Automobil

E-Auto-Kosten: Teureres Benzin verbessert den Vergleich

Höhere Benzinpreise verbessern den Vergleich für E-Autos. Warum Ladezugang und Gesamtkosten für die eigene Rechnung wichtiger bleiben.

Von Wolfgang

06. Sep. 20263 Min. Lesezeit

E-Auto-Kosten: Teureres Benzin verbessert den Vergleich

Höhere Benzinpreise verbessern den Vergleich für E-Autos. Warum Ladezugang und Gesamtkosten für die eigene Rechnung wichtiger bleiben.

Teureres Benzin kann die Rechnung für ein Elektroauto verbessern, auch wenn das Laden selbst nicht günstiger geworden ist. Genau diesen Effekt beschreibt der europäische Herstellerverband ACEA in einer Zusammenfassung vom 4. September: Im zweiten Quartal 2026 habe sich die relative Kostenposition batterieelektrischer Autos gegenüber dem Vorjahresquartal verbessert – selbst im Szenario mit ausschließlich öffentlichem Schnellladen.

Den wichtigsten Grund sieht ACEA in höheren Benzinpreisen. Das ist mehr als eine sprachliche Nuance: Wenn Kraftstoff für Benziner teurer wird, verschiebt sich der Vergleich zugunsten des Elektroautos. Für die eigene Rechnung an der Ladesäule bedeutet das allerdings zunächst keine Entlastung.

Die ACEA stützt sich dabei auf ein beauftragtes Monitoring von Transport & Mobility Leuven. Öffentliches Laden sei in allen untersuchten Ländern teurer als das Laden zu Hause, heißt es in der Zusammenfassung. Besonders Schnellladen unterwegs bleibe ein relevanter Kostenfaktor. Wer überwiegend auf öffentliche Ladeangebote angewiesen ist, rechnet deshalb unter deutlich anderen Bedingungen als jemand mit eigener Lademöglichkeit.

Wie weit der Kostenvorteil eines Antriebs tatsächlich reicht, entscheidet ohnehin nicht der Strom- oder Benzinpreis allein. Das zeigt auch ein separater ADAC-Kostenvergleich vom April 2026. Je nach Modell und angesetzten Energiepreisen liegen dort Elektroautos, Benziner oder Diesel bei den Gesamtkosten vorn.

Der ADAC betrachtet dafür einen Zeitraum von fünf Jahren und berücksichtigt unter anderem Wertverlust ohne Zinsen, Wartung, Reifen, Energie, Versicherung und Steuer. Die Verbrauchswerte stammen aus WLTP-Herstellerangaben. WLTP ist ein standardisiertes Prüfverfahren, das Fahrzeuge vergleichbar machen soll, den persönlichen Alltag aber nicht vollständig abbildet.

Für seine damaligen Szenarien setzte der ADAC unter anderem 35 Cent je Kilowattstunde für das Laden zu Hause und 60 Cent je Kilowattstunde für ein überwiegend öffentliches Ladeszenario an. Das sind Rechenannahmen aus dem Frühjahr, keine heutigen Tarifzusagen. Gerade daran wird sichtbar, warum weder der Kaufpreis noch der Preis pro Kilowattstunde für sich genommen eine belastbare Entscheidung ergeben.

Die ACEA-Zusammenfassung besagt also nicht, dass Elektroautos nun grundsätzlich günstiger seien als Benziner. Sie beschreibt eine relative Verschiebung unter bestimmten Annahmen. Für die persönliche Kostenrechnung zählen neben dem Ladezugang und dem Fahrprofil auch Fahrzeugpreis, Wertverlust und die übrigen laufenden Kosten.

Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde redaktionell geprüft.

Quellen und weiterführende Informationen