Donnerstag, 30. April 2026

Erneuerbare Energien

Wind-an-Land-Auktion am 1. Mai: Warum 2,5 GW zum Tempo-Test für Deutschlands Energiewende werden

Am 1. Mai steht die nächste EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land an. Die Bundesnetzagentur nennt rund 2,495 GW Volumen und einen Höchstwert von 7,25 ct/kWh – ein wichtiger Test dafür, ob Deutschlands Wind-Ausbau schnell…

Von Wolfgang

30. Apr. 20264 Min. Lesezeit

Wind-an-Land-Auktion am 1. Mai: Warum 2,5 GW zum Tempo-Test für Deutschlands Energiewende werden

Am 1. Mai steht die nächste EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land an. Die Bundesnetzagentur nennt rund 2,495 GW Volumen und einen Höchstwert von 7,25 ct/kWh – ein wichtiger Test dafür, ob Deutschlands Wind-Ausbau schnell…

Die Bundesnetzagentur setzt am 1. Mai 2026 den nächsten Gebotstermin für Windenergieanlagen an Land an. Laut der Behörde liegt das tatsächliche Ausschreibungsvolumen bei 2.494.569 kW, also rund 2,495 GW. Für Deutschlands Energiewende ist das mehr als ein Verwaltungstermin: Die Runde zeigt, ob der Wind-an-Land-Ausbau sein Tempo halten kann.

Die zentrale Zahl kommt direkt aus der Ausschreibungsübersicht der Bundesnetzagentur. Ergänzend nennt die Behörde für Windenergie an Land im Jahr 2026 einen Höchstwert von 7,25 ct/kWh. Dieser Wert markiert die Obergrenze, bis zu der Gebote in der EEG-Ausschreibung berücksichtigt werden können. Wer daraus schon Ergebnisse für Mai ableitet, wäre allerdings zu früh: Vor dem Termin gibt es noch keine Zuschläge und keine belastbare Aussage zur Überzeichnung.

Editorial-Grafik zur Wind-an-Land-Ausschreibung am 1. Mai 2026
Die nächste Wind-an-Land-Ausschreibung umfasst laut Bundesnetzagentur rund 2,495 GW.

Warum der 1. Mai wichtig ist

Windenergie an Land bleibt eine der tragenden Säulen der deutschen Stromwende. Neue Anlagen ersetzen nicht nur fossile Erzeugung, sondern liefern auch den Strombedarf für Wärmepumpen, Elektroautos, Rechenzentren und industrielle Elektrifizierung. Genau deshalb schaut die Branche so genau auf die regelmäßigen EEG-Ausschreibungen: Sie sind ein Taktgeber dafür, wie viele Projekte tatsächlich in Richtung Bau und Finanzierung kommen.

Das Volumen von rund 2,5 GW ist groß genug, um Wirkung zu entfalten, aber es ist kein Selbstläufer. Entscheidend ist, wie viele genehmigte Projekte teilnehmen, zu welchen Preisen sie bieten und ob die Zuschläge später auch in gebaute Anlagen münden. Der Termin ist deshalb ein Tempo-Test, kein fertiger Ausbau-Erfolg.

So funktioniert die Ausschreibung

Bei EEG-Ausschreibungen konkurrieren Projektierer um eine Förderung beziehungsweise eine Marktprämie. Vereinfacht gesagt geben sie an, zu welchem anzulegenden Wert sie Strom aus neuen Windenergieanlagen anbieten können. Die günstigeren Gebote erhalten in der Regel zuerst einen Zuschlag, solange das ausgeschriebene Volumen reicht.

Der Höchstwert von 7,25 ct/kWh setzt dabei einen Deckel. Gebote darüber sind nicht der gewünschte Normalfall. Zugleich ist der Höchstwert ein Signal an den Markt: Er muss hoch genug sein, damit Projekte trotz höherer Zinsen, Materialkosten, Netzanschlüssen und Genehmigungsaufwand wirtschaftlich bleiben. Ist er zu niedrig, drohen unterzeichnete Runden. Ist er zu hoch, steigen die Kostenrisiken für das Fördersystem.

Februar als Vergleich, Mai als neuer Test

Der BDEW verwies nach der Februarrunde 2026 auf eine erneute Überzeichnung und einen durchschnittlichen Zuschlagswert von 5,54 ct/kWh. Das ist ein positives Vergleichssignal, aber kein Garant für Mai. Jede Runde hängt vom konkreten Projektbestand, von Fristen, Genehmigungen und Finanzierungsbedingungen ab.

Für den Mai-Termin ist deshalb saubere Sprache wichtig: Es geht um ein ausgeschriebenes Volumen und einen bevorstehenden Gebotstermin, nicht um schon vergebene Zuschläge. Erst die spätere Zuschlagsliste zeigt, wie stark die Nachfrage wirklich war und welche Preise sich ergeben haben.

Was das für Stromsystem und Verbraucher bedeutet

Mehr Wind an Land kann Strom günstiger und klimafreundlicher machen, wenn Netze, Speicher und flexible Nachfrage mithalten. Genau hier liegt die Verbindung zum Alltag: Wärmepumpen, Ladepunkte und elektrische Industrieprozesse brauchen nicht nur irgendeinen Strom, sondern ausreichend erneuerbare Erzeugung zu möglichst vielen Stunden des Jahres.

Neue Windparks lösen diese Aufgabe nicht allein. Sie brauchen Flächen, Genehmigungen, Netzanschlüsse und Akzeptanz vor Ort. Dennoch ist Wind an Land oft schneller und kosteneffizienter umzusetzen als viele große Infrastrukturprojekte. Wenn Ausschreibungen gut gefüllt sind und Projekte danach gebaut werden, verbessert das die Grundlage für Elektrifizierung im Alltag.

Worauf man nach dem Termin achten sollte

Nach dem 1. Mai sind drei Punkte entscheidend: Wurde das Volumen ausgeschöpft oder überzeichnet? Wie hoch liegen die Zuschlagswerte im Vergleich zum Höchstwert? Und verteilen sich die Projekte breit genug über Regionen, damit Ausbau und Netzplanung zusammenpassen?

Für die Energiewende ist die Ausschreibung also kein abstrakter Behördenprozess. Sie ist ein Frühindikator dafür, ob Deutschland genügend baureife Windprojekte in die Umsetzung bekommt. Der 1. Mai liefert noch nicht das Endergebnis, aber er setzt den nächsten messbaren Schritt.

Quellen

Hinweis: Für diesen Artikel wurden KI-gestützte Recherche- und Editierwerkzeuge verwendet. Der Inhalt wurde menschlich redaktionell geprüft. Stand: 30. April 2026.