Freitag, 24. April 2026

Wirtschaft

Entergy kündigt Meta-Abkommen mit sieben Gaskraftwerken an

Stand: 28. March 2026, 17:46 Uhr Berlin Auf einen Blick Entergy Louisiana und Meta haben eine neue Vereinbarung für das geplante Hyperscale-Rechenzentrum in Richland Parish…

Von Wolfgang

28. März 20262 Min. Lesezeit

Entergy kündigt Meta-Abkommen mit sieben Gaskraftwerken an

Entergy Louisiana und Meta haben eine neue Vereinbarung für das geplante Hyperscale-Rechenzentrum in Richland Parish angekündigt. Der Versorger beziffert den zusätzlichen Kundenvorteil auf rund 2 Milliarden US-Dollar über 20 Jahre. Vorgesehen sind sieben neue…

Stand: 28. March 2026, 17:46 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Entergy Louisiana und Meta haben eine neue Vereinbarung für das geplante Hyperscale-Rechenzentrum in Richland Parish angekündigt. Der Versorger beziffert den zusätzlichen Kundenvorteil auf rund 2 Milliarden US-Dollar über 20 Jahre. Vorgesehen sind sieben neue Gaskraftwerke, neue Hochspannungsleitungen und Batteriespeicher für die Stromversorgung des Standorts.

Das Wichtigste

  • Entergy und Meta haben am 27. März eine zusätzliche Vereinbarung für den geplanten Rechenzentrumsstandort in Nordost-Louisiana bekanntgegeben.
  • Entergy nennt rund 2 Milliarden US-Dollar zusätzliche Kundeneinsparungen über 20 Jahre und mehr als 5.200 Megawatt aus sieben gasbefeuerten Kraftwerken.
  • Für den weiteren Ablauf ist ein Verfahren unter der “Lightning Amendment” der Regulierungsbehörde in Louisiana vorgesehen.

Neue Vereinbarung für den Meta-Standort in Louisiana

Entergy Louisiana und Meta haben am Freitag eine neue Vereinbarung für das geplante Hyperscale-Rechenzentrum in Richland Parish angekündigt. Nach Angaben des Versorgers übernimmt Meta die vollen Kosten für die Stromversorgung des Standorts. Entergy beziffert den zusätzlichen Kundenvorteil auf rund 2 Milliarden US-Dollar über 20 Jahre.

Mehr als 5.200 Megawatt zusätzliche Leistung geplant

Nach Angaben von Entergy summiert sich der Gesamtvorteil für bestehende Kunden damit auf rund 2,65 Milliarden US-Dollar einschließlich zuvor genannter 650 Millionen Dollar. Für die Versorgung des Standorts nennt das Unternehmen sieben neue gasbefeuerte Combined-Cycle-Kraftwerke mit zusammen mehr als 5.200 Megawatt. Hinzu kommen rund 240 Meilen neue 500-kV-Leitungen, Batteriespeicher an drei Standorten, Nuklear-Upgrades und bis zu 2.500 Megawatt zusätzliche erneuerbare Ressourcen.

Strombedarf großer KI-Rechenzentren wird zum Regulierungsfall

Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit dem hohen Strombedarf des geplanten Meta-Standorts. Für Louisiana ist der Schritt regulatorisch relevant, weil Entergy das Vorhaben nach eigenen Angaben als erstes Projekt unter der neuen “Lightning Amendment” der Louisiana Public Service Commission einreicht. Für bestehende Stromkunden ist die Kostenverteilung der zentrale Punkt, weil Entergy eine Belastung der allgemeinen Tarife vermeiden will.

Weitere Finanzdetails sollen Ende April folgen

Entergy verweist auf das Einreichungsverfahren bei der Regulierungsbehörde in Louisiana. Weitere Angaben zu den finanziellen Auswirkungen will das Unternehmen im Quartalsgespräch zum ersten Quartal 2026 am 29. April machen. Wann alle Teile des Infrastrukturpakets genehmigt werden, ist bislang offen.

Der Ausbau reicht über das Rechenzentrum hinaus

Mit der neuen Vereinbarung rückt bei großen KI-Rechenzentren die Strominfrastruktur stärker in den Vordergrund. Der Schritt verbindet den geplanten Meta-Standort in Louisiana mit Fragen zu Tarifen, Netzausbau und zusätzlicher Erzeugungskapazität.