geht aus der Septembermitteilung nicht hervor.

Für NASA bleiben somit zwei Aufgaben: genügend Missionen bestellen und unterschiedliche einsatzfähige Transportsysteme verfügbar halten. Die drei SpaceX-Flüge betreffen die erste. Eine Zulassung für Starliner ersetzen sie nicht.

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild einer Raumkapsel bei einer Raumstation, keine Aufnahme einer der bestellten Missionen.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.