Auf einen Blick
Der Offshore-Dienstleister Edda Wind hat Vereinbarungen zum Verkauf seiner SOV- und CSOV-Flotte geschlossen. Käufer sind North Star und ein Fonds des Investors Navigare Capital. Mit dem Schritt wechselt der operative Zugang zu mehreren Service-Schiffen für Offshore-Windparks den Eigentümer, künftige Buchungen erfolgen direkt über die neuen Betreiber.
Das Wichtigste
- Edda Wind hat den Verkauf seiner gesamten SOV- und CSOV-Flotte vereinbart.
- Die Schiffe gehen an North Star sowie einen Fonds von Navigare Capital.
- Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt technischer Inspektionen und weiterer Bedingungen.
Flottenverkauf im Offshore-Servicemarkt
Der norwegische Offshore-Dienstleister Edda Wind hat Vereinbarungen zum Verkauf seiner Flotte von Service Operation Vessels (SOV) und Commissioning Service Operation Vessels (CSOV) geschlossen. Käufer sind das britische Unternehmen North Star sowie ein Investmentfonds des Infrastrukturinvestors Navigare Capital. Die Vereinbarungen wurden am 4. März bekannt gegeben.
Mit dem Verkauf wechseln mehrere Spezialschiffe für Wartung und Inbetriebnahme von Offshore-Windanlagen den Betreiber. Die Einheiten werden künftig von den neuen Eigentümern vermarktet und an Betreiber von Windparks verchartert.
Aufteilung der Schiffe auf zwei Käufer
Nach Angaben des Unternehmens wird die Flotte zwischen zwei Käufern aufgeteilt. North Star übernimmt einen Teil der Service-Schiffe, während ein Fonds von Navigare Capital mehrere weitere Einheiten erhält. Die Vereinbarungen umfassen sowohl bereits eingesetzte Schiffe als auch Neubauten aus dem bestehenden Bauprogramm.
Die Transaktion steht unter üblichen Vorbehalten, darunter technische Inspektionen der Schiffe und weitere vertragliche Bedingungen. Finanzielle Details des Geschäfts wurden bislang nicht veröffentlicht.
Bedeutung für Offshore-Windprojekte
SOV- und CSOV-Schiffe dienen als schwimmende Basis für Techniker in Offshore-Windparks. Sie transportieren Personal und Ersatzteile zu Anlagen und ermöglichen Wartungsarbeiten über sogenannte Walk-to-Work-Gangways. Betreiber buchen diese Schiffe in der Regel über langfristige Charterverträge.
Durch den Eigentümerwechsel verlagert sich der Zugang zu diesen Kapazitäten auf die neuen Betreiber. Für Projektentwickler und Wartungsfirmen bedeutet dies, dass künftige Charterverträge direkt mit North Star oder Navigare‑nahen Gesellschaften abgeschlossen werden.
Abschluss nach Prüfungen erwartet
Der Vollzug der Transaktion hängt von technischen Prüfungen und weiteren üblichen Abschlussbedingungen ab. Erst danach können die Schiffe offiziell übertragen werden. Ein konkreter Zeitpunkt für den Abschluss wurde bislang nicht genannt.
Die Vereinbarung fällt in eine Phase steigender Nachfrage nach spezialisierten Service-Schiffen für Offshore-Windparks, da in Europa und anderen Regionen zahlreiche neue Projekte gebaut oder vorbereitet werden.
Fazit
Mit dem geplanten Verkauf seiner SOV- und CSOV-Flotte zieht sich Edda Wind als Eigentümer dieser Schiffe zurück. North Star und Navigare Capital übernehmen die Einheiten und damit einen Teil der operativen Infrastruktur für Wartung und Inbetriebnahme von Offshore-Windparks.
Die endgültige Übertragung der Flotte hängt noch von technischen Prüfungen und vertraglichen Bedingungen ab.