Google Maps Offline-Karten sind praktisch, wenn unterwegs das Netz weg ist, Roaming teuer wäre oder du einfach Daten sparen willst. Mit ein paar Handgriffen lädst du einen Kartenausschnitt auf dein iPhone oder Android-Smartphone und kannst ihn später ohne Internetverbindung öffnen und fürs Autofahren zur Navigation nutzen. In dieser Anleitung siehst du, wie du Offline-Karten in Google Maps herunterlädst, sinnvoll zuschneidest, aktuell hältst und bei Bedarf wieder löschst – damit du auch in Funklöchern oder im Ausland zuverlässig den Weg findest.
Einleitung
Du steigst aus dem Zug, schaust aufs Handy – und plötzlich: kein Empfang. Oder du bist mit dem Auto auf einer Landstraße unterwegs, das Netz schwankt, Google Maps lädt ewig nach und die Karte „friert“ ein. Solche Momente sind unangenehm, weil sie genau dann passieren, wenn du Orientierung brauchst: beim Umsteigen, im Urlaub, auf dem Weg zu einem Termin oder wenn du im Ausland Daten-Roaming bewusst deaktiviert hast.
Offline-Karten sind dafür eine einfache Absicherung. Du lädst vorab den Bereich herunter, in dem du dich bewegen willst, und hast dann Straßen, Orte und grundlegende Routenführung auch ohne mobile Daten griffbereit. Das spart nicht nur Nerven, sondern oft auch Akku und Datenvolumen.
Wichtig ist nur: Offline bedeutet nicht „alles wie online“. Live-Verkehr, spontane Alternativrouten oder manche Verkehrsmittel sind eingeschränkt. Wenn du das im Hinterkopf behältst und die Karte rechtzeitig aktualisierst, wird Google Maps offline zu einem sehr verlässlichen Begleiter – egal ob auf dem iPhone oder unter Android.
Grundlagen und Überblick: Was Offline-Karten können (und was nicht)
Eine Offline-Karte ist ein heruntergeladener Kartenausschnitt, der lokal auf deinem Smartphone gespeichert wird. Google Maps zeigt dir diesen Bereich dann auch ohne Internet an – inklusive Straßen, vielen Ortsnamen und der Möglichkeit, im abgedeckten Gebiet zu suchen und zu navigieren. Praktisch: Dein GPS funktioniert auch ohne Internet. Das heißt, dein Standortpunkt bewegt sich weiter, selbst wenn du im Flugmodus bist.
Wichtig ist die Einschränkung: Offline-Navigation ist laut Google vor allem für die Auto-Navigation gedacht. Funktionen, die aktuelle Daten aus dem Netz brauchen, sind unterwegs ohne Verbindung limitiert. Dazu zählen typischerweise Live-Verkehr, Stau-Umfahrungen in Echtzeit oder manche Routenoptionen.
Offline-Karten sind am stärksten, wenn du sie als „Sicherheitsnetz“ nutzt: Grundnavigation und Karte bleiben verfügbar, auch wenn das Internet ausfällt.
Auch bei Orten gilt: Was einmal im Offline-Bereich liegt, lässt sich oft noch finden. Neue Bewertungen, Öffnungszeiten-Updates oder frisch eingetragene Änderungen erscheinen aber erst wieder, wenn du online bist und die Karte aktualisiert wurde.
Für den Alltag heißt das: Offline-Karten eignen sich besonders für Reisen, Pendelstrecken, Ausflüge in Regionen mit schwachem Netz und Situationen, in denen du mobile Daten vermeiden willst. Sobald du wieder WLAN hast, kannst du die gespeicherten Bereiche aktualisieren oder bereinigen.
| Option oder Variante | Beschreibung | Geeignet für |
|---|---|---|
| Eigener Kartenausschnitt | Du wählst einen Bereich manuell aus und lädst ihn herunter. | Urlaub, Roadtrip, Region um Hotel/Termin |
| Empfohlene Offline-Karten | Google Maps kann dir gespeicherte/naheliegende Bereiche vorschlagen (je nach Nutzung). | Alltag, häufige Wege, spontan mehr Sicherheit |
| Automatische Updates | Offline-Karten werden bei WLAN-Verbindung automatisch aktualisiert (falls aktiviert). | Alle, die selten daran denken wollen |
Vorbereitung und Voraussetzungen: Das solltest du vor dem Download prüfen
Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Check. Offline-Karten sind schnell eingerichtet, aber zwei Dinge entscheiden darüber, ob sie später wirklich helfen: genug Speicherplatz und ein sinnvoll gewählter Kartenausschnitt.
