Pixel Update: Treiberlücke stopfen, deutsche Nutzer schützen

Stand: 05. February 2026
Berlin

Auf einen Blick

Pixel Update: Google schließt im Februar-Update 2026 eine als „High“ eingestufte Sicherheitslücke in einem Treiber (VPU-Driver, CVE-2026-0106). Das ist mehr als ein Bugfix: Ein Treiber sitzt tief im System. Prüfe jetzt den Sicherheits-Patchlevel (2026-02-05) und stoße das Update an.

Das Wichtigste

  • Google nennt eine Pixel-spezifische Elevation-of-Privilege-Lücke im VPU-Treiber (CVE-2026-0106) und stuft sie als „High“ ein.
  • Die Absicherung kommt laut Pixel Update Bulletin mit dem Sicherheits-Patchlevel 2026-02-05 (oder neuer).
  • Kein Update verfügbar? Dann zählt Schadensbegrenzung: Sideloading vermeiden, Play Protect prüfen, Konten absichern – ohne Panik, aber konsequent.

Einleitung

Wenn du ein Pixel nutzt, ist dieses Pixel Update kein „nice to have“: Es geht um eine Lücke in einem Treiber – also einem Baustein, der direkt mit der Hardware und dem Systemkern zusammenspielt. Solche Fehler sind eine größere Angriffsfläche als ein App-Bug, weil ein erfolgreicher Angriff (laut Google: „Elevation of Privilege“) einem Angreifer mehr Rechte auf dem Gerät verschaffen kann. Die gute Nachricht: Du kannst in zwei Minuten prüfen, ob du geschützt bist.

Was neu ist

Faktencheck (nur bestätigte Angaben): Im Pixel Update Bulletin für Februar 2026 listet Google eine Pixel-spezifische Schwachstelle CVE-2026-0106 im VPU (Video Processing Unit) Driver. Google klassifiziert die Lücke als Elevation of Privilege (Rechteausweitung) mit dem Schweregrad High und verknüpft sie mit dem Sicherheits-Patchlevel 2026-02-05. Öffentliche technische Details oder ein Proof-of-Concept werden in den Quellen nicht genannt; auch Berichte über bestätigte, aktive Ausnutzung sind dort nicht dokumentiert.

Was das für dich bedeutet

Was ist eine „Treiberlücke“ in einfachen Worten? Ein Treiber ist wie der Übersetzer zwischen Android und der Hardware (z.B. Video-/Bildverarbeitung). Wenn in diesem Übersetzer ein Fehler steckt, kann eine App unter Umständen Daten so „füttern“, dass der Treiber Dinge tut, die er nicht tun dürfte. Das ist gefährlicher als ein App-Fehler, weil der Treiber typischerweise mit hohen Rechten läuft.

Welche Pixel-Modelle können betroffen sein? Google spricht in seinem Bulletin allgemein von Pixel-Geräten mit dem entsprechenden Patchlevel. Für dich heißt das praktisch: Alle Pixel, die noch Sicherheitsupdates erhalten, sollten das Update bekommen. Ob dein konkretes Modell noch im Support ist, erkennst du am Ende an der Update-Verfügbarkeit und am Patchlevel.

So prüfst du den Sicherheits-Patchlevel (Deutschland/Europa identisch):
1) Einstellungen → Über das Telefon → Android-Version
2) Suche nach „Android-Sicherheitsupdate“ bzw. „Sicherheitsupdate“
3) Geschützt bist du ab Patchlevel 2026-02-05 (oder neuer).

So stößt du das Update an: Einstellungen → System → Systemupdate (oder „Softwareupdate“) → Nach Updates suchen.

Wenn du kein Update bekommst (älteres Gerät oder Provider-Verzögerung): Das ist in Deutschland realistisch, wenn du dein Pixel über einen Netzbetreiber beziehst oder ein Modell außerhalb des Update-Supports nutzt. Ordne das Risiko nüchtern ein: Ohne Update bleibt die Lücke offen, aber die Quellen nennen keine bestätigte aktive Ausnutzung. Trotzdem solltest du es Angreifern nicht leicht machen:
Keine Apps aus unbekannten Quellen installieren (Sideloading aus).
Google Play Protect aktivieren und einen Scan laufen lassen.
App-Berechtigungen ausmisten (vor allem Kamera, Mikrofon, Dateien, „Bedienungshilfen“).
Sensible Logins absichern: 2FA/Passkeys aktivieren, Bank- und Mail-Konten prüfen, Geräte-PIN/biometrische Sperre nutzen.
Alles aktuell halten: Play-Systemupdate/Apps updaten – das ersetzt den Treiber-Fix nicht, senkt aber die Chance, dass Schadsoftware überhaupt aufs Gerät kommt.

Wie es weitergeht

Google verteilt Pixel-Updates typischerweise schrittweise. Wenn du heute noch nichts siehst, lohnt sich in den nächsten Tagen ein erneuter Check. Für Teams/Unternehmen in Deutschland ist die pragmatische Linie klar: Patchlevel per MDM oder manuell verifizieren und Geräte ohne Update besonders restriktiv nutzen (keine neuen Apps, keine Sideloads), bis das Update da ist. Wer das Pixel als Arbeitsgerät für Mail, 2FA und Banking nutzt, sollte dieses Update als Sicherheits-Deadline behandeln – nicht als optionalen Monatszyklus.

Fazit

Dieses Pixel Update ist ein gutes Beispiel dafür, warum Sicherheitsupdates nicht nur „Feinschliff“ sind: Google schließt eine als „High“ bewertete Lücke in einem tief sitzenden Treiber (CVE-2026-0106). Dein schneller Check lautet: Patchlevel 2026-02-05 oder neuer. Wenn du ihn nicht bekommst, reduziere konsequent die Angriffsfläche, bis das Update verfügbar ist – und plane mittelfristig ein Gerät, das wieder im Update-Fenster liegt.

Bekommst du das Februar-Update schon angezeigt – und steht bei dir der Patchlevel 2026-02-05? Schreib gern dazu, ob du ein freies Gerät oder ein Provider-Gerät nutzt.

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