Samstag, 25. April 2026

Wirtschaft

Irland senkt Fossilstrom dank Speichern um 30 Prozent

Stand: 25. February 2026, 14:45 Uhr Berlin Auf einen Blick Irland Stromspeicher haben nach aktuellen Daten maßgeblich dazu beigetragen, den Anteil fossiler Stromerzeugung deutlich zu…

Von Wolfgang

25. Feb. 20263 Min. Lesezeit

Irland senkt Fossilstrom dank Speichern um 30 Prozent

Irland Stromspeicher haben nach aktuellen Daten maßgeblich dazu beigetragen, den Anteil fossiler Stromerzeugung deutlich zu senken. Auf Basis der jüngsten Energieberichte entspricht die Verdrängung rund 30 Prozent der fossilen Erzeugung des Vorjahres. Das entlastet…

Stand: 25. February 2026, 14:45 Uhr
Berlin

Auf einen Blick

Irland Stromspeicher haben nach aktuellen Daten maßgeblich dazu beigetragen, den Anteil fossiler Stromerzeugung deutlich zu senken. Auf Basis der jüngsten Energieberichte entspricht die Verdrängung rund 30 Prozent der fossilen Erzeugung des Vorjahres. Das entlastet Emissionen und reduziert den Bedarf an gasbefeuerten Kraftwerken.

Das Wichtigste

  • Irland hat die fossile Stromerzeugung gegenüber 2024 rechnerisch um rund 30 Prozent reduziert.
  • Grundlage sind 36,3 Terawattstunden Strombedarf und ein fossiler Anteil von 45,3 Prozent im Jahr 2024.
  • Netzbetreiber EirGrid und die Energieagentur SEAI führen Speicher, erneuerbare Energien und höhere Importe als zentrale Faktoren an.

Deutlicher Rückgang bei fossiler Erzeugung

Irland hat seine fossile Stromproduktion im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Nach Berechnungen auf Basis offizieller Energiedaten entspricht der Rückgang rund 30 Prozent der fossilen Erzeugung von 2024. Maßgeblich tragen dazu der Ausbau von Irland Stromspeicher sowie ein höherer Anteil erneuerbarer Energien bei.

Offizielle Energiedaten als Grundlage

Die Sustainable Energy Authority of Ireland (SEAI) beziffert die Bruttostromerzeugung für 2024 auf 36,3 Terawattstunden. Der Anteil fossiler Energieträger lag bei 45,3 Prozent und erreichte damit einen historischen Tiefstand. Das entspricht rund 16,5 Terawattstunden Strom aus Gas und anderen fossilen Quellen. Eine Reduktion um 30 Prozent würde etwa 4,9 Terawattstunden fossile Erzeugung ersetzen.

Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers EirGrid haben Batteriespeicher in Kombination mit Windkraft, steigenden Stromimporten über Interkonnektoren und einem flexibleren Netzbetrieb dazu beigetragen, fossile Kraftwerke seltener einzusetzen. Batteriesysteme übernehmen dabei vor allem Lastspitzen und gleichen kurzfristige Schwankungen aus.

Folgen für Versorgung und Kosten

Die geringere Auslastung fossiler Kraftwerke reduziert den Bedarf an importiertem Erdgas und senkt die direkten CO2-Emissionen des Stromsektors. Zugleich steigt die Bedeutung von Speichern für die Netzstabilität. Kurzfristige Batteriespeicher mit mehreren Gigawatt Leistung können Lastspitzen abfedern und teure Reservekraftwerke verdrängen.

Für den Strommarkt bedeutet das eine stärkere Verschiebung hin zu flexiblen Kapazitäten. Investitionen konzentrieren sich auf Speicherprojekte sowie auf Netzinfrastruktur. Konkrete Auswirkungen auf Endkundenpreise hängen von Brennstoffkosten und Marktpreisen ab und sind bislang offen.

Weitere Speicherprojekte geplant

EirGrid plant im Rahmen seiner Netzsicherheitsanalysen weitere Speicher- und Flexibilitätsoptionen ein. Zusätzliche Batteriesysteme sowie neue Interkonnektoren sollen die Integration erneuerbarer Energien weiter erhöhen. Entscheidungen über künftige Kapazitätsauktionen und Netzausbauten werden im Jahresverlauf erwartet.

Fazit

Irland Stromspeicher tragen rechnerisch dazu bei, die fossile Stromerzeugung deutlich zu senken. Auf Basis der jüngsten Energiedaten entspricht der Rückgang rund 30 Prozent der fossilen Vorjahresmenge. Speicher entwickeln sich damit zu einem zentralen Instrument der irischen Energieversorgung.