Diese Voraussetzungen sollten erfüllt sein:
- Google Maps ist aktuell: Öffne den App-Store (iPhone) oder den Play Store (Android) und aktualisiere die App bei Bedarf. Das reduziert Fehler und sorgt dafür, dass Menüs so aussehen wie in der Anleitung.
- Stabile WLAN-Verbindung: Offline-Karten lädst du am besten im WLAN, weil der Download je nach Gebiet spürbar groß sein kann. Google weist auch selbst darauf hin, dass Downloads und Updates typischerweise über WLAN vorgesehen sind.
- Genug Speicherplatz: Je größer der Bereich, desto mehr Speicher wird belegt. Schau im Zweifel kurz in den Geräteeinstellungen nach, ob noch ausreichend Platz frei ist.
- Google-Konto (empfohlen): Für einige Komfortfunktionen (z. B. gespeicherte Orte, Sync) ist ein Google-Konto hilfreich. Für das reine Offline-Laden ist es je nach Setup nicht immer zwingend, aber in der Praxis sehr üblich.
Plane den Kartenausschnitt bewusst: Für eine Stadt reicht oft ein enger Zuschnitt. Für Autofahrten ist es sinnvoll, die Route plus einen Puffer links und rechts mitzunehmen – falls du spontan abfährst oder eine Umleitung kommt.
Wenn dein Smartphone schon „Speicher voll“ meldet, kann eine kleine Aufräumrunde helfen. Als Orientierung bietet sich eine allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Freimachen von Speicher an, zum Beispiel in unserem Beitrag iPhone/Android: Speicher voll? So machst du Platz.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Offline-Karten in Google Maps herunterladen
Die Menüpunkte sind auf iPhone und Android sehr ähnlich. Je nach Version kann die Position einzelner Schalter leicht variieren, die Begriffe bleiben aber in der Regel gleich. Achte in Google Maps oben rechts auf dein Profilbild (oder den Anfangsbuchstaben deines Kontos) – darüber kommst du fast immer zum Offline-Menü.
- Google Maps öffnen und prüfen, dass du im WLAN bist (oder bewusst mobile Daten nutzen willst).
- Profil öffnen: Tippe oben rechts auf dein Profilbild/Initial.
- „Offlinekarten“ auswählen: In der Liste findest du den Punkt „Offlinekarten“ (manchmal auch „Offline Maps“ in englischer Spracheinstellung).
- „Eigene Karte auswählen“ antippen. Google Maps zeigt dir nun einen auswählbaren Rahmen über der Karte.
- Bereich festlegen: Verschiebe die Karte mit dem Finger und zoome hinein oder heraus, bis der Rahmen genau den Bereich abdeckt, den du brauchst. Tipp: Nimm bei einer Autofahrt etwas Umgebung mit, nicht nur die direkte Linie der Route.
- Download starten: Tippe auf „Herunterladen“ (oder „Download“). Google Maps zeigt meist auch an, ob der Download größer ausfällt, wenn du den Bereich erweiterst.
- Warten, bis der Download fertig ist: Lass die App im Vordergrund, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Danach erscheint der Bereich in deiner Offlinekarten-Liste.
- Testen (empfohlen): Aktiviere kurz den Flugmodus und öffne Google Maps erneut. Zoome in den heruntergeladenen Bereich hinein und prüfe, ob die Karte sauber geladen wird.
Alternative in manchen Ansichten: Wenn du einen Ort gesucht hast, kann Google Maps dir beim Ortsprofil ebenfalls eine Option zum Herunterladen einer Offline-Karte anbieten. Der zuverlässigste Weg bleibt aber meist die Offlinekarten-Verwaltung über das Profil-Menü.
