Auf einen Blick
Google hat mit einem Chrome-Update zehn Sicherheitslücken geschlossen, darunter drei als kritisch eingestufte Fehler in Grafik-Komponenten. Auch Microsoft Edge erhält die Chromium-Korrekturen mit der aktuellen Stable-Version, womit sich das Risiko für Angriffe über manipulierte Webinhalte auf beiden Browsern verringert.
Das Wichtigste
- Google veröffentlichte am 3. März ein Chrome-Update für den Desktop und schloss damit zehn Sicherheitslücken.
- Drei Schwachstellen stuft Google als kritisch ein, darunter Fehler in ANGLE, PowerVR und Skia.
- Edge-Nutzer sind über die Stable-Version 145.0.3800.97 betroffen, die laut Microsoft die aktuellen Chromium-Sicherheitsupdates übernimmt.
Neue Sicherheitskorrekturen für zwei Browser
Google hat ein Sicherheitsupdate für Chrome veröffentlicht und damit mehrere Schwachstellen im Browser geschlossen. Nach Angaben des Unternehmens betrifft das Paket zehn Lücken, darunter drei kritische Fehler. Für Nutzer von Microsoft Edge ist die Nachricht ebenfalls relevant, weil Microsoft die Chromium-Korrekturen in die aktuelle Stable-Ausgabe des Browsers übernommen hat.
Welche Lücken Google geschlossen hat
Google nennt in den Release-Hinweisen die Chrome-Version 145.0.7632.159/160 für Windows und macOS sowie 145.0.7632.159 für Linux. Geschlossen wurden unter anderem die als kritisch eingestuften Schwachstellen CVE-2026-3536 in ANGLE, CVE-2026-3537 in PowerVR und CVE-2026-3538 in Skia. Weitere Korrekturen betreffen unter anderem DevTools, WebAudio, CSS, WebAssembly, V8, WebCodecs und die Navigation. Detailangaben zu einzelnen Fehlern hält Google zunächst zurück, bis ein großer Teil der Installationen aktualisiert ist.
Welche Folgen das für Nutzer hat
Die betroffenen Komponenten verarbeiten Grafik-, Audio- und Webinhalte und gehören damit zu Bereichen, die beim Aufruf präparierter Webseiten relevant sind. Microsoft verweist in den Edge-Release-Notes auf die Übernahme der aktuellen Chromium-Sicherheitsupdates und nennt für den Stable-Kanal die Version 145.0.3800.97. Damit sinkt das Risiko nicht nur für Chrome, sondern auch für Edge auf derselben Browserbasis. Konkrete Angaben zu einer aktiven Ausnutzung dieser März-Lücken machte Google in der Mitteilung nicht.
Was jetzt institutionell folgt
Chrome verteilt Sicherheitsupdates in der Regel schrittweise über den Stable-Kanal. Microsoft aktualisiert Edge mit eigenem Zeitplan, orientiert sich bei Sicherheitskorrekturen aber am Chromium-Unterbau. Für Administratoren und Unternehmen bedeutet das vor allem die Prüfung, ob die genannten Versionen bereits auf den verwalteten Geräten ausgerollt sind.
Einordnung
Der Kern der Meldung ist klar: Google hat mit dem März-Update mehrere gravierende Browserfehler geschlossen. Weil Edge dieselbe technische Basis nutzt, reicht die Wirkung der Korrekturen über Chrome hinaus und betrifft einen großen Teil des Desktop-Browsermarkts.