Auf einen Blick
Berichte aus 2025 nennen erstmals eine Flow‑Batterie in Gigawattstunden‑(GWh)‑Skala. Die Meldungen betreffen vor allem Vanadium‑Flow‑Batterien in China; außerhalb Chinas sind Großprojekte meist im Bereich von wenigen bis rund 20 MWh. Der Status gilt als bedeutend, aber teilweise noch nicht vollständig primärverifiziert.
Das Wichtigste
- Berichte von 2025 nennen ein Vanadium‑Flow‑Batterieprojekt in China mit Gesamtenergie im GWh‑Bereich, das in Betrieb gegangen sein soll.
- Außerhalb Chinas sind größere Demonstrationen wie das Invinity‑LoDES‑Projekt (bis zu 20.7 MWh) typische Referenzfälle für Langzeit‑Stromspeicher.
- Die Technologie speichert Energie in flüssigem Elektrolyt in Tanks; Skalierung bringt Chancen für Netzstabilität, aber auch Fragen zu Materialversorgung und Kosten.
Einleitung
Was ist neu: Für Flow‑Batterien (kurz: Flow‑Batterie) berichten Branchenmedien 2025 von ersten Projekten im Gigawattstunden‑Bereich. Wer: vornehmlich chinesische Projektträger und Hersteller. Warum relevant: Langzeit‑Stromspeicher in GWh‑Größenordnung könnten erneuerbare Erzeugung über Tage hinweg besser nutzbar machen.
Was neu ist
In 2025 veröffentlichten mehrere Branchenquellen Berichte über ein Vanadium‑Flow‑Battery‑Projekt in Nordwest‑China, das in der Berichterstattung mit GWh‑Skalierung angegeben wurde. Herstellerseiten und Fachportale nennen technische Größenordnungen und mögliche Kopplung mit großen PV‑Anlagen. Parallel dazu liefen in Europa Demonstratoren wie das LoDES‑Projekt von Invinity mit gut 20 MWh, die als Referenz für Langzeit‑Stromspeicher (Long‑Duration Energy Storage, LDES) dienen. Wichtig: Einige Angaben stammen aus Hersteller‑ oder Branchenmeldungen; für exakte MW‑/MWh‑Werte sind offizielle Inbetriebnahme‑Dokumente oder unabhängige Prüfberichte ratsam.
Was das bedeutet
Flow‑Batterien speichern elektrische Energie in flüssigen Elektrolyten in externen Tanks. Das erlaubt längere Entladezeiten als bei vielen Lithium‑Batterien und eine einfache Skalierung der Energiemenge durch größere Tanks. Für den Strommarkt heißt das: mehr Flexibilität bei der Ausnutzung von Solar‑ und Windstrom über Stunden bis Tage. Risiken bleiben: Vanadium‑Lieferketten, Investitionskosten pro MWh und die Frage, wie gut solche Großanlagen in verschiedene Netz‑ und Genehmigungsregimes außerhalb Chinas integrierbar sind. Ökonomisch lohnt sich die Technologie vor allem dort, wo lange Speicherzeiten wirtschaftlich belohnt werden.
Wie es weitergeht
Kurzfristig sind klare Schritte: unabhängige Bestätigung technischer Daten der gemeldeten GWh‑Projekte, Veröffentlichung von Betriebsberichten und Monitoring durch Netzbetreiber. In Europa und Großbritannien laufen finanzielle Förderprogramme und Ausschreibungen für LDES‑Demos, die 2025–2026 Referenzdaten liefern sollen. Mittelfristig sind Pilotprojekte in verschiedenen Netzumgebungen nötig, um Lieferkettenrisiken (z. B. Vanadium) und Lebenszykluskosten besser zu bewerten. Für Investoren und Netzplaner gilt: Szenarien mit realistischen Betriebsstunden und Wartungskosten vergleichen, bevor großflächig skaliert wird.
Fazit
Berichte über Flow‑Batterien in GWh‑Skala markieren einen wichtigen Entwicklungsschritt für Langzeit‑Stromspeicher. Die technische Machbarkeit erscheint gegeben, doch für belastbare Schlussfolgerungen sind unabhängige Betriebsdaten und Primärdokumente nötig.
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