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Wirtschaft

ESA bewilligt 3 Milliarden Euro für Exploration

Stand: 27. February 2026, 17:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Die ESA stellt für das Artemis-Programm 2028 im Rahmen ihres neuen Dreijahresbudgets knapp drei Milliarden…

Von Wolfgang

27. Feb. 20262 Min. Lesezeit

ESA bewilligt 3 Milliarden Euro für Exploration

Die ESA stellt für das Artemis-Programm 2028 im Rahmen ihres neuen Dreijahresbudgets knapp drei Milliarden Euro für Exploration bereit. Ein erheblicher Teil dürfte in europäische Beiträge wie das Orion-Servicemodul fließen. Konkrete Jahresanteile für Artemis…

Stand: 27. February 2026, 17:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Die ESA stellt für das Artemis-Programm 2028 im Rahmen ihres neuen Dreijahresbudgets knapp drei Milliarden Euro für Exploration bereit. Ein erheblicher Teil dürfte in europäische Beiträge wie das Orion-Servicemodul fließen. Konkrete Jahresanteile für Artemis 2025 und 2026 weist die ESA bislang nicht gesondert aus.

Das Wichtigste

  • ESA-Mitgliedstaaten beschließen 22,067 Milliarden Euro für 2025–2027.
  • Davon entfallen knapp drei Milliarden Euro auf Exploration.
  • Artemis-Programm 2028 erhält Mittel über diesen Explorationstopf.

Beschluss auf Ministerrat

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat auf ihrer Ministerratskonferenz Ende 2025 ein Budget von 22,067 Milliarden Euro für die Jahre 2025 bis 2027 beschlossen. Für den Bereich Exploration sind dabei knapp drei Milliarden Euro vorgesehen. Aus diesem Topf werden auch Europas Beiträge zum Artemis-Programm 2028 finanziert.

Damit steht fest, in welchem finanziellen Rahmen sich die europäischen Verpflichtungen gegenüber der NASA in den kommenden Jahren bewegen. Eine gesonderte Ausweisung reiner Artemis-Kosten für einzelne Haushaltsjahre erfolgt bislang nicht.

Dreijahresrahmen für Exploration

Nach Angaben der ESA entfallen auf das Programmsegment Exploration knapp drei Milliarden Euro für den Zeitraum 2025 bis 2027. Dazu zählen bemannte und robotische Vorhaben, darunter das europäische Servicemodul für das Orion-Raumschiff sowie Beiträge zur geplanten Mondraumstation Gateway.

Medienberichten zufolge liegt die bewilligte Summe für Exploration mehr als 20 Prozent unter dem zuvor angemeldeten Bedarf der ESA. Innerhalb dieses Rahmens müssen bestehende Verpflichtungen und neue Entwicklungsprojekte finanziert werden.

Finanzieller Spielraum für Artemis

Das Artemis-Programm 2028 wird aus dem Explorationstopf mitfinanziert. Bei einer gleichmäßigen Verteilung entspräche das rund einer Milliarde Euro pro Jahr für sämtliche Explorationsprojekte. Welcher Anteil davon konkret auf Artemis entfällt, ist bislang offen.

Für Industrieunternehmen in Deutschland, Frankreich und Italien schafft der Beschluss Planungssicherheit. Sie sind maßgeblich am Bau des Orion-Servicemoduls beteiligt, das Europa im Gegenzug für Astronautenplätze bereitstellt.

Weitere Vertragsvergaben erwartet

In den kommenden Monaten werden konkrete Mittelzuweisungen innerhalb des Explorationprogramms erwartet. Dazu zählen Vertragsvergaben für weitere Servicemodule sowie Beiträge zur Gateway-Infrastruktur. Die ESA veröffentlicht detaillierte Programmbeschlüsse üblicherweise nach Abschluss der internen Budgetverhandlungen.

Fazit

Mit dem Beschluss von knapp drei Milliarden Euro für Exploration setzt die ESA den finanziellen Rahmen für das Artemis-Programm 2028. Die Mittel liegen unter den ursprünglichen Planungen. Wie stark einzelne Artemis-Komponenten davon betroffen sind, wird sich erst mit den detaillierten Programmzuweisungen zeigen.