Google KI-Übersichten ausblenden: bessere Treffer, weniger Risiko

Google KI-Übersichten ausblenden ist für viele Nutzer ein praktischer Schritt, wenn sie wieder klassische Suchtreffer statt automatisch erzeugter Zusammenfassungen sehen wollen. Offiziell lassen sich AI Overviews nicht komplett abschalten, doch es gibt Wege, sie zu reduzieren oder zu umgehen. Dieser Guide zeigt dir getrennt nach Desktop und Smartphone, wie du vorgehst, welche Grenzen es gibt und wie du das Fehlinfo-Risiko in der Google-Suche reduzieren kannst.

Einleitung

Du suchst eine einfache Information und bekommst zuerst eine lange KI-Zusammenfassung. Manchmal passt sie, manchmal wirkt sie oberflächlich oder führt dich nicht zu den Quellen, die du wirklich lesen willst. Genau hier setzt das Thema an: Wie kannst du Google KI-Übersichten ausblenden oder zumindest reduzieren?

Google beschreibt AI Overviews als festen Bestandteil der Suche. Laut Support-Seite können diese Funktionen nicht komplett deaktiviert werden. Gleichzeitig gibt es Einstellungen wie das Abschalten von “AI in Search” über Search Labs oder den “Web”-Filter, der nur klassische Link-Ergebnisse zeigt.

Warum das relevant ist, zeigt eine groß angelegte Analyse auf arXiv. Dort wird dokumentiert, dass KI-Übersichten stark zugenommen haben und das Klickverhalten verändern. Wenn du Wert auf Originalquellen, Vergleich mehrerer Perspektiven oder maximale Kontrolle legst, lohnt sich ein genauer Blick auf die verfügbaren Optionen.

Was offiziell möglich ist und wo die Grenzen liegen

Google formuliert klar: AI Overviews sind ein Kernbestandteil der Suche und lassen sich nicht vollständig abschalten. Auf der offiziellen Support-Seite heißt es wörtlich, dass Funktionen nicht ausgeschaltet werden können. Das klingt eindeutig, ist in der Praxis aber differenzierter.

“AI Overviews are a core Google Search feature … Features cannot be turned off.”

Es gibt zwei offizielle Stellschrauben. Erstens kannst du in Search Labs die Option “AI in Search” deaktivieren. Diese Einstellung ist an dein Konto gebunden und wirkt nur, wenn du angemeldet bist. Zweitens kannst du nach einer Suche den “Web”-Filter auswählen. Dann zeigt Google ausschließlich klassische Textlinks ohne KI-Übersicht an.

Wie stark AI Overviews inzwischen verbreitet sind, zeigt die arXiv-Studie von 2026. Sie untersuchte 24.000 Suchanfragen in 243 Ländern. Die Präsenz von KI-Übersichten wuchs demnach von 7 Ländern im Jahr 2024 auf 229 Länder im Jahr 2025. Für dich bedeutet das: Die Funktion ist kein Experiment mehr, sondern global ausgerollt.

Zentrale Fakten zu AI Overviews laut Studie und Google
Merkmal Beschreibung Wert
Globale Verfügbarkeit Länder mit AI Overviews 7 (2024) → 229 (2025)
Klickrate mit KI-Übersicht Anteil Klicks auf klassische Ergebnisse 8 % statt 15 %
Zero-Click-Rate Suche ohne weiteren Klick ca. 80 % mit Übersicht

Gerade die Zero-Click-Rate von rund 80 Prozent bei Suchanfragen mit KI-Übersicht zeigt, wie stark sich das Nutzungsverhalten verändert. Wer direkt auf die Zusammenfassung vertraut, klickt seltener auf externe Quellen. Das spart Zeit, erhöht aber auch das Risiko, ungeprüfte Aussagen zu übernehmen.

Desktop: Chrome, Firefox und Edge

Am Desktop hast du die meisten Möglichkeiten. Der einfachste Weg führt über den “Web”-Filter nach einer Suche. Ein Klick, und die Ergebnisseite zeigt nur noch klassische Links. Das ist offiziell vorgesehen und stabil, kann aber bei jeder neuen Suche erneut nötig sein.

Wenn du regelmäßig ohne KI-Übersicht suchen willst, kannst du in Chrome eine eigene Suchmaschine anlegen. In den Einstellungen unter chrome://settings/searchEngines lässt sich eine benutzerdefinierte Such-URL eintragen, etwa mit dem Parameter “udm=14”. Community-Berichte zeigen, dass dieser Modus die Anzeige von AI Overviews reduzieren kann. Es handelt sich jedoch nicht um eine offiziell dokumentierte Schnittstelle. Änderungen an Googles System können diese Lösung jederzeit unwirksam machen.

