Auf einen Blick
Spanien hat Förderzusagen für Großspeicher in Höhe von 9,4 GWh vergeben. Die Maßnahme umfasst 126 Projekte mit 2,2 GW Leistung und rund 818,3 Mio. € Förderung. Die Förderung soll Netzflexibilität stärken und die Integration von Wind und Sonne verbessern.
Das Wichtigste
- Spanien fördert 126 Großspeicher‑Projekte mit insgesamt 9,4 GWh Speicherkapazität.
- Die Förderung beläuft sich auf etwa 818,3 Mio. €; zusätzliche Leistung beträgt 2,2 GW.
- Projekte müssen innerhalb von 36 Monaten umgesetzt sein; Ziel für Fertigstellung ist Ende 2029.
Einleitung
Das spanische Umweltministerium (MITECO) und die Agentur IDAE haben Ende 2025 Förderbescheide für Großspeicher veröffentlicht. Die Entscheidung betrifft 126 Projekte und wurde Anfang Januar 2026 von Branchenmedien bestätigt. Für die Stromversorgung ist das wichtig, weil Speicher die Schwankungen von Solar‑ und Windstrom abfangen können.
Was neu ist
Die finale Förderliste nennt 126 Projekte mit zusammen 9,4 GWh Speicherkapazität und 2,2 GW Einspeise‑/Entladeleistung. Insgesamt wurden rund 818,3 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (PINALM‑FEDER) zugewiesen. Die Projektpalette reicht von hybriden Systemen (vorwiegend gekoppelt mit Photovoltaik oder Wind) über Stand‑alone‑Batterien bis zu thermischen und wenigen Pumpspeicherlösungen. Eine frühere vorläufige Meldung nannte etwa 10 GWh und 133 Projekte; die finale MITECO‑Liste reduziert diese Werte auf 9,4 GWh und 126 Projekte.
Was das bedeutet
Für das Netz bedeutet die zusätzliche Leistung von 2,2 GW mehr Flexibilität bei Lastspitzen und besseres Management fluktuierender Erzeugung. Großspeicher können kurzfristig Lastverschiebungen übernehmen und so Redispatch‑Bedarf mindern. Konkrete Effekte auf Strompreise sind kurzfristig schwer zu quantifizieren: Speicher senken Volatilität, aber die Größe von 9,4 GWh reicht nicht aus, um alle Preisschwankungen allein zu glätten. Marktseitig schafft die Förderung Nachfrage für Batteriesysteme, belastet aber auch Lieferketten (Zellen, Recycling), die beobachtet werden sollten.
Wie es weitergeht
Die Bewilligten müssen die Projekte innerhalb von 36 Monaten umsetzen; als spätester Fertigstellungstermin gilt Ende 2029. Nächste Schritte sind die Veröffentlichung der vollständigen Begünstigtenliste, Genehmigungs‑ und Netzanschlussverfahren sowie mögliche Abschlagszahlungen. Netzbetreiber (TSO/DSO) und Projektentwickler müssen Schnittstellen zur Leistungsvorhaltung und zu Regelenergiemärkten abstimmen. Beobachter sollten zudem Auszahlungen, Inbetriebnahmen und Angaben zu Batterietypen verfolgen, um Wirkung und Risiken genauer zu bewerten.
Fazit
Die Zuweisung von 9,4 GWh in Spanien ist ein konkreter Schritt, um Netzflexibilität und die Integration erneuerbarer Erzeugung zu verbessern. Kurzfristig stabilisieren die Projekte lokale Flexibilität; langfristig hängen Preis‑ und Klimawirkungen von Umsetzung, Technologieauswahl und Marktintegration ab.
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