Hyundai Motor America weitet die Garantie für ICCU-Probleme bei bestimmten Elektroautos in den USA auf 15 Jahre oder 180.000 Meilen aus. Das Unternehmen bestätigte den Schritt am 22. April gegenüber einem US-Medium. Für Kia lag zunächst keine entsprechende US-Bestätigung vor.
Das Wichtigste
- Hyundai Motor America verlängert die ICCU-Abdeckung für bestimmte Elektroautos in den USA auf 15 Jahre oder 180.000 Meilen.
- Die Bestätigung stammt aus einer Unternehmensauskunft an TorqueNews. Electrek berichtete zuvor übereinstimmend über den Schritt.
- Betroffene Fahrzeuge sollen weiter per VIN-Prüfung und Werkstattdiagnose identifiziert werden. Eine gleichlautende US-Mitteilung von Kia lag am Mittwoch nicht vor.
Hyundai bestätigt längere ICCU-Abdeckung in den USA
Beim Thema Hyundai Kia ICCU gibt es in den USA vorerst einen bestätigten Schritt nur bei Hyundai Motor America. Das Unternehmen hat die Garantie für die Integrated Charging Control Unit, kurz ICCU, bei bestimmten Elektroautos auf 15 Jahre oder 180.000 Meilen ausgeweitet. Das berichtete TorqueNews am 22. April unter Berufung auf eine Stellungnahme des Herstellers. Electrek meldete die Ausweitung bereits am 21. April ebenfalls mit Verweis auf Hyundai.
Die ICCU steuert Ladefunktionen und die Versorgung des 12-Volt-Systems. Frühere Fehlerbilder reichten laut den Berichten von Warnmeldungen und begrenzter Leistung bis zum Ausfall des Fahrzeugs. Hyundai verknüpft die längere Deckung mit betroffenen Fahrzeugen, die über das US-Serviceportal des Herstellers per Fahrgestellnummer geprüft werden können.
15 Jahre oder 180.000 Meilen als neue Obergrenze
Die neue Frist entspricht rund 290.000 Kilometern und liegt deutlich über üblichen Fahrzeuggarantien. Nach der von TorqueNews wiedergegebenen Erklärung gilt die Ausweitung für “certain Hyundai EVs” in den USA. Kosten für die Reparatur innerhalb dieses Rahmens sollen betroffenen Kunden nicht entstehen.
Electrek berichtet, Hyundai habe die Entscheidung auf Basis der Beobachtung der ICCU-Leistung bei bestimmten Fahrzeugen getroffen. Als Abhilfe nennen die Berichte je nach Diagnose Software-Updates sowie den Austausch der ICCU oder zugehöriger Bauteile. Eine vollständige, öffentlich sichtbare Liste aller betroffenen Fahrgestellnummern lag zunächst nicht vor.
Betroffen sind bestimmte Elektroautos des Konzerns
Die jetzt bestätigte Maßnahme betrifft nach der Unternehmensauskunft Hyundai-Fahrzeuge in den USA. Mehrere Fachmedien ordnen die ICCU-Probleme Elektroautos auf der E-GMP-Plattform der Hyundai Motor Group zu. Electrive berichtete bereits am 17. April über vergleichbare Garantieausweitungen bei Hyundai und Kia in anderen Märkten. Für den US-Markt lag am 22. April jedoch nur eine bestätigte Hyundai-Auskunft vor.
Garantie verschiebt das Kostenrisiko bei späteren Ausfällen
Die Ausweitung ist keine neue Rückrufanordnung. Sie legt aber fest, dass spätere ICCU-Ausfälle innerhalb des erweiterten Zeitraums weiterhin über den Hersteller abgewickelt werden sollen. Für Halter betroffener Fahrzeuge sinkt damit das Risiko, Reparaturen nach Ablauf der normalen Garantie selbst bezahlen zu müssen. Für Werkstätten bleibt der bisherige Weg aus Diagnose, Softwaremaßnahme und gegebenenfalls Teiletausch maßgeblich.
VIN-Prüfung und Händlerdiagnose bleiben der nächste Schritt
Hyundai verweist laut den Berichten weiter auf die VIN-Abfrage im US-Portal autoservice.hyundaiusa.com/campaignhome. Fahrzeuge mit einschlägigen Warnmeldungen oder Ladeproblemen sollen dort dem jeweiligen Servicestatus zugeordnet und anschließend über Händler geprüft werden. Ob Kia in den USA eine identische Regelung veröffentlicht, war am Mittwoch noch unklar.
Maßnahme folgt auf anhaltende ICCU-Fälle
ICCU-Ausfälle beschäftigen die Hyundai Motor Group seit Rückrufen und Serviceaktionen bei Elektroautos mit 800-Volt-Architektur. Die nun bestätigte Garantieausweitung schafft für den US-Markt einen längeren Kosten- und Haftungsrahmen. An den bekannten technischen Symptomen und am Werkstattprozess ändert die Ankündigung nach bisherigem Stand nichts.