OpenAI nimmt GPT-4o aus ChatGPT; API-Ende rückt näher

Stand: 14. February 2026, 17:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

OpenAI hat GPT-4o aus der ChatGPT-Oberfläche entfernt und stellt damit Nutzer und Anbieter von Integrationen um. Für Entwickler gilt zudem ein mögliches Ende des API-Zugriffs auf das Modellkürzel “chatgpt-4o-latest”, über das VentureBeat berichtet. Für EU-Anwendungen steigen vor allem Umstellungs-, Test- und Compliance-Aufwände.

Das Wichtigste

  • OpenAI führt GPT-4o in ChatGPT nicht mehr als auswählbares Modell, wie die offiziellen Release Notes ausweisen.
  • VentureBeat berichtet, OpenAI beende in Kürze den API-Zugriff auf “chatgpt-4o-latest” und verweise auf andere Modellvarianten.
  • Betroffen sind Anbieter, die GPT-4o in Support, Analyse oder Produktfunktionen eingebunden haben, insbesondere mit Anforderungen an Datenschutz und Nachvollziehbarkeit in der EU.

Modellwechsel bei ChatGPT trifft Integrationen

OpenAI hat den Zugriff auf GPT-4o in ChatGPT geändert und das Modell nach eigenen Angaben aus der Produktoberfläche zurückgezogen. Die Änderung verschiebt Workflows, die bislang auf GPT-4o setzten, auf andere Modelle. Parallel steht für Entwickler die Frage im Raum, ob und wann ein bestimmter GPT-4o-API-Endpunkt entfällt.

Was OpenAI offiziell geändert hat

In den ChatGPT-Release-Notes nennt OpenAI die “Retiring GPT-4o and other legacy models” und datiert die Umstellung auf den 13. Februar 2026. Die Mitteilung bezieht sich auf das ChatGPT-Produkt und den dortigen Modellzugang.

Für die Entwicklerplattform berichtet VentureBeat unter Berufung auf Mitteilungen an Kunden, dass OpenAI den API-Zugriff auf das Modellkürzel “chatgpt-4o-latest” im Februar 2026 beenden will. Eine öffentliche Terminangabe von OpenAI für die API ist bislang offen.

Wichtig: Der Umfang der Änderung hängt davon ab, welche GPT-4o-Variante in einer Anwendung verwendet wird. VentureBeat unterscheidet zwischen dem genannten Chat-Endpunkt und weiteren GPT-4o-Varianten, die davon nicht zwingend betroffen sein müssen.

Bedeutung für Deutschland und Europa

Für Nutzer in Deutschland und der EU entsteht kurzfristig vor allem ein Umstellungsbedarf bei Anwendungen, die GPT-4o fest in Prozesse eingebaut haben, etwa in Kundenservice, Textverarbeitung oder automatisierter Auswertung. Institutionell relevant sind dabei Tests auf Ergebnisqualität, Anpassungen an Schnittstellen und die Dokumentation von Modellwechseln, wenn Systeme in regulierten Kontexten eingesetzt werden.

Mit Blick auf Kosten wirken mehrere Faktoren zusammen. Dazu zählen Entwicklungs- und Testaufwand, mögliche Änderungen im Tokenverbrauch nach einem Modellwechsel sowie vertragliche und organisatorische Prüfungen, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Je nach Architektur können außerdem zusätzliche Anforderungen an Protokollierung, Zugriffskontrollen und Datenflüsse entstehen.

Wie es weitergeht

OpenAI verweist in den Release Notes auf den Rückzug von GPT-4o aus ChatGPT, ohne dort eine API-Änderung zu beschreiben. Für Entwickler richtet sich der nächste Termin nach den von OpenAI kommunizierten Fristen für die Plattform. Unternehmen mit produktiven Integrationen dürften in den kommenden Wochen vor allem durch Modellmigrationen und erneute Abnahmen gebunden sein.

Fazit

Der Rückzug von GPT-4o aus ChatGPT ist offiziell vollzogen und zwingt Nutzer zu einem Modellwechsel in der Oberfläche. Für die Entwicklerseite berichtet VentureBeat über ein nahes Ende des API-Zugangs zu “chatgpt-4o-latest”. Für EU-Anwendungen liegen die Risiken vor allem in Migration, Qualitätssicherung und Datenschutz- und Vertragsfragen.

Welche produktiven Anwendungen in Europa setzen noch explizit auf GPT-4o, und wie wird ein Modellwechsel intern dokumentiert?

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