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Wirtschaft

Britische Regierung schließt Mingyang-Turbinen aus

Stand: 26. March 2026, 14:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Die britische Regierung schließt Mingyang-Turbinen aus Offshore-Windprojekten im Vereinigten Königreich aus. Nach Angaben aus London…

Von Wolfgang

26. März 20263 Min. Lesezeit

Britische Regierung schließt Mingyang-Turbinen aus

Die britische Regierung schließt Mingyang-Turbinen aus Offshore-Windprojekten im Vereinigten Königreich aus. Nach Angaben aus London sind die Anlagen für diese Projekte nicht geeignet und werden nicht unterstützt. Damit gerät auch das geplante Mingyang-Werk im…

Stand: 26. March 2026, 14:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Die britische Regierung schließt Mingyang-Turbinen aus Offshore-Windprojekten im Vereinigten Königreich aus. Nach Angaben aus London sind die Anlagen für diese Projekte nicht geeignet und werden nicht unterstützt. Damit gerät auch das geplante Mingyang-Werk im schottischen Ardersier unter Druck.

Das Wichtigste

  • Die britische Regierung will Mingyang-Turbinen nicht in Offshore-Windprojekten zulassen.
  • Betroffen ist auch ein geplantes Werk in Schottland mit einem angekündigten Investitionsvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Pfund.
  • Für Projektentwickler und Zulieferketten steigt der Druck, auf andere Hersteller auszuweichen.

Regierung nennt Mingyang-Anlagen für Offshore-Projekte ungeeignet

Die britische Regierung hat den Einsatz von Turbinen des chinesischen Herstellers Mingyang in Offshore-Windprojekten im Vereinigten Königreich ausgeschlossen. Nach einem Bericht der BBC erklärte die Regierung, die Anlagen seien für britische Offshore-Projekte nicht geeignet und könnten nicht unterstützt werden. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken. Mingyang hatte zuvor mitgeteilt, seine Pläne für ein großes Turbinenwerk in den schottischen Highlands seien von der Regierung blockiert worden.

Geplantes Werk in Schottland war auf Milliardeninvestition ausgelegt

Nach Angaben von Reuters plante Mingyang in Ardersier bei Inverness eine Fertigung für Offshore-Windtechnik. Das Unternehmen stellte dafür bis zu 1,5 Milliarden Pfund in Aussicht. In einer ersten Phase sollten demnach Rotorblätter und Gondeln produziert werden, später auch Komponenten für schwimmende Offshore-Windparks. Der Produktionsstart war für Ende 2028 vorgesehen. Reuters berichtete zudem von bis zu 1.500 in Aussicht gestellten Arbeitsplätzen.

Ausschluss trifft Projekte, Lieferketten und Standortplanung

Die Entscheidung betrifft nicht nur den Hersteller, sondern auch Entwickler geplanter Offshore-Windparks und deren Beschaffung. Wenn Mingyang-Turbinen in britischen Projekten nicht unterstützt werden, entfällt für das Unternehmen der Zugang zu einem wichtigen Markt. Zugleich wird die Grundlage für den geplanten Produktionsstandort in Schottland geschwächt. Eine formale gesetzliche Verbotsregel wurde bislang nicht benannt.

Weiteres Vorgehen der Regierung bleibt eng an Projektentscheidungen gebunden

Als nächster Schritt dürfte sich zeigen, ob die Regierung ihre Haltung in formale Vorgaben für Ausschreibungen, Genehmigungen oder Förderentscheidungen übersetzt. Für Mingyang ist offen, ob das Projekt in Ardersier in der angekündigten Form weiterverfolgt wird. Für laufende und künftige Offshore-Vorhaben im Vereinigten Königreich wird die Herstellerwahl damit zu einer noch stärkeren regulatorischen Frage.

Sicherheitsprüfung greift direkt in die Offshore-Beschaffung ein

Der Fall zeigt, dass die britische Energiepolitik bei kritischer Infrastruktur stärker mit Sicherheitsfragen verknüpft wird. Für den Offshore-Windmarkt ist das relevant, weil Investitionsentscheidungen damit nicht nur von Kosten und Technik, sondern auch von politischer Zulässigkeit abhängen.

Quellen

  1. BBC
  2. Reuters

Recherche unterstützt durch KI, geprüft durch Redaktion. Stand: 26.03.2026, 14:45