Auf einen Blick
Google ändert die Gebührenstruktur von Google Play und öffnet Android stärker für alternative Appstores. Die bisher verbreitete 30‑Prozent‑Provision wird durch ein gestuftes Modell ersetzt. Gleichzeitig startet ein Programm für registrierte Drittanbieter‑Appstores. Für Entwickler entstehen neue Vertriebswege, während Google weiterhin Plattform‑ und Zahlungsgebühren erhebt.
Das Wichtigste
- Google passt die Gebührenstruktur im Google Play Store an.
- Die bisher übliche 30‑Prozent‑Provision wird durch getrennte Service‑ und Zahlungsgebühren ersetzt.
- Ein neues Programm erlaubt registrierte Drittanbieter‑Appstores auf Android.
Google ändert Gebührenmodell im Play Store
Google hat die Gebührenstruktur seines App‑Marktplatzes Google Play neu organisiert und gleichzeitig den Weg für alternative Appstores auf Android erweitert. Die Änderungen betreffen vor allem Entwickler, die ihre Apps über Google Play vertreiben oder eigene Zahlungswege nutzen möchten. Die Anpassung folgt auf anhaltenden regulatorischen Druck und wachsende Kritik an den bisherigen Provisionssätzen.
Neue Gebührenstruktur und App‑Store‑Programm
Nach Angaben von Google trennt das neue Modell erstmals die Plattformgebühr von der Zahlungsabwicklung. Für viele neue Installationen fällt eine Servicegebühr von rund 20 Prozent an. Wenn Entwickler weiterhin das Bezahlsystem von Google Play nutzen, kommt eine zusätzliche Zahlungsgebühr hinzu. In diesen Fällen liegt die Gesamtbelastung nach Branchenberichten häufig bei etwa 25 Prozent.
Parallel führt das Unternehmen ein Programm für registrierte Drittanbieter‑Appstores ein. Betreiber solcher Stores müssen bestimmte Sicherheits‑ und Qualitätsanforderungen erfüllen. Ziel ist eine vereinfachte Installation externer Marktplätze auf Android‑Geräten. Google behält zugleich eigene Prüf‑ und Schutzmechanismen bei.
Folgen für Entwickler und Nutzer
Für Entwickler eröffnet das Modell mehrere Optionen. Apps können weiterhin über Google Play verkauft werden, mit alternativen Bezahlsystemen arbeiten oder über andere Appstores verbreitet werden. Welche Gebühren tatsächlich anfallen, hängt vom gewählten Zahlungsweg und von bestehenden Programmen wie dem Small‑Developer‑Programm ab.
Nutzer können Apps künftig häufiger außerhalb des Play Stores beziehen. Android erlaubte dies bereits zuvor, doch Google will mit dem neuen Programm Installationsprozesse vereinfachen und zugleich Sicherheitskontrollen beibehalten.
Schrittweise Einführung bis 2027
Die Änderungen werden nach Unternehmensangaben schrittweise eingeführt. Erste Regionen sollen im Laufe des Jahres einbezogen werden, weitere Märkte folgen bis spätestens 2027. Details zu einzelnen technischen Anforderungen und Prüfverfahren sind bislang teilweise offen.
Fazit
Google verändert die wirtschaftlichen Regeln seines App‑Ökosystems. Die klassische 30‑Prozent‑Provision verliert an Bedeutung, wird jedoch durch ein gestuftes Gebührenmodell ersetzt. Gleichzeitig wächst der Spielraum für alternative Appstores und Zahlungswege auf Android.