Auf einen Blick
Das Offshore-Wind Schottland Projekt Morven hat mit Unterlagen für den Netzanschluss an Hawthorn Pit eine weitere Planungsstufe erreicht. Der Entwickler peilt nach eigenen Angaben einen DCO-Antrag 2026 an. Damit rückt der Netzanschluss eines Projekts im Gigawatt-Maßstab institutionell vor, ein Baubeginn ist damit aber noch nicht beschlossen.
Das Wichtigste
- Der Entwickler Morven Offshore Wind verfolgt für den Netzanschluss des Offshore-Projekts einen Antrag im britischen DCO-Verfahren.
- Die Unterlagen nennen Hawthorn Pit als vorgesehenen Netzanschlusspunkt. Der Korridor für die Onshore-HVDC-Verbindung kann laut Scoping-Bericht bis zu 16,8 Kilometer lang sein.
- Nach dem veröffentlichten Projektprogramm ist die Einreichung des DCO-Antrags für 2026 vorgesehen. Weitere Prüfungen durch Behörden stehen noch aus.
Netzanschluss für Morven wird konkreter
Das schottische Offshore-Windprojekt Morven hat eine weitere formale Hürde im Planungsverfahren genommen. Der Entwickler hat für die Hawthorn Pit Grid Connection Unterlagen für das Scoping und das weitere Genehmigungsverfahren vorgelegt. Damit ist der vorgesehene Landanschluss für ein Projekt im Gigawatt-Maßstab genauer umrissen, die eigentliche Zulassung steht jedoch noch aus.
Behörden prüfen Trasse und Anschlussknoten
Im Mittelpunkt steht die Anbindung des Offshore-Windparks an das Stromnetz über Hawthorn Pit im Nordosten Englands. Nach dem Scoping-Bericht des Projekts umfasst die Planung Offshore-Exportkabel, eine Onshore-HVDC-Verbindung von den Übergabepunkten an Land bis zu einem Umspannstandort sowie den Anschluss an das Übertragungsnetz. Das Programm des Entwicklers sieht einen Antrag im Development-Consent-Order-Verfahren für 2026 vor. Die britische Planungsbehörde hat in ihrer Scoping Opinion zusätzliche Angaben verlangt, unter anderem zu Kabelschutz, Bauabläufen und Umweltauswirkungen.
Bedeutung für Versorgung und Netzausbau
Für den Ausbau der Offshore-Wind Schottland Kapazitäten ist der Netzanschluss ein zentraler Schritt, weil ohne genehmigte Landtrasse und Einspeisepunkt keine Stromlieferung in das Übertragungsnetz möglich ist. Das Projektprogramm stützt sich auf die Netzplanung von National Grid ESO, die Hawthorn Pit als Anschlussknoten vorsieht. Für den Markt bedeutet das vor allem, dass der Ausbau großer Offshore-Leistung weiter an den Fortschritt bei Netzen und Genehmigungen gebunden bleibt.
Als Nächstes folgt der DCO-Antrag
Nach dem Scoping sollen weitere Umweltunterlagen und Beteiligungsschritte folgen. Der Entwickler plant den DCO-Antrag im Lauf des Jahres 2026. Erst danach entscheiden die zuständigen Stellen über Trassenführung, technische Ausführung und Auflagen. Ein konkreter Termin für den Baubeginn ist bislang offen.
Projekt rückt im Verfahren vor
Morven hat den geplanten Landanschluss institutionell einen Schritt weitergebracht. Für das Projekt ist das relevant, weil die Netzfrage nun in einem formalen Verfahren mit festem Anschlussknoten und definiertem Korridor bearbeitet wird. Über die endgültige Genehmigung ist damit noch nicht entschieden.