Samstag, 25. April 2026

Wirtschaft

RWE meldet Baufortschritt bei 1,4‑GW-Offshorepark Sofia

Stand: 21. February 2026, 14:46 Uhr Berlin Auf einen Blick RWE berichtet über neue Baufortschritte beim Offshore-Windprojekt Sofia mit 1,4 Gigawatt Leistung vor der britischen…

Von Wolfgang

21. Feb. 20263 Min. Lesezeit

RWE meldet Baufortschritt bei 1,4‑GW-Offshorepark Sofia

RWE berichtet über neue Baufortschritte beim Offshore-Windprojekt Sofia mit 1,4 Gigawatt Leistung vor der britischen Küste. Für Verbraucher in Deutschland ist das vor allem im Zusammenhang mit Netzkosten relevant: Offshore-Anbindung und Entschädigungen fließen über…

Stand: 21. February 2026, 14:46 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

RWE berichtet über neue Baufortschritte beim Offshore-Windprojekt Sofia mit 1,4 Gigawatt Leistung vor der britischen Küste. Für Verbraucher in Deutschland ist das vor allem im Zusammenhang mit Netzkosten relevant: Offshore-Anbindung und Entschädigungen fließen über regulierte Mechanismen in Netzentgelte und Umlagen, darunter die Offshore-Netzumlage.

Das Wichtigste

  • RWE meldet Meilensteine beim Bau des Offshore-Windparks Sofia mit 1,4 GW in der Nordsee.
  • Nach Angaben des Konzerns sind Turbinen der 14-MW-Klasse von Siemens Gamesa für das Projekt vorgesehen.
  • In Deutschland weist Netztransparenz die Offshore-Netzumlage für 2025 mit 0,816 ct/kWh aus, die Kosten der Offshore-Anbindung anteilig auf Endverbraucher umlegt.

Projektstatus und Kostendebatte treffen aufeinander

RWE hat den Baufortschritt beim Offshore-Windpark Sofia (1,4 Gigawatt) vor der britischen Ostküste bekanntgegeben. Das Projekt zählt zu den großen Ausbauten in der Nordsee und fällt in eine Phase, in der Netzbetreiber und Politik über die Verteilung der Kosten von Offshore-Anbindungen und Netzausbau diskutieren. Für Deutschland ist dabei die Frage zentral, welche Bestandteile über Netzentgelte und Umlagen abgerechnet werden.

Was RWE zum Offshore-Windprojekt Sofia mitteilt

Nach Angaben von RWE wurden beim Projekt Sofia mehrere Bauetappen erreicht, darunter Arbeiten an Fundamenten und an der Netzanbindung. Der Konzern verortet das Vorhaben in der Nordsee und beziffert die Leistung auf 1,4 Gigawatt. Als Turbinenlieferant nennt RWE Siemens Gamesa und verweist auf Anlagen der 14-MW-Klasse. Ein Beschaffungsauftrag an Vestas für dieses Projekt wird in der Mitteilung nicht genannt.

Folgen für Netzentgelte und Umlagen in Deutschland

Große Offshore-Windparks wirken sich nicht unmittelbar auf die Strompreise in Deutschland aus, sie stehen aber im Kontext von Netzkosten, die über regulierte Verfahren verteilt werden. Für die Anbindung von Offshore-Wind an das Übertragungsnetz sieht das Energiewirtschaftsrecht Ausgleichs- und Umlagemechanismen vor. Netztransparenz weist in diesem Zusammenhang die Offshore-Netzumlage aus, die bestimmte Kostenpositionen und einen Ausgleichsbetrag auf Basis prognostizierter Endverbräuche verteilt. Für 2025 wird die Offshore-Netzumlage mit 0,816 Cent pro Kilowattstunde angegeben. Zum Vergleich: Für 2024 nennt Netztransparenz 0,656 Cent pro Kilowattstunde.

Netzentgelte und Umlagen sind getrennte Bestandteile der Stromrechnung. Die Offshore-Netzumlage ist eine ausgewiesene Umlagekomponente. Sie verändert sich jährlich, weil sich die zugrunde liegenden Kostenansätze und Verbrauchsprognosen ändern können.

Welche nächsten Schritte anstehen

Für das Projekt Sofia sind weitere Arbeiten an Turbineninstallation und Netzinfrastruktur erforderlich, bis der Windpark vollständig einspeisen kann. Für Deutschland steht turnusgemäß die nächste Festlegung der Umlagenwerte durch die zuständigen Übertragungsnetzbetreiber und deren Veröffentlichung über Netztransparenz im Fokus. Änderungen an der Ausgestaltung von Offshore-Anbindung und Kostenverteilung ergeben sich zudem aus laufenden Anpassungen des Rechtsrahmens, unter anderem im Umfeld des Windenergie-auf-See-Gesetzes.

Einordnung

RWE treibt den Ausbau des 1,4-GW-Offshore-Windparks Sofia voran und nennt Siemens Gamesa als Turbinenlieferanten. Für Deutschland bleibt der Ausbau von Offshore-Wind vor allem eine Netzinfrastrukturfrage. Die Kostenverteilung läuft über regulierte Netzentgelte und Umlagen, darunter die Offshore-Netzumlage mit dem für 2025 ausgewiesenen Satz von 0,816 ct/kWh.