Auf einen Blick
Deutschland hat die Marke von 10 Gigawatt installierter Offshore-Wind-Leistung überschritten. Grundlage sind aktuelle Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur. Mit dem Ausbau von Offshore-Wind Deutschland steigt der Druck auf Netzanbindung und Übertragungsinfrastruktur.
Das Wichtigste
- Die installierte Offshore-Wind-Leistung in Deutschland liegt seit Ende Februar 2026 über 10.000 Megawatt.
- Im Jahr 2025 erzeugten die Anlagen rund 26,1 Terawattstunden Strom.
- Netzbetreiber und Bund müssen Anbindung und Transportkapazitäten weiter ausbauen.
Deutschland überschreitet 10-Gigawatt-Marke
Deutschland hat die Schwelle von 10 Gigawatt installierter Leistung bei Offshore-Windanlagen erreicht. Nach aktuellen Auswertungen auf Basis des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur wurde die Marke am 26. Februar 2026 überschritten. Damit speisen erstmals Anlagen mit mehr als 10.000 Megawatt Leistung auf See in das deutsche Stromnetz ein.
Aktuelle Zahlen und Projekte
Den Angaben zufolge trugen neu in Betrieb genommene Turbinen in Nord- und Ostsee zum Überschreiten der Marke bei, darunter Anlagen in den Projekten “He Dreiht” und “Borkum Riffgrund 3”. Die gesamte Offshore-Wind-Leistung summiert sich nun auf mehr als 10.000 Megawatt installierte und netzgekoppelte Kapazität. Im Jahr 2025 erzeugten deutsche Offshore-Windparks rund 26,1 Terawattstunden Strom. Das entspricht rechnerisch einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von knapp 30 Prozent.
Folgen für Netz und Versorgung
Mit dem weiteren Ausbau von Offshore-Wind Deutschland wächst der Bedarf an leistungsfähigen Netzanbindungen auf See sowie an zusätzlichen Übertragungskapazitäten an Land. Die erzeugten Strommengen müssen über Gleichstromtrassen in Verbrauchszentren transportiert werden. Engpässe bei Netzanschlüssen oder Verzögerungen bei Leitungsprojekten können die Einspeisung begrenzen.
Weitere Ausbauziele
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Offshore-Leistung in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Maßgeblich sind weitere Ausschreibungen sowie der parallele Ausbau der Netzinfrastruktur. Konkrete zusätzliche Kapazitäten für 2026 sind bislang offen. Die Entwicklung hängt von Baufortschritt, Netzanschlüssen und Investitionsentscheidungen der Betreiber ab.
Fazit
Mit mehr als 10 Gigawatt installierter Leistung hat Offshore-Wind Deutschland eine neue Ausbaustufe erreicht. Die zusätzlichen Strommengen erhöhen den Anteil erneuerbarer Energien im Netz. Gleichzeitig steigt der Handlungsdruck beim Ausbau der Übertragungsinfrastruktur.