Offshore-Wind: Was „First Power“ bei Windparks wirklich bedeutet

Zuletzt aktualisiert: 31. January 2026
Berlin, 31. January 2026

Auf einen Blick

Offshore-Windparks „liefern Strom“ nicht erst, wenn alle Turbinen drehen, sondern schon beim ersten Netzeinspeisen („First Power“). Ein aktuelles Beispiel ist Japans schwimmender Goto-Windpark mit 16,8 MW, der laut Bericht am 5. Januar 2026 in Betrieb ging. Der Schritt markiert den Start, nicht das Ende der Inbetriebnahme.

Das Wichtigste

  • „First Power“ bedeutet: Ein Windpark speist erstmals nachweisbar Strom ins Netz ein.
  • Der Goto Floating Wind Farm in Japan (16,8 MW) meldete laut Bericht kommerziellen Betrieb am 5. Januar 2026.
  • Zwischen „First Power“ und vollem Betrieb liegen oft viele Tests, Abnahmen und schrittweise Hochläufe.
  • Große Offshore-Projekte hängen besonders von Netzanschluss und Systemtests (z. B. Netzstabilität) ab.

Einleitung

Wenn neue Offshore-Windparks Schlagzeilen machen, fällt oft der Begriff „First Power“. Das wirkt wie ein fertiger Startschuss, meint aber einen klar abgegrenzten Moment: die erste Einspeisung ins Stromnetz. Warum das jetzt relevant ist, zeigt ein Bericht über Japans Goto Floating Wind Farm, die am 5. Januar 2026 den kommerziellen Betrieb erreichte.

Was neu ist

Laut einem Bericht von POWER Magazine ist der Goto Floating Wind Farm in Japan am 5. Januar 2026 in den kommerziellen Betrieb gegangen. Das Projekt umfasst demnach 8 Windturbinen mit jeweils 2,1 MW und kommt insgesamt auf 16,8 MW. Solche Meldungen werden häufig als „der Moment, in dem ein Windpark wirklich Strom liefert“ wahrgenommen. Technisch ist es jedoch ein Meilenstein innerhalb einer längeren Inbetriebnahme: Erst wird die elektrische Infrastruktur sicher hochgefahren, dann werden Anlagen stufenweise zugeschaltet und schließlich stabil ins Netz integriert.

Was das bedeutet

„First Power“ ist wichtig, weil er zeigt: Der Windpark ist grundsätzlich elektrisch verbunden und kann Energie abgeben. Für Stromsystem und Betreiber beginnt damit aber erst die Phase, in der sich entscheidet, wie zuverlässig und in welcher Menge eingespeist wird. Bei großen Offshore-Windparks kommt hinzu, dass nicht nur die Turbinen zählen, sondern auch die Übertragung zum Landnetz. In Roadmaps zur Offshore-Integration wird betont, dass Netzregeln und Systemanforderungen (etwa zur Stabilität) eingehalten werden müssen. Für die E-Mobilität ist das relevant, weil zusätzlicher, planbarer Grünstrom die Voraussetzung für mehr Ladeinfrastruktur und höhere Stromnachfrage ist.

Wie es weitergeht

Nach „First Power“ folgen normalerweise Monate mit Tests, Abnahmen und einem kontrollierten Hochlauf. Dabei werden Turbinen nach und nach zugeschaltet, Schutz- und Steuerungssysteme geprüft und die Einspeisung schrittweise erhöht. Wie unterschiedlich solche Zeitpläne sein können, zeigt ein Blick auf große Projekte: Dogger Bank A in Großbritannien meldete „First Power“ am 10. Oktober 2023, obwohl die vollständige Inbetriebnahme eines Großprojekts in mehreren Phasen erfolgt. Für Beobachter heißt das: Wenn von „liefert Strom“ die Rede ist, lohnt die Nachfrage nach der Definition (erste Einspeisung, Testbetrieb oder kommerzieller Dauerbetrieb) und nach dem nächsten bestätigten Meilenstein.

Update: 13:35 – Keine weiteren bestätigten Details.

Fazit

Offshore-Wind „liefert Strom“ messbar ab dem Moment der ersten Netzeinspeisung, aber der verlässliche Dauerbetrieb entsteht erst in den Monaten danach. Der Goto Floating Wind Farm ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie klar definierte Meilensteine und ein langer Hochlauf zusammengehören.

Was ist für Sie der wichtigste Meilenstein: „First Power“ oder die vollständige Inbetriebnahme? Teilen Sie Ihre Sicht gern in den Kommentaren.

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