Automobil

CATL stellt Batterie-Baukasten für schwere Elektro-Lkw vor

Auf der IAA zeigt CATL TECTRANS II mit einheitlichen Anschlüssen und variabler Zahl von Batteriepaketen. Der Baukasten soll neue Batterietechnik leichter in bestehende Fahrzeugmodelle bringen.

Von Wolfgang

16. Sep. 20262 Min. Lesezeit

CATL stellt Batterie-Baukasten für schwere Elektro-Lkw vor

Auf der IAA zeigt CATL TECTRANS II mit einheitlichen Anschlüssen und variabler Zahl von Batteriepaketen. Der Baukasten soll neue Batterietechnik leichter in bestehende Fahrzeugmodelle bringen.

CATL hat am 14. September auf der IAA Transportation in Hannover seine Batterieplattform TECTRANS II vorgestellt. Ihr Kern ist ein Baukasten: Unterschiedlich viele standardisierte Batteriepakete sollen verschiedene Fahrzeugaufgaben abdecken. Wie der Hersteller in seiner englischen Originalmitteilung erklärt, soll neue Batterietechnik später ohne größere Änderungen an der Fahrzeugplattform nutzbar werden.

Ein Baukasten für unterschiedliche Fahrzeuge

CATL will äußere Abmessungen, elektrische Anschlüsse und Kommunikationsprotokolle vereinheitlichen. Gemeint ist damit auch die Verständigung zwischen Batterie und Fahrzeug. Der Ansatz betrifft die eigene Plattform; einen offenen, herstellerübergreifenden Batteriestandard kündigt CATL damit nicht an. Die Plattform unterstützt Laden und Batteriewechsel.

Für die maximale Konfiguration nennt CATL bis zu 1.000 Kilometer Reichweite sowie beim Megawattladen 25 Minuten bis zu einem Ladestand von 80 Prozent. Welcher Anfangsladestand und welche Testbedingungen dieser Zeit zugrunde liegen, führt die Mitteilung nicht aus. Die Zahlen bleiben Herstellerangaben, keine unabhängig bestätigten Werte für einen beliebigen Serien-Lkw.

Der Name TECTRANS II ist dabei nicht neu. Bereits am 6. Juli beschrieb CATL eine Schnellladebatterie für leichte Nutzfahrzeuge. Dort ging es um Transporter und andere leichte Fahrzeuge sowie um eine Spitzenladerate von 8C. Diese Zahl beschreibt die Ladeleistung im Verhältnis zur Batteriekapazität. Die damaligen Ladezeiten lassen sich deshalb nicht als Leistungsnachweis der jetzt vorgestellten Schwerlastplattform übernehmen. Die IAA-Nachricht betrifft deren modularen Aufbau und Einsatz im schweren Güterverkehr.

Schema mit Batteriepaketen, einem schweren Elektro-Lkw und einem geeigneten Ladeplatz als drei zusammengehörigen Komponenten.
KI-generiertes Schema: Batteriekapazität, Fahrzeugeinbau und Ladeplatz müssen zur Transportaufgabe passen. Keine Produktzeichnung von CATL.

Für Fernstrecken muss auch der Ladeplatz passen

Warum diese Unterscheidung praktisch wichtig ist, zeigt der Global EV Outlook 2026 der Internationalen Energieagentur. Demnach wächst der elektrische Lkw-Verkehr bislang besonders in Anwendungen mit kürzeren Strecken und Lademöglichkeiten im Depot. Für längere Fahrten werden geeignete öffentliche Ladeplätze wichtiger. Ein leistungsfähiger Pkw-Lader genügt dafür nicht automatisch: Ein schwerer Lkw muss den Standort auch anfahren, rangieren und dort stehen können.

Die IEA empfiehlt, Routen, Batteriegröße und Ladestrategie gemeinsam zu planen. Ungünstig ausgelegte Depots können hohe Leistungsspitzen verursachen und Netzanschlüsse verzögern. Daraus folgt für die neue Plattform: Ihre flexible Bestückung ist vor allem dann nützlich, wenn Fahrzeug und Ladeplanung zur konkreten Strecke passen. Die größte Batterie ist nicht automatisch für jede Tour die sinnvollste Konfiguration.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.