Auf einen Blick
Chinas Solarzubau hat in den ersten beiden Monaten 2026 nach Angaben der Nationalen Energiebehörde 32,48 Gigawatt erreicht. Das liegt 17,71 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig gaben Polysiliziumpreise laut Branchenangaben deutlich nach. Der Druck auf Modul- und Zellpreise im größten Solarmarkt der Welt hält damit an.
Das Wichtigste
- Die Nationale Energiebehörde Chinas bezifferte den Solarzubau für Januar und Februar 2026 auf 32,48 Gigawatt.
- Das Volumen lag 17,71 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die gesamte installierte Solarleistung des Landes erreichte bis Ende Februar 1,23 Terawatt.
- Zeitgleich sanken Polysiliziumpreise laut Branchenberichten binnen einer Woche um bis zu 7,95 Prozent. Das erhöht den Preisdruck in der Lieferkette.
NEA veröffentlicht schwächeren Jahresauftakt beim Solarzubau
China hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 nach Angaben der Nationalen Energiebehörde 32,48 Gigawatt neue Solarleistung installiert. Darüber berichteten pv magazine und TaiyangNews Ende März unter Verweis auf die Behörde. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang um 17,71 Prozent. Für den Weltmarkt ist die Zahl relevant, weil China der größte Absatz- und Produktionsmarkt für Solartechnik ist.
Installierte Solarleistung steigt auf 1,23 Terawatt
Bis Ende Februar lag Chinas gesamte installierte Stromerzeugungskapazität bei 3,95 Terawatt und damit 15,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Die installierte Solarleistung erreichte 1,23 Terawatt, ein Plus von 33,2 Prozent. TaiyangNews nannte für Januar und Februar gerundet 32,5 Gigawatt und bestätigte damit die Größenordnung der NEA-Daten.
Rückgang bei Polysilizium verstärkt den Preisdruck
Parallel zum schwächeren Zubau meldete pv magazine unter Verweis auf die China Nonferrous Metals Industry Association fallende Polysiliziumpreise. Demnach gaben die Preise zuletzt um bis zu 7,95 Prozent binnen einer Woche nach. In einem separaten Marktbericht auf Basis von OPIS-Daten lag der Preis für Mono-Premium-Polysilizium am 10. März bei 46,083 Yuan je Kilogramm und damit 5,79 Prozent unter dem Wert der Vorwoche. Sinkende Rohstoffpreise wirken damit weiter auf Zellen, Module und Margen der Hersteller.
Branche richtet den Blick auf die nächsten Monatsdaten
Für den weiteren Jahresverlauf gilt die Prognose des Branchenverbands CPIA als Referenz. Der Verband erwartet für 2026 in China einen Solarzubau von 180 bis 240 Gigawatt, nach 315,07 Gigawatt im Jahr 2025. Die kommenden Monatsstatistiken der Energiebehörde werden zeigen, ob sich das Tempo nach dem schwächeren Start im Frühjahr wieder erhöht.
Markt startet unter dem Rekordtempo des Vorjahres
Die neuen Daten zeigen keinen Einbruch des chinesischen Solarmarkts, aber ein langsameres Anfangstempo als 2025. Zusammen mit den fallenden Rohstoffpreisen spricht das für anhaltenden Wettbewerbsdruck in der chinesischen Solarindustrie und für weitere Preisbewegungen entlang der Lieferkette.