1,38 Gigawatt Offshore-Wind gehen ans Netz

Stand: 23. February 2026, 22:31 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

In Europa sind neue Offshore-Windparks mit zusammen 1,38 Gigawatt Leistung in Betrieb gegangen. Der Ausbau stärkt das Angebot im Segment Offshore-Wind Europa und erhöht die Einspeisung erneuerbarer Energie. Ein unmittelbarer Effekt auf die Strompreise ist jedoch nicht automatisch zu erwarten.

Das Wichtigste

  • Offshore-Windparks mit 1,38 Gigawatt Leistung wurden neu ans europäische Stromnetz angeschlossen.
  • Die zusätzliche Kapazität erhöht das erneuerbare Stromangebot im Großhandelsmarkt.
  • Auswirkungen auf Endkundenpreise hängen von Börsenpreisen, Netzentgelten und Abgaben ab.

Neue Kapazitäten im Netz

Mehrere Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 1,38 Gigawatt speisen seit Kurzem Strom in europäische Netze ein. Die zusätzlichen Anlagen erhöhen die verfügbare Erzeugungskapazität aus Windenergie auf See. Damit wächst das Segment Offshore-Wind Europa weiter.

Die Inbetriebnahmen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Ausbauziele in mehreren EU-Staaten. Regierungen setzen auf Offshore-Anlagen, um fossile Kraftwerke zu ersetzen und die Klimaziele zu erreichen.

Zusätzliche Einspeisung am Strommarkt

Mit 1,38 Gigawatt entspricht die neue Leistung in etwa der Kapazität eines großen konventionellen Kraftwerks. Offshore-Windparks produzieren wetterabhängig, erreichen jedoch auf See in der Regel höhere Volllaststunden als Anlagen an Land. Die Einspeisung erfolgt über bestehende und neu errichtete Netzanschlüsse in die nationalen Übertragungsnetze.

Die Projekte wurden nach Angaben der Betreiber planmäßig fertiggestellt. Konkrete Investitionssummen wurden bislang nicht genannt.

Begrenzter Effekt auf den Strompreis

Mehr erneuerbare Kapazität kann an windreichen Tagen die Großhandelspreise an der Strombörse senken. Der Effekt hängt jedoch von der aktuellen Nachfrage, dem Gaspreis und der Netzsituation ab. Für Haushalte sind neben dem Börsenpreis auch Netzentgelte, Steuern und Umlagen entscheidend.

Ein unmittelbarer, flächendeckender Rückgang der Endkundenpreise ist daher nicht automatisch zu erwarten. Preisänderungen zeigen sich in der Regel zeitversetzt und unterscheiden sich je nach Tarif und Region.

Weitere Projekte in Planung

Mehrere europäische Staaten haben zusätzliche Offshore-Flächen ausgeschrieben oder planen weitere Auktionen. Der Netzausbau auf See und an Land gilt als Voraussetzung für die Integration weiterer Kapazitäten. Entscheidungen über neue Projekte und Netzanschlüsse werden in den kommenden Monaten erwartet.

Fazit

Die neuen 1,38 Gigawatt stärken die Stromerzeugung aus Offshore-Wind in Europa. Für die Versorgungssicherheit bedeutet das zusätzliche Reserven. Ob Verbraucherpreise sinken, hängt jedoch von mehreren Markt- und Regulierungseffekten ab.

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