Technik

SES startet drei Internetsatelliten für den Netzausbau ab 2027

Die letzten drei O3b-mPOWER-Satelliten sind im All. Sie sollen Verbindungen etwa auf See und an entlegenen Standorten stärken, gehen aber erst später in Dienst.

Von Wolfgang

15. Sep. 20262 Min. Lesezeit

SES startet drei Internetsatelliten für den Netzausbau ab 2027

Die letzten drei O3b-mPOWER-Satelliten sind im All. Sie sollen Verbindungen etwa auf See und an entlegenen Standorten stärken, gehen aber erst später in Dienst.

Der Satellitenbetreiber SES hat am 13. September die letzten drei Satelliten seiner O3b-mPOWER-Konstellation gestartet. Eine Falcon 9 brachte sie von Cape Canaveral in Florida ins All. Damit sind alle 13 vorgesehenen Einheiten gestartet. Die drei Neuzugänge sollen nach dem Zeitplan von SES bis Mitte 2027 betriebsbereit sein und die zehn bereits arbeitenden Satelliten ergänzen.

Das Netz richtet sich unter anderem an Telekommunikationsanbieter und Unternehmen, die Verbindungen in abgelegenen oder unzureichend versorgten Gebieten benötigen. SES will mit der Erweiterung zusätzliche Übertragungskapazität bereitstellen und das System robuster machen. Für Nutzer kann solche Infrastruktur dort relevant sein, wo die Internetverbindung über Satelliten statt über eine durchgehende terrestrische Leitung läuft.

Bestehende Verbindungen sollen mehr Kapazität erhalten

Zu den aktiven Kunden gehören laut Satellitenhersteller Boeing bereits Kreuzfahrtreedereien, Mobilfunkbetreiber und kommerzielle Fluggesellschaften. Die Erweiterung baut somit auf einem genutzten Netz auf. Eine höhere Datenrate für einzelne Reisende oder neue Tarife für Haushalte wird mit der Startmeldung allerdings nicht zugesagt.

Boeing beschreibt die Kommunikationstechnik an Bord als softwaregesteuert: Sie kann Bandbreite umleiten, die Leistung der Funkstrahlen gezielt verteilen und Kapazität an veränderten Bedarf anpassen. Dahinter steht ein praktisches Ziel: Übertragungsleistung soll sich dorthin verschieben lassen, wo sie gebraucht wird. Wie viel zusätzliche Leistung die drei neuen Satelliten im Betrieb tatsächlich liefern, lässt sich aus der Meldung noch nicht unabhängig beurteilen.

Zwischen Start und Dienstbeginn liegen weitere Schritte

Vor dem Einsatz müssen die neuen Satelliten ihre Betriebsbahnen erreichen und in Betrieb genommen werden. Boeing nennt dafür Bahnanhebung und Initialisierung. Das erklärt den Abstand zwischen dem gelungenen Start und dem vorgesehenen Dienstbeginn Mitte 2027. Der Termin bleibt eine Planung der beteiligten Unternehmen.

Ablaufgrafik mit den Schritten Start am 13. September 2026, Bahnanhebung und Inbetriebnahme sowie geplanter Dienstbeginn Mitte 2027.
Vom Start bis zum Dienstbeginn stehen weitere Schritte an. KI-generierte schematische Darstellung nach Boeing und SES; keine maßstäbliche Zeitachse.

Für bestehende Kunden ist damit zunächst ein weiterer Ausbau des Netzes vorbereitet. Ob und wann daraus spürbar bessere Verbindungen werden, zeigt sich erst mit dem tatsächlichen Einsatz der neuen Satelliten.

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild, keine Originalaufnahme eines O3b-mPOWER-Satelliten.

Quellen

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.