Freitag, 24. April 2026

Automobil

NHTSA weitet Prüfung zu Tesla FSD auf 3,2 Millionen Autos aus

Stand: 20. March 2026, 10:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Tesla FSD auf die Stufe einer technischen Analyse…

Von Wolfgang

20. März 20263 Min. Lesezeit

NHTSA weitet Prüfung zu Tesla FSD auf 3,2 Millionen Autos aus

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Tesla FSD auf die Stufe einer technischen Analyse angehoben. Betroffen sind 3,2 Millionen Fahrzeuge. Damit rückt ein möglicher Rückruf näher, falls sich Sicherheitsmängel bei schlechter Sicht und…

Stand: 20. March 2026, 10:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Tesla FSD auf die Stufe einer technischen Analyse angehoben. Betroffen sind 3,2 Millionen Fahrzeuge. Damit rückt ein möglicher Rückruf näher, falls sich Sicherheitsmängel bei schlechter Sicht und verspäteten Warnungen bestätigen.

Das Wichtigste

  • Die NHTSA hat die Prüfung von Tesla FSD am 19. März auf eine Engineering Analysis ausgeweitet.
  • Die Untersuchung umfasst laut Reuters 3,2 Millionen Tesla-Fahrzeuge.
  • Im Zentrum stehen Unfälle bei schlechter Sicht sowie die Frage, ob das System Fahrer rechtzeitig warnt.

US-Behörde verschärft Verfahren gegen Tesla FSD

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Teslas Fahrassistenzsystem Full Self-Driving verschärft. Wie Reuters unter Berufung auf die Behörde berichtete, wurde das Verfahren am 19. März auf eine technische Analyse ausgeweitet. Dieser Schritt ist im US-Verfahren die Vorstufe für einen möglichen Rückruf. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Tesla FSD bei schlechter Sicht Hindernisse oder vorausfahrende Fahrzeuge nicht zuverlässig erkennt und Fahrer zu spät warnt.

Neun gemeldete Vorfälle und ein tödlicher Unfall

Nach Angaben von Reuters bezieht sich die ausgeweitete Untersuchung auf 3,2 Millionen Fahrzeuge. Die NHTSA verknüpft den Vorgang mit neun Vorfällen, darunter ein tödlicher Unfall und zwei Unfälle mit Verletzten. Zudem prüft die Behörde sechs weitere mögliche Fälle. Laut Reuters geht es um Situationen mit Blendung, Staub oder anderen Sichtbehinderungen. Die Behörde untersucht auch, ob Tesla eine überarbeitete Erkennung solcher Sichtprobleme eingeführt hat und wie weit diese Software verteilt wurde.

Rückruf ist noch nicht beschlossen

Ein Rückruf ist mit dem neuen Verfahrensstand noch nicht angeordnet. Die Engineering Analysis erlaubt der NHTSA, den technischen Sachverhalt vertieft zu prüfen und weitere Daten vom Hersteller anzufordern. Für Tesla ist der Schritt dennoch relevant, weil die Behörde in früheren Verfahren zu Assistenzfunktionen nach einer vertieften Untersuchung bereits sicherheitsbezogene Maßnahmen durchgesetzt hat. Für Fahrer betroffener Fahrzeuge ändert sich zunächst nichts an bestehenden Pflichten zur Überwachung des Systems.

Behörde prüft Softwarestand und Unfallmuster

Als Nächstes dürfte die NHTSA die Verteilung und Wirksamkeit möglicher Softwareanpassungen genauer untersuchen. Entscheidend ist, ob Tesla FSD Sichtprobleme früh genug erkennt und Fahrer vor einem Kontrollverlust rechtzeitig warnt. Wann die Behörde über weitere Maßnahmen entscheidet, ist bislang offen.

Verfahren erreicht eine neue Stufe

Die Ausweitung der Untersuchung ist ein konkreter regulatorischer Schritt und kein bloßer Prüfhinweis. Für Tesla FSD verschiebt sich der Vorgang damit von einer ersten Vorprüfung in ein Verfahren, das unmittelbar auf technische Nachweise und mögliche Abhilfen zielt.