Auf einen Blick
Perowskit-Solarzellen rücken näher an den Modul-Alltag: Ein von NREL und CubicPV gemeldeter, zertifizierter Mini‑Modul‑Wert von 24,0 % zeigt, wie weit Skalierung und Verschaltung inzwischen sind. Entscheidend ist das, weil Mini‑Module die Lücke zwischen Laborzelle und Dachmodul schließen.
Das Wichtigste
- NREL und CubicPV berichten über ein zertifiziertes Perowskit‑Mini‑Modul mit 24,0 % Wirkungsgrad (Juli 2025).
- Eine Nature-Communications-Arbeit meldet für ein Mini‑Modul mit 14,61 cm² Aperturfläche 22,73 % (2024).
- Laut Fraunhofer‑Photovoltaics‑Report lag der effizient gewichtete Durchschnitt moderner Siliziummodule im vierten Quartal 2024 bei 22,7 %.
- Der Schritt von Zellen zu Mini‑Modulen ist zentral, weil Verschaltung und Randverluste die Effizienz im großen Maßstab drücken.
Einleitung
Bei Solarzellen entscheiden nicht nur Laborrekorde, sondern die Frage: Funktioniert das auch als Modul? Genau deshalb ist ein neuer Mini‑Modul‑Bestwert bei Perowskit-Solarzellen relevant. NREL und CubicPV nennen für Juli 2025 eine zertifizierte Effizienz von 24,0 % bei einem Perowskit‑Mini‑Modul. Das ist für Energie- und E‑Mobilitätsanwendungen wichtig, weil mehr Leistung pro Fläche Ladeinfrastruktur und Dächer entlastet.
Was neu ist
Der zentrale Punkt ist nicht „noch ein Zellrekord“, sondern ein Rekord auf Mini‑Modul‑Niveau. Laut einer NREL‑Mitteilung zur Zusammenarbeit mit CubicPV erreichte ein Perowskit‑Mini‑Modul eine zertifizierte Effizienz von 24,0 % (veröffentlicht am 9. Juli 2025). Solche Mini‑Module bestehen aus mehreren Teilzellen, die verschaltet werden ein Zwischenschritt auf dem Weg zum großformatigen Solarmodul. Als wissenschaftlicher Vergleichsanker zeigt eine Nature-Communications-Studie aus 2024 ein zertifiziertes Mini‑Modul mit 22,73 % bei 14,61 cm² Aperturfläche. Beide Ergebnisse markieren: Skalierung und Interconnects rücken in Reichweite von Modulrealität.
Was das bedeutet
Mini‑Modul‑Werte sind für den Markt aussagekräftiger als Rekorde auf winzigen Laborflächen, weil beim Hochskalieren zusätzliche Verluste auftreten: Zwischenräume durch Laser‑Scribing, Kontaktwiderstände und mehr potenzielle Defekte pro Fläche. Dass Perowskit‑Mini‑Module nun in den Bereich von 20 % plus kommen und ein zertifizierter Wert von 24,0 % gemeldet wird, verschiebt die Debatte: Es geht weniger um „kann Perowskit effizient sein?“, sondern um „kann Perowskit zuverlässig gefertigt und betrieben werden?“. Der Fraunhofer‑Photovoltaics‑Report ordnet das ein, indem er zeigt, wie hoch heutige Siliziummodule im Schnitt bereits liegen (22,7 % in Q4 2024). Für Anwendungen wie PV‑Carports oder Ladeparks zählt diese Flächeneffizienz besonders.
Wie es weitergeht
Der nächste Schritt ist, die beeindruckenden Mini‑Modul‑Werte in robuste, großformatige Module zu überführen und das mit transparenten Testbedingungen. Die Nature-Communications-Arbeit liefert dazu bereits konkrete Hinweise: Sie berichtet Stabilitätstests, bei denen ein Mini‑Modul im Maximum‑Power‑Point‑Tracking unter Stickstoffatmosphäre bei rund 40 °C nach 1050 Stunden noch über 90 % der Anfangseffizienz erreicht. Für den Alltag entscheidend sind jedoch standardisierte, modulnahe Belastungen (z. B. Feuchte‑Wärme, Temperaturzyklen, UV) und belastbare Daten zur Serienfertigung. Ob und wann Perowskit‑Module „aufs Hausdach“ kommen, hängt daher weniger von weiteren Prozentpunkten ab als von Lebensdauer, Zertifizierungen und skalierbaren Produktionsprozessen.
Fazit
Der Mini‑Modul‑Rekord ist ein Signal, dass Perowskit-Solarzellen beim schwierigen Schritt von der Laborzelle zur verschalteten Fläche vorankommen. Die offene Frage bleibt, wie schnell sich diese Werte in langlebige, großformatige Module übersetzen lassen.
Was wäre für dich das wichtigste Kriterium für Perowskit‑Module: Preis, Lebensdauer oder maximale Effizienz?





Schreibe einen Kommentar