Dienstag, 23. Juni 2026

Wirtschaft

Vineyard Wind verklagt GE Vernova wegen Turbinenvertrag

Stand: 13. April 2026, 14:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Vineyard Wind hat in Massachusetts Klage gegen GE Vernova eingereicht. Der Betreiber des Offshore-Wind-Projekts will…

Von Wolfgang

13. Apr. 20262 Min. Lesezeit

Vineyard Wind verklagt GE Vernova wegen Turbinenvertrag

Vineyard Wind hat in Massachusetts Klage gegen GE Vernova eingereicht. Der Betreiber des Offshore-Wind-Projekts will per einstweiliger Verfügung verhindern, dass der Turbinenlieferant Verträge beendet und Arbeiten einstellt. Der Streit dreht sich um zurückbehaltene Zahlungen…

Stand: 13. April 2026, 14:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Vineyard Wind hat in Massachusetts Klage gegen GE Vernova eingereicht. Der Betreiber des Offshore-Wind-Projekts will per einstweiliger Verfügung verhindern, dass der Turbinenlieferant Verträge beendet und Arbeiten einstellt. Der Streit dreht sich um zurückbehaltene Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe und um Folgen früherer Turbinenschäden.

Das Wichtigste

  • Vineyard Wind hat in Boston Klage gegen GE Vernova eingereicht.
  • GE fordert laut Reuters rund 300 Millionen Dollar. Vineyard Wind hält nach eigenen Angaben 308 Millionen Dollar zurück.
  • Am 16. April soll das Gericht über den Eilantrag des Offshore-Wind-Betreibers verhandeln.

Klage gegen möglichen Vertragsabbruch

Der Offshore-Windpark Vineyard Wind vor Massachusetts hat GE Vernova verklagt. Nach Berichten von Reuters und AP beantragte der Betreiber am Freitag in einem staatlichen Gericht in Boston eine einstweilige Verfügung, damit der Hersteller bestehende Verträge nicht beendet und Arbeiten am Projekt nicht einstellt. Auslöser ist ein Streit über Zahlungen und Gewährleistung nach dem Turbinenschaden von 2024.

Streit um offene Forderungen und Gegenansprüche

GE Vernova erklärte laut Reuters, Vineyard Wind schulde dem Unternehmen rund 300 Millionen Dollar. Vineyard Wind teilte laut AP mit, es habe etwa 308 Millionen Dollar zurückbehalten und beziffere seine Schäden auf etwa 545 Millionen Dollar. Das Projekt vor der Küste von Massachusetts hat eine Leistung von 806 Megawatt.

Konflikt betrifft zentrale Leistungen am Offshore-Windpark

Der Rechtsstreit betrifft damit zentrale Vertragsleistungen für ein bereits weit fortgeschrittenes Offshore-Wind-Projekt. Vineyard Wind begründet den Eilantrag damit, dass ein Rückzug des Herstellers Bau, Inbetriebnahme und Service treffen würde. GE Vernova weist die Vorwürfe zurück und hält an seiner Darstellung offener Forderungen fest.

Gericht prüft Eilantrag am 16. April

Für den 16. April ist eine Anhörung über den Antrag auf eine vorläufige Verfügung angesetzt. Das Gericht muss zunächst klären, ob GE Vernova bis zur weiteren Prüfung an seinen vertraglichen Pflichten festgehalten wird. Der weitere Zeitplan des Hauptverfahrens ist bislang offen.

Streit mit Folgen für ein laufendes Großprojekt

Der Fall verbindet ein laufendes Offshore-Wind-Projekt mit einem Liefer- und Gewährleistungsstreit in dreistelliger Millionenhöhe. Für den US-Markt ist das Verfahren relevant, weil es unmittelbar ein Großprojekt der Stromerzeugung und dessen Beziehungen zu einem zentralen Turbinenlieferanten betrifft.