Wenn du später offline navigieren willst, starte die Route am besten, solange du noch online bist (zum Beispiel im WLAN im Hotel). So sind Suchtreffer und Details vollständig verfügbar, bevor du ins Funkloch fährst.
Tipps, Fehlerbehebung und Varianten: Updates, Speicher und typische Stolpersteine
Offline-Karten sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Google Maps aktualisiert Karten regelmäßig, und gespeicherte Bereiche können „ablaufen“, wenn sie länger nicht erneuert werden. Laut Google kann die App Offline-Karten bei WLAN-Verbindung automatisch aktualisieren; außerdem wird in der Offlinekarten-Verwaltung angezeigt, wenn ein Update ansteht. Google nennt auch einen Hinweiszeitraum von 15 Tagen vor Ablauf, in dem automatische Updates angestoßen werden können (wenn WLAN verfügbar ist).
Diese Tipps helfen in der Praxis besonders oft:
- Offline-Karten aktualisieren: Öffne Profil > Offlinekarten und nutze die Update-Funktion (oder aktiviere automatische Updates in den Offlinekarten-Einstellungen, falls vorhanden).
- Speicherplatz reduzieren: Lade lieber mehrere kleine Bereiche statt „ein riesiges Land“. Unbenutzte Karten löschen: Profil > Offlinekarten, Karte auswählen, dann löschen. Das ist oft die schnellste Methode, wieder Platz zu schaffen.
- Android-Sonderfall SD-Karte: Je nach Gerät bietet Google Maps an, Offline-Karten auf einer SD-Karte zu speichern. Das kann sich lohnen, wenn der interne Speicher knapp ist.
- Fehler: Download startet nicht: Prüfe WLAN, Energiesparmodus und ob Google Maps im Hintergrund Daten nutzen darf. Ein App-Update oder ein Neustart des Smartphones hilft ebenfalls häufig.
- Fehler: Navigation wirkt eingeschränkt: Offline fehlen typischerweise Live-Verkehr und einige Verkehrsmodi. Plane besonders in Städten mit viel Stau lieber mit etwas Zeitpuffer.
Wenn du Offline-Karten vor allem für längere Autofahrten nutzt, kann es zusätzlich sinnvoll sein, den Datenverbrauch während der Navigation zu begrenzen (online), damit dein Volumen nicht unnötig schrumpft. Das ist kein Offline-Ersatz, aber ein guter „Plan B“, wenn du doch online fährst. Passend dazu: So findest und bezahlst Ladesäulen unterwegs (hilfreich, wenn du mit E‑Auto unterwegs bist und unterwegs oft zwischen Apps wechselst).
Hinweis zur Aktualität: Ein Google-Blogbeitrag zur Offline-Nutzung stammt aus dem Jahr 2023 und ist damit älter als zwei Jahre. Die Grundfunktion und die Menüs (Offlinekarten über das Profil) sind laut aktueller Google-Hilfe aber weiterhin zentral und werden regelmäßig gepflegt.
Fazit
Mit Offline-Karten in Google Maps bist du deutlich entspannter unterwegs, weil die Karte nicht vom Empfang abhängt. Einmal im WLAN den passenden Bereich herunterladen, kurz testen – und du hast im Zweifel genau dann Orientierung, wenn mobile Daten schwächeln oder du sie bewusst ausgeschaltet hast. Am besten funktionieren Offline-Karten als zuverlässiges Backup für bekannte Strecken, Reisen und Regionen mit Funklöchern. Achte darauf, den Ausschnitt sinnvoll zu wählen, regelmäßig zu aktualisieren und alte Downloads wieder zu löschen, damit der Speicher nicht unnötig voll läuft. Dann bleibt Google Maps auch ohne Internet ein praktisches Navigationswerkzeug, das im Alltag einfach „da ist“, wenn du es brauchst.
Hast du Offline-Karten schon einmal im Urlaub oder auf dem Weg zur Schule/Arbeit genutzt? Teile gern deine Erfahrungen – und wenn dich weitere praktische App-Tricks interessieren, stöbere in den HowTos auf TechZeitGeist.




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