Auf einen Blick
Bei ChatGPT Werbung steht ein neuer Testlauf an: In den USA sollen Anzeigen in kostenlosen und günstigen Tarifen schrittweise ausprobiert werden. OpenAI verspricht klare Kennzeichnung und dass Anzeigen die Antworten nicht beeinflussen. Wer Kontrolle behalten will, sollte Einstellungen zu Personalisierung, Daten und Chat-Verlauf kennen.
Das Wichtigste
- OpenAI will Werbung in ChatGPT zunächst testweise für eingeloggte Erwachsene in den USA zeigen.
- Laut OpenAI sollen Anzeigen klar getrennt sein und die Antworten nicht steuern.
- Werbefrei sollen höherwertige Bezahl-Tarife bleiben; Details hängen vom Rollout ab.
- Nutzer können wichtige Schalter prüfen: Personalisierung, Datennutzung und den Chat-Verlauf.
Einleitung
Wer ChatGPT täglich auf dem Smartphone nutzt, könnte bald häufiger Werbehinweise sehen. OpenAI hat angekündigt, Anzeigen in ChatGPT in einem begrenzten Test zu erproben. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob Werbung erscheint, sondern auch wie sie ausgewählt wird. Für Nutzer wird deshalb heute wichtiger, die eigenen Datenschutz- und Personalisierungsoptionen zu kennen.
Was neu ist
OpenAI plant, Werbung in ChatGPT zunächst in den USA zu testen, und zwar für eingeloggte erwachsene Nutzer. Laut OpenAI sollen die Anzeigen als eigene Fläche deutlich gekennzeichnet sein und unter einer Antwort erscheinen. Das Unternehmen sagt außerdem, dass Werbung die Inhalte der Antworten nicht beeinflussen soll. In Berichten ist zudem von einem Rollout in kostenlosen Angeboten und einem günstigeren Tarif die Rede, während höherpreisige Tarife werbefrei bleiben sollen. Wichtig: Es handelt sich um einen Test, der nicht automatisch bedeutet, dass Werbung sofort überall auftaucht.
Was das bedeutet
Für Nutzer kann ChatGPT Werbung den Alltag spürbar verändern, weil ein Chat oft sehr persönlich wirkt. „Personalisierte Werbung“ bedeutet vereinfacht: Anzeigen passen sich an Interessen oder den aktuellen Kontext an, ähnlich wie in Social Apps. OpenAI betont, Gespräche würden nicht an Werbetreibende verkauft, und es soll Wahlmöglichkeiten geben. Trotzdem lohnt es sich, Grenzen zu setzen: Je weniger sensible Infos man in einen Chat schreibt, desto weniger muss später erklärt werden. In Teams und Familien kann das Thema ebenfalls wichtig sein, weil Geräte häufig geteilt werden. Wer ChatGPT für Schule, Job oder Gesundheitsthemen nutzt, sollte besonders sorgfältig sein.
Wie es weitergeht
In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie der Test im Alltag aussieht und welche Einstellungen wirklich greifen. Wer die Kontrolle behalten will, kann schon jetzt drei Dinge tun: Erstens die Datenschutz- und „Data Controls“-Optionen prüfen, also ob Chats für Modelltraining genutzt werden dürfen. Zweitens die Personalisierungseinstellungen überprüfen und, wenn angeboten, personalisierte Anzeigen deaktivieren. Drittens den Chat-Verlauf regelmäßig bereinigen und für heikle Themen temporäre Chats nutzen, falls verfügbar. Wer generell keine Anzeigen möchte, wird voraussichtlich nur über einen werbefreien Tarif ausweichen können. Ob und wann der Test auf andere Länder ausgedehnt wird, ist derzeit offen.
Fazit
Werbung in ChatGPT ist vor allem eine Frage von Transparenz und Kontrolle für Nutzer. Wenn der Test ausgebaut wird, entscheiden klare Schalter und verständliche Erklärungen darüber, ob Vertrauen erhalten bleibt. Am sichersten fährt, wer Personalisierung begrenzt und im Chat keine unnötig sensiblen Daten teilt.
Teile gern, welche Einstellungen du in Chat-Apps wichtig findest – und ob Werbung für dich ein Dealbreaker wäre.




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