Eine weitere Variante sind Browser-Erweiterungen, die das entsprechende Element auf der Seite ausblenden. Technisch geschieht das meist per CSS oder JavaScript. Das funktioniert kurzfristig gut, ist aber anfällig für Layout-Änderungen. Zudem solltest du prüfen, welche Daten die Erweiterung selbst sammelt. Gerade wenn du das Fehlinfo-Risiko in der Google-Suche reduzieren willst, wäre es widersprüchlich, dir dafür ein neues Datenschutzproblem einzuhandeln.

Der bekannte Trick, Suchanfragen um “-ai” zu ergänzen, kann ebenfalls helfen. Er filtert Ergebnisse mit dem Begriff “ai” heraus. Das ist eine grobe Methode und kann relevante Inhalte ausschließen, etwa Seiten, in denen das Wort zufällig vorkommt. Für präzise Recherchen ist sie daher nur bedingt geeignet.

Android und iPhone: was mobil funktioniert

Auf Smartphones hängt viel davon ab, ob du in der Google-App oder im mobilen Browser suchst. In der Google-App kannst du, sofern verfügbar, über Search Labs “AI in Search” deaktivieren. Diese Option ist kontobasiert. Wenn du abgemeldet bist oder ein anderes Konto nutzt, greift sie nicht.

Auch mobil steht nach einer Suche der “Web”-Filter zur Verfügung. Er blendet KI-Übersichten aus und zeigt nur klassische Treffer. Der Haken ist derselbe wie am Desktop: Du musst ihn aktiv auswählen.

Technische Workarounds wie benutzerdefinierte Suchmaschinen sind auf iPhone und Android im Standardbrowser weniger flexibel als am Desktop. Einige alternative Browser erlauben eigene Such-Templates, andere nicht. Erweiterungen zum Ausblenden sind mobil meist eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.

Gerade bei sensiblen Themen wie Gesundheit oder Finanzen lohnt sich die zusätzliche Mühe. Die arXiv-Analyse verweist darauf, dass ein relevanter Anteil einzelner Aussagen in KI-Antworten nicht eindeutig durch die verlinkten Quellen gestützt wird. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, prüfe die Originalquelle selbst, auch wenn es ein paar Sekunden mehr kostet.

Alternativen, Nebenwirkungen und Entscheidungshilfe

Eine klare Alternative ist der Wechsel der Suchmaschine. Dienste wie Startpage oder DuckDuckGo setzen stärker auf klassische Trefferlisten. Kagi arbeitet mit einem Bezahlmodell und wirbt mit weniger Werbung und mehr Kontrolle. Der Preis ist hier transparent, der Komfort hängt von deinen Gewohnheiten ab.

Welche Methode passt zu dir? Wenn du nur gelegentlich ohne KI-Übersicht suchen willst, reicht der “Web”-Filter. Wenn du dauerhaft umstellen möchtest, ist eine alternative Suchmaschine die stabilste Lösung. Technische Hacks wie Parameter oder Erweiterungen eignen sich eher für experimentierfreudige Nutzer, die mit möglichen Brüchen bei Updates leben können.

Nebenwirkungen gibt es in jedem Fall. Du verlierst unter Umständen schnelle Zusammenfassungen bei einfachen Fragen. Manche Komfortfunktionen verschwinden zusammen mit der KI-Übersicht. Und Workarounds können nach einem Update plötzlich nicht mehr greifen.

Am Ende geht es um Kontrolle. Die Zahlen zur Klickrate und zur Verbreitung zeigen, dass AI Overviews das Sucherlebnis deutlich verändern. Ob du diesen Weg mitgehst oder wieder stärker auf klassische Treffer setzt, ist eine bewusste Entscheidung.

Fazit

Google KI-Übersichten ausblenden ist offiziell nicht vollständig möglich, aber praktisch durchaus machbar. Mit dem “Web”-Filter, der Deaktivierung von “AI in Search” in Search Labs oder dem Wechsel der Suchmaschine gewinnst du wieder mehr Einfluss auf deine Ergebnisse. Die Daten aus der Forschung zeigen, dass KI-Übersichten das Klickverhalten stark verändern und damit auch die Informationsaufnahme.

Wenn dir Transparenz, Quellenvielfalt und eigenes Prüfen wichtiger sind als eine schnelle Zusammenfassung, lohnt sich der zusätzliche Schritt. Suchmaschinen sind Werkzeuge. Wie viel Automatik du zulässt, entscheidest am Ende du selbst.

Probiere eine der Methoden aus und beobachte eine Woche lang bewusst dein Suchverhalten. Teile gern deine Erfahrungen und Strategien.

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