Der Satellitenbetreiber SES hat am 13. September die letzten drei Satelliten seiner O3b-mPOWER-Konstellation gestartet. Eine Falcon 9 brachte sie von Cape Canaveral in Florida ins All. Damit sind alle 13 vorgesehenen Einheiten gestartet. Die drei Neuzugänge sollen nach dem Zeitplan von SES bis Mitte 2027 betriebsbereit sein und die zehn bereits arbeitenden Satelliten ergänzen.
Das Netz richtet sich unter anderem an Telekommunikationsanbieter und Unternehmen, die Verbindungen in abgelegenen oder unzureichend versorgten Gebieten benötigen. SES will mit der Erweiterung zusätzliche Übertragungskapazität bereitstellen und das System robuster machen. Für Nutzer kann solche Infrastruktur dort relevant sein, wo die Internetverbindung über Satelliten statt über eine durchgehende terrestrische Leitung läuft.
Bestehende Verbindungen sollen mehr Kapazität erhalten
Zu den aktiven Kunden gehören laut Satellitenhersteller Boeing bereits Kreuzfahrtreedereien, Mobilfunkbetreiber und kommerzielle Fluggesellschaften. Die Erweiterung baut somit auf einem genutzten Netz auf. Eine höhere Datenrate für einzelne Reisende oder neue Tarife für Haushalte wird mit der Startmeldung allerdings nicht zugesagt.
Boeing beschreibt die Kommunikationstechnik an Bord als softwaregesteuert: Sie kann Bandbreite umleiten, die Leistung der Funkstrahlen gezielt verteilen und Kapazität an veränderten Bedarf anpassen. Dahinter steht ein praktisches Ziel: Übertragungsleistung soll sich dorthin verschieben lassen, wo sie gebraucht wird. Wie viel zusätzliche Leistung die drei neuen Satelliten im Betrieb tatsächlich liefern, lässt sich aus der Meldung noch nicht unabhängig beurteilen.
Zwischen Start und Dienstbeginn liegen weitere Schritte
Vor dem Einsatz müssen die neuen Satelliten ihre Betriebsbahnen erreichen und in Betrieb genommen werden. Boeing nennt dafür Bahnanhebung und Initialisierung. Das erklärt den Abstand zwischen dem gelungenen Start und dem vorgesehenen Dienstbeginn Mitte 2027. Der Termin bleibt eine Planung der beteiligten Unternehmen.

Für bestehende Kunden ist damit zunächst ein weiterer Ausbau des Netzes vorbereitet. Ob und wann daraus spürbar bessere Verbindungen werden, zeigt sich erst mit dem tatsächlichen Einsatz der neuen Satelliten.
Titelbild: KI-generiertes Symbolbild, keine Originalaufnahme eines O3b-mPOWER-Satelliten.
Quellen
- SES: SES’s Final Three O3b mPOWER Satellites Successfully Launched, 13. September 2026.
- Boeing: Satellite constellation set to level up service, 13. September 2026